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Ein noch nicht ganz erwachsenes, chaotisches und kreatives Hippie-Mädchen schreibt hier alles auf, was ihr gerade durch den Kopf geht :)

Sonntag, 12. März 2017

Die 5 Minuten Regel

Hallo ihr da draußen,

weiß gar nicht so recht, unter welchem Thema ich diesen Post verfassen sollte. Mobbing? Zu hart...
Na ja ihr werdet ja jetzt erfahren worum es geht.
Also.
In irgendeinem sozialen Netzwerk oder wo auch immer, habe ich letzt einen durchaus interessanten Satz gelesen, er ging in etwa so: "Wenn dein gegenüber dein Gesagtes innerhalb von fünf Minuten umsetzen kann, dann sag es. Ansonsten behalt es für dich".
Das ist jetzt auf den Alltag bezogen, wie in etwa:
Hat dein Gegenüber einen Fussel im Haar? Sag ihm, dass er ihn wegmachen könnte.
Hat dein Gegenüber vielleicht noch ein Salatblatt zwischen den Zähnen? You know what to do.
Simple Regel, oder nicht? In wenigen Schritten ist die Situation entschärft und alle sind zufrieden.
Diese Regel sollten sich manche Leute einverleiben.
Ein Gegenbeispiel:
Erst letzt sagte meine Oma zu mir, wie blass ich doch sei. Oder dass meine Haare auch schon mal dicker ausgesehen haben.
So.
Wie genau soll ich das jetzt ändern? Diese Tatsachen machen mir weder ein gutes Gefühl, noch ist es besonders nett sowas zu sagen.
Das selbe gilt für Gewicht oder Krankheit oder sonstiges.
Jene sind nämlich nicht mit wenigen Handgriffen erledigt und haben vermutlich tiefergehende Gründe.
Also, haltet euch an die 5-Minuten Regel, falls ihr euch über einen Kommentar und dessen Wirkung nicht sicher seid.

Eure Mademoiselle

Mittwoch, 8. März 2017

Bulemielernen - my mind

Hallo ihr da draußen,

als ich gerade meine Mails checken wollte, ploppte ein Newsbanner auf der Seite auf, welches besagte: Diskussion um Notenabschaffung an Schulen.

Oh la la. Same sh** different day.

Wie wohl bekannt, bin ich nicht der größte Fan unsres Schulsystems.
Während ich meinen Weg zum Abitur bewältigte, hat sich da schon einiges an Frust aufgebaut.
Einige Experten (wie kann man eigentlich so ein Experte werden? Wäre ich auch gerne...) haben nun erneut darauf gepocht, Noten als Leistungsnachweis abzuschafffen.
Mein alter Ego schreit sofort: JA! ENDLICH!
Vor allem, wenn ein gewisser Chef des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, meint: "In dieser Kürze kann kein anderes System den Leistungsstand so deutlich darstellen und Stärken und Schwächen so klar aufzeigen (wie Noten)."
Ahahaha, dass ich nicht lache.
Noten zeigen meine Stärken und Schwächen? Das heißt, weil ich in Sport nicht so hoch springen konnte wie alle anderen bin ich schwach. Das heißt, wenn ich in Phyik nicht alle Formeln innerhalb von wenigen Tagen auswendig lernen konnte, bin ich schwach. By the way; es zeigt sich eine natürliche Tendenz dahin, dass jene Schüler, welche gut auswendig lernen können, bessere Noten erzielen.
Denn so sind die meisten Fächer nun mal aufgebaut, das lässt sich nicht bestreiten.
Daher rührt auch das sogenannte Bulemie Lernen. Es geht nicht ums Verstehen, liebe Leute. Die Schule macht Zeitdruck; da versucht der Durchschnittsschüler innerhalb weniger Tage, sich den Klausurstoff einzuverleiben, um ihn dann am Klausurtag wieder "auszukotzen". Und danach ist er so gut wie vergessen.
Noten zwingen den Durchschnittsschüler quasi aus Druck, so viel wie möglich ins Gehirn zu pressen - ob er will, oder nicht.
Ich habe diese Auswendiglernerei immer satt gehabt. Ich wollte Dinge verstehen, dann hat mir das lernen auch nichts ausgemacht.

Eine Alternative zu Noten wären Leistungsberichte.
Hört sich im ersten Moment wahrscheinlich ziemlich gut an, aber ehrlich gesagt, in puncto Subjektivität gibts da auch nicht viel zu machen.
Lehrer werden nach wie vor nach ihrer eigenen Nase urteilen, ob das jetzt heißt "6, setzen" oder "ihr Sohn ist leider total inkompetent, was mein Fach angeht". Ob das die Schüler jetzt mehr motiviert, wer weiß.

Schwieriges Thema, darüber könnte man ewig diskutieren.
Es gibt ja noch viiiiele andere Punkte, die man in Sachen Bildung reformieren muss.
Einer davon wäre ein gleiches System auf Bundesebene. Kann ja nicht sein, dass man umzieht und im anderen Bundesland kein Stück mehr in der Schule mitkommt, weil andere Standards herrschen...

Na ja, belassen wir es für heute dabei.
An alle Schüler da draußen: ihr packt das schon!

Eure Mademoiselle

Donnerstag, 2. März 2017

The modern days #52



> Ich schrak hoch und keuchte.
Dieser verfluchte Traum!
Ich presste meine Hände auf den Bauch und atmete tief durch. Warum gehen diese schrecklichen Bilder nicht aus meinem Kopf?
Verdammt, bestimmt hatte ich Alex aufgeweckt. Ich sah mich um – und fand außer einem zu Boden gefallenem Kissen nichts.
Er war nicht da!
Ich runzelte verwirrt die Stirn. Was macht der Typ denn mitten in der Nacht?
Einen Blick auf mein Handy verriet mir, dass es kurz vor drei Uhr morgens war.
Seufzend schlug ich die Decke zurück. Ohne Alex würde und konnte ich nicht mehr einschlafen. Ich musste ihn suchen gehen.
Ich nahm mir mein Jeanshemd, zog es über und tapste aus dem Zimmer.
Aus der Halle hörte ich leises Gemurmel, zögernd lief ich darauf zu – und fand Alex vor.
Er saß im "Wohnzimmer", mutterseelenallein, auf die Leinwand vor ihm starrend.
„Alex?“, fragte ich leise und vorsichtig.
Trotzdem erschrak er und drehte seinen Kopf zu mir.
„Mein Gott hast du mich erschreckt!“, erwiderte er und drückte sich symbolisch eine Hand auf das Herz.
Ich lächelte.
„Entschuldige. Aber warum schläfst du nicht?“, fragte ich und setzte mich neben ihn.
Ich habe dich im Bett vermisst!
Er zuckte mit den Schultern.
„Ich weiß auch nicht... ich lag die ganze Zeit wach und dachte, da kann ich die Zeit auch nutzen. Die zweite Staffel Vikings läuft gerade. Es wird dir nicht gefallen“, erklärte er und lachte.
Ich zuckte nur mit den Schultern.
Auf der Leinwand kam Gemetzel - wie so oft in diesem Haus.
Alex drehte sich zu mir.
„Aber warum bist du wach?“
Ich seufzte.
„Der Alptraum“, erwiderte ich, Alex wirkte von einem auf den anderen Moment tief traurig.
„Scheiße. Alles okay?“, fragte er besorgt, ich nickte schnell.
„Ja, schon... Aber einschlafen konnte ich nicht mehr“, murmelte ich.
Nicht ohne dich!
Alex gähnte.
„Oh Alice, es scheint nicht gut um uns zu stehen“, entgegnete er voller Ernst, musste dann allerdings lachen.
„Hey, wie wäre es mit einem Mitternachtssnack?“, fragte er, ich legte meinen Kopf schief.
„Es ist drei Uhr morgens!“, erwiderte ich lachend.
„Na dann eben ein Drei-Uhr-Morgens-Snack. Alice, für Pancakes mit Schokosauce ist es immer Zeit!“, sagte Alex, wir mussten beide lachen.
Dann nickte ich.
„Anscheinend hast du in den letzten Stunden einen enormen Hunger entwickelt. Aber okay. Wenn du dir das zutraust?“
Alex nickte, völlig von sich überzeugt.
„Ich bin ein Meisterkoch, Alice!“, sprach er und sprang förmlich auf.
Dann zog er mich hoch und drängte mich zur Küche.
„Tanja wird uns hassen“, murmelte ich, Alex lachte.
Dann schüttelte er den Kopf.
„Ach was! Mich hat sie doch vorhin schon angeschissen. Mach dir keine Gedanken, Hauptsache, wir haben jetzt Spaß!“
Ich lachte und zuckte mit den Schultern.
„Gut, mach du nur. Ich hab eh keinen Plan, was man für Pancakes alles braucht und wo die Zutaten zu finden sind, deswegen gebe ich mich damit zufrieden, dir beim Kochen zuzusehen!“, erklärte ich und setzte mich grinsend an den Küchentisch.
Alex lachte.
„War ja klar. Nun gut, ich werde die Dame mit meinen hervorragenden Kochkünsten überraschen!“
Alex lief die komplette Küche gefühlte tausend Mal durch, holte mal hier, mal da etwas aus den verschiedensten Schränken, suchte ein Rührgerät und eine Schüssel und stellte sich schließlich an die Kochinsel.
Ich stand auf und positionierte mich ihm gegen über, sodass ich mich auf der Insel abstützen und Alex gleichzeitig angrinsen konnte.
Total konzentriert mixte er die Zutaten zusammen und machte dann das Rührgerät an.
Offenbar war es auf einer wirklich hohen Stufe eingestellt – denn plötzlich hatte Alex überall Teig im Gesicht kleben.
Ich konnte mir ein lachen nicht verkneifen.
Alex stellte das Gerät ab und sah mich mit hochgezogenen Augenbrauen an.
„Das ist bestimmt gut für den Teint!“, meinte er, woraufhin ich endgültig in eine Lachsalve ausbrach.
„Wie kann man nur so schusselig sein?“, fragte ich, eher glucksend, denn ich musste die ganze Zeit kichern.
Grinsend lief ich um die Insel herum, nahm mir ein Handtuch, feuchtete es an und ging auf Alex zu.
Nur widerspenstig ließ er mich sein Gesicht abwaschen, er zog die Augenbrauen zusammen.
Ich grinste nur.
„Sei nicht so ein Baby und lass mich machen. Und deine Haare solltest du vielleicht zusammenbinden. Die kleben sonst noch in deinem zuckersüßen Gesicht!“, sagte ich und lachte.
Alex musste ebenfalls lachen und zog sich ein Haargummie von seinem Handgelenk, welches er dort immer mit sich trug.
Ich nahm es ihm flink aus der Hand und schmunzelte, Alex runzelte die Stirn.
„Dein hinterlistiger Blick bedeutet nichts Gutes. Was hast du vor?“
Ich schmunzelte immer noch.
„Setz dich. Ich mach dir eine Frisur!“
Alex riss die Augen auf und schüttelte den Kopf.
„No way!“, erwiderte er, ich jedoch setzte einen Hundeblick auf.
„Komm schon, das ist lustig. Deine Haare sind eh viel zu lang, Zeit, daraus etwas zu machen. Du stehst auf Vikings? Dann werde ich dich à la Ragnar frisieren!“
Alex setzte sich widerwillig auf einen der Küchenstühle, ich stellte mich hinter ihn.
Mit den Händen kämmte ich seine Haare zurück und fing an, sie kreuz und quer, gänzlich wild durcheinander, zu flechten.
Alex lachte auf.
„Es wird schrecklich werden oder?“, murmelte er, ich grinste.
„Ganz im Gegenteil. Du wirst bezaubernd aussehen!“
Alexander schnaubte.
„Du willst frech werden?“
Ich schüttelte den Kopf und fasste seine verschiedenen Zöpfe zusammen zu einem.
Dann wickelte ich das Haargummie darum, ließ von dem Zopf ab und setzte mich wieder auf einen der Küchenstühle, neben Alex.
Er warf mir einen amüsierten Blick zu.
„Kann ich jetzt weiter machen mit dem Teig?“
Ich nickte.
„So grandios wie du jetzt aussiehst, geht sicher nichts mehr schief!“
Alex schüttelte belustigt den Kopf.
Dann stand er auf und widmete sich wieder seinem Teig, diesmal mit mehr Vorsicht.
„Alice, würdest du mir freundlicherweise zur Hand gehen, in dem du aus dem Schrank ganz links eine Pfanne holst?“
Ich seufzte und stand auf.
„Weil du es bist...“, murmelte ich und öffnete den Schrank.
Wow, Tanja hatte wirklich eine mega Ansammlung aus Töpfen und Pfannen, ich sah sogar einen Wok und einen Sandwichmaker.
Ich schnaubte. Diese Küche ist purer Luxus im Gegensatz zum restlichen Geschoss.
Wahllos griff ich mir eine der Pfannen und reichte sie Alex, der sie wiederum auf das Kochfeld stellte und etwas Öl hinein träufelte.
Sobald die Pfanne heiß war, machte er einen Klecks Teig hinein und verteilte diesen mit einem Löffel.
Sofort roch es nach gebackenem Teig, mir lief das Wasser im Mund zusammen.
„Dritter Schrank von rechts, da sind Teller. Und Besteck in der zweiten Schublade vom Schrank unten drunter.“
Ich sah Alex vorwurfsvoll an.
„Bin ich dein Laufmädchen?“, fragte ich, er lachte.
„Bin ich dein Koch?“
Ich grinste, Alex verdrehte die Augen.
„Schon klar...“, murmelte er daraufhin, ich musste lachen.
Dann holte ich die Teller und Besteck, während Alex immer noch mit der Pfanne hantierte.
Ich setzte mich an den Küchentisch und sah Alexander interessiert an.
„Kannst du das auch so cool in die Luft werfen und wieder auffangen?“, fragte ich, er schüttelte den Kopf und lachte.
„Der würde auf meiner wunderschönen Frisur landen, das wollen wir lieber nicht. Hier, der erste ist fertig. Probier ihn und kotz mir nicht vor die Füße“, meinte Alex und schüttelte den Pancake aus der Pfanne auf meinen Teller.
„Dir auf die Füße kotzen? Du bist ja mega überzeugt von deiner Arbeit.“
Wir lachten.
„Aber was ist denn bitte mit der versprochenen Schokosauce? Also wenn schon fettiger, total süßer Drei-Uhr-Nachts-Snack, dann auch richtig.“
Alex salutierte.
„Zu Befehl, Ma'am!“
Er ließ für einen Moment von der Pfanne ab, öffnete einen der vielen Schränke und jubelte überraschend auf.
„Wow, Schokolade in Massen. Und, halt dich fest, Apfelmus!“
Ich verzog den Mund.
„Apfelmus? Mit Pancakes? Ih!“
Alex drehte sich um und starrte mich an.
„Alice, Baby, das ist das Beste, was es gibt! Du verpasst eindeutig etwas, diese Erfahrung ist lebenswichtig.“
Ich schnaubte.
„Kümmere du dich lieber um deinen Pancake. Der brennt gleich an!“
Alex schnappte sich schnell die Sauce und das Apfelmus, stellte beides auf den Tisch und rannte zurück zur Pfanne.
Dort rettete er, was zu retten war und kam dann mit seinem Werk zum Tisch.
Ich träufelte Schokosauce auf den gebackenen Teig und Alex schüttelte das halbe Glas Apfelmus auf seinen Teller.
Ich wollte mir gerade ein Stück von meinem Pancake abschneiden, da schüttelte Alex den Kopf.
„Nein, warte!“
Er schnitt sich dann seinerseits ein Stück ab, bedeckte es mit Apfelmus, spießte es auf und hielt mir die Gabel vor den Mund.
„Probier.“
Ich schüttelte den Kopf und lachte.
Alex verdrehte die Augen, stand auf, kniete sich neben mich und hielt mir die Gabel wieder hin.
„Werte Alice. Würdest du bitte dieses Stück Pancake probieren?“, fragte er wie ein Heiratsantrag.
Ich lachte, beugte mich vor und biss das Stück ab.
Alex grinste zufrieden, stand wieder auf und setzte sich zurück auf seinen Stuhl, während ich auf dem Stück herum kaute.
Es war überraschend gut!
Alex sah mich wissend an.
„Göttlich, nicht wahr?“
Ich nickte und seufzte.
„Ja, ganz okay. Aber ich bleibe bei Schokolade. In Apfelmus ist zu wenig Zucker drin!“, erwiderte ich lachend.
Alex verdrehte die Augen.
„Du weißt nicht, was gut ist!“, konterte er, ich sah ihn empört an.
„Ganz im Gegenteil!“
Nun war ich diejenige, die ein Stück abschnitt, es mit Schokolade überzog und es Alexander hin hielt.
„Probier“
Er grinste.
„Und was, wenn ich auf meine Linie achten will?“, erwiderte er, ich lachte.
„Du hast doch kein Gramm Fett an dir. Und jetzt probier“, forderte ich ihn auf.
Alex beugte sich über den Tisch und schnappte sich das Stück mit seinen Zähnen.
Er kaute übertrieben darauf herum, verzog übermäßig gespielt das Gesicht und hustete.
„Alice, du vergiftest mich!“, keuchte er, ich lachte und schüttelte den Kopf.
„Dann bleib eben bei deinem Apfelmus!“
Alex lachte erleichtert und biss wieder in seinen eigenen Pancake.
Wir aßen und lachten noch ziemlich lange, der Teig reichte für drei weitere Pancakes, die wir zu Schichten zusammen klebten und als Pfannenkuchentorte aßen.
„Ich glaub, ich muss mich gleich übergeben“, murmelte ich irgendwann und sah auf den Berg aus dreckigem Geschirr vor uns.
Alex lachte.
„Zeit für einen Verdauungsspaziergang, hm? Komm her!“
Er stand auf, nahm meine Hände und zog mich hoch.
„Was machen wir mit dem Geschirr?“, fragte ich und zeigte auf den Tisch.
Alex lachte und schüttelte den Kopf.
„Lass das stehen, ich räume es morgen auf. Und jetzt komm!“
Alex zog mich, ohne meine Antwort abzuwarten, aus der Küche. <