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Ein noch nicht ganz erwachsenes, chaotisches und kreatives Hippie-Mädchen schreibt hier alles auf, was ihr gerade durch den Kopf geht :)

Dienstag, 27. September 2016

Short story #2

...nach einer wahren Begebenheit

Es war kein unbedingt auffälliger Morgen.
In Leggins und verwaschenem Pullover stehe ich in meinem chaotischen Zimmer und überlege, ob ich schon alles für meine Abreise am Mittag gepackt hatte.
Eine Telefonklingeln reißt mich aus meinen Gedanken.
Ich seufze. Wer das wohl sein wird?
Ich eile ins Büro und nehme den Hörer ab.
Meine Oma am anderen Ende der Leitung.
Sie hätte Schritte gehört.
Ich runzle die Stirn.
Schritte?
Um Gottes Willen...
Besser mal nachschauen gehen.
Hastig gehe ich nach unten, ziehe schnell Stiefel und Jacke an und eile dann ein Haus weiter.
Der Garten ist ruhig und ich lächle, ein recht idyllischer Morgen. Bisher.
Ohne mir großartig Gedanken zu machen betrete ich das Haus meiner Großeltern, gehe zum Wohnzimmer und begrüße meine Oma, die ganz ängstlich in ihrem Sessel sitzt.
Es wären eindeutig Schritte gewesen, meint sie, blickt dabei ein wenig panisch umher.
Ich seufze wieder uns streiche ihr beruhigend über den Arm.
Keine Sorge, das wird wohl nur Einbildung gewesen sein. Ich hoffe, diese Worte beruhigen sie zumindest ein wenig.
Nichtsdestotrotz gehe ich durch die Küchentür hinaus in den Flur.
Sehe mich um.
Lausche kurz.
Keine Menschenseele zu erahnen.
Ich gehe nicht die Treppe hinauf. Dummheit? Oder Glück?
Zurück ins Wohnzimmer.
Hier ist niemand, zumindest kann ich keinen sehen oder hören, erkläre ich.
Oma nickt.
Ob sie doch nur geträumt hat, fragt sie sich, und schickt mich dann wieder runter.
Ich nicke, streiche ihr noch einmal über den Arm und mache mich auf den Weg nach Hause.
Ich öffne die Tür, trete einen Schritt nach draußen und will gerade die Treppe hinunter stetigen, da stocke ich.
Mein Blick wandert nach oben und mir fällt die Kinnlade hinunter.
Zwei Beine, die sich über die Brüstung des Balkons in fast vier Metern Höhe schwingen.
Jeans, dunkle Jeans, tief sitzend, den Rand einer Boxershorts.
Dann einen flachen Bauch.
Behandschuhte Hände, die nun Halt suchend an der Brüsting entlang tasten.
Mir fällt die Kinnlade hinunter.
Ähm.
Was?
Ich stammle vor mich hin.
Sein Blick begegnet meinem.
Er erschreckt, ich bin lediglich perplex.
Völlig regungslos überlege ich, wann mein Leben angefangen hat, einem schlechten Krimi zu gleichen.
Nun natürlich panisch lässt sich der Kerl im dunklen Kapuzenpulli den Pfosten am Balkon hinunter, halb gleitend, hab fallend.
Kommt auf dem Boden auf und rennt davon, Richtung Hauptstraße.
Ich starre ihm nach.
Versuche mir ein paar seiner Merkmale einzuprägen.
Starre immer noch zur Stelle, an welcher er sich gerade hinunter gehangelt hatte.
Und renne dann zurück zu meiner Oma ins Wohnzimmer.
Mit einem lächerlichen Unterton erzähle ich ihr, was ich gerade beobachten konnte.
Sie atmet schwer.
Die Polizei regelt den Rest.

Montag, 5. September 2016

The modern days #49

> Als ich heute Morgen aufwachte, war der Platz neben mir im Bett leer. War Alex schon wieder in irgendwelche Gespräche vertieft, bei denen ich nicht dabei sein durfte?
Ich runzelte die Stirn, stand auf und machte mich schnell fertig.
Ich ging aus dem Zimmer und lief den Gang nach vorne. Den Dauergeruch von Gras, der mir entgegenschlug, war ich mittlerweile schon gewohnt…
David kam im selben Moment aus seinem Zimmer gestolpert, überrascht sah er zu mir auf.
„Oh, Alice, hallo…“, murmelte er und versuchte schnell den Blick wieder abzuwenden.
Ich runzelte wieder die Stirn.
Das war das erste Mal, dass er mich nicht Sugar nannte oder mich kokett angrinste.
Was läuft hier falsch?
„Ähm, hallo“, erwiderte ich und wollte weitergehen, doch David hielt mich zurück.
Erst jetzt konnte ich ihn richtig ansehen; ich bemerkte, dass ein Veilchen sein linkes Auge zierte.
„Alice tut mir leid falls ich dich irgendwie bedrängt habe, okay? Ich wollte dir nicht zu nahetreten! Weder mit dem Kuss, noch mit der Fragerei…“, murmelte er, ließ mich dann sofort los und verschwand zurück in seinem Zimmer.
Mir fiel die Kinnlade hinunter.
Was.passiert.hier?
Total verwirrt setzte ich meinen Weg in Richtung Gemeinschaftsraum fort.
Im Wohnzimmer traf ich dann auch endlich auf Alex, der sich mit Tanja stritt.
Ich verstand nicht, worum es ging; doch als ich bei ihnen ankam, verstummten beide.
Na super, hier läuft wirklich etwas hinter meinem Rücken und Alex wollte es mir anscheinend nicht freiwillig sagen…
„Oh Alice, schon wach?“, fragte er mit gespielter Freundlichkeit und verscheuchte Tanja mit einer flüchtigen Handbewegung – die ich natürlich ebenfalls mitbekam.
Ich runzelte die Stirn.
„Sag mal, ist irgendwas los? Ich habe das Gefühl, dass du irgendwas tust, was ich nicht mitbekommen soll!“, meinte ich, und war überrascht, dass ich doch solch direkte Worte gewählt hatte.
Alex seufzte, fuhr sich durch die Haare und schaute sich suchend um.
Dann nahm er meine Hand und zog mich in die Küche.
Tanja war nicht da.
Alex sah zum Fenster, lief ein bisschen hin und her und seufzte erneut.
Ich rollte mit den Augen.
„Also…?“, begann ich, er unterbrach mich aber sofort.
„Okay hör zu: Ich… ich habe versucht, etwas über Amelia herauszubekommen!“, murmelte Alex, ich runzelte die Stirn.
„Ähm ja, deswegen sind wir schließlich hier, oder nicht?“, erwiderte ich, mit leichter Belustigung in meinem Ton. Alex seufzte, zum dritten Mal!
„Nein, also ja; natürlich sind wir deswegen hier! Aber ich wollte die anderen eben… wie nenn ich es am besten… zu dem Fall ein bisschen interviewen!“
„Du hast sie ausgequetscht, oder was?“, hakte ich nach, Alex verdrehte die Augen und nickte.
„Na ja, so wollte ich es nicht nennen, aber du hast Recht…“
Ich nickte und rieb mir über die Arme. Auf einmal war mir sehr kalt. Gänsehaut bereitete sich auf meinem ganzen Körper auf, ich spürte, wie sich die feinen Härchen auf meiner Haut aufstellten.
„Und hast du etwas herausbekommen?“, wollte ich wisse; Alex nickte und setzte zu einer Antwort an.
Doch da flog die Tür zur Küche auf und Boss platzte herein.
Mein Herzschlag setzte einen Moment aus, dennoch schaffte ich es, einen Schrei zu unterdrücken.
Boss grinste ekelhaft.
„Ach, meine Turteltäubchen, endlich finde ich euch. Ich habe einen Auftrag für euch! Und da mein kleines Biest ihren ersten Deal so hervorragend bewältigt hat, ist sie mehr als bereit dafür!“
Er überreichte mir ein Päckchen und hielt dabei meine Hand definitiv zu lange in seiner.
Schnell zog ich sie weg und drehte mich zu Alex. Der las sich den Zettel auf dem Paket durch.
„Du verlangst von uns, in einem Kindergarten zu dealen? Das ist absolut krank!“, rief er dann mit weit aufgerissenen Augen.
Boss brummte.
„Hey, Kunde ist Kunde! Ganz egal, was er macht. Der Typ arbeitet eben im Kindergarten, was kann ich denn dafür, wenn er gerne so kleine Gören betreut?“
Er drückte Alex einen Autoschlüssel in die Hand.
„Bringt ihm das. Du bist doch auch so ein Kinderfreund, ihr werdet euch verstehen. Die Adresse steht auf dem Päckchen, und jetzt verschwindet!“
Perplex sah ich Alex an, als Boss sich verabschiedet hatte und draußen durch eine der Türen verschwunden war.
„Das ist echt total abartig hier!“, sagte ich, Alex zuckte mit den Schultern.
„Ich kenne es nicht anders. Und was willst du groß von Drogendealern erwarten? Lass uns gehen!“, meinte er trocken und zog mich mit nach unten, zu den Garagen.
Der Schlüssel gehörte zu einem nachtschwarzen Audi Q7, Alex hielt mir den Schlüssel entgegen.
„Hast du Lust zu fahren? Ich bin so derbe müde!“, murmelte er, ich zuckte mit den Schultern.
„Klar.“
Wir stiegen ein und ich gab die Adresse des Kindergartens in das Navigationsgerät ein.
Er war – welche ein Wunder – nicht weit entfernt und wir hatten keine fünf Minuten gebraucht.
„Okay… und wie wollen wir das eigentlich anstellen? Gibt’s da irgendeine plausible Geschichte, die wir den Mitarbeitern erzählen können und sagen wir einfach gerade heraus, dass wir eine Lieferung an einen gewissen Florian haben?“, wollte ich wissen, als ich geparkt hatte und wir ausgestiegen waren.
Alex grinste mich an.
„Na ja, so offensichtlich können wir das nicht machen. Hast du denn eine Idee?“, fragte er, ich musste lachen.
Zeit ein wenig meiner Kreativität ins Spiel zu bringen.
„Eventuell. Spiel einfach mit!“, meinte ich und nahm Alexanders Hand.
Er schaute überrascht auf unsere verkreuzten Finger, nahm das aber schulterzuckend hin und begleitete mich händchenhaltend in das Gebäude.
„Der Kunde arbeitet in der Regenbogen Gruppe!“, murmelte Alex leise, ich nickte.
Zusammen liefen wir den Gang nach vorne, auf eine kunterbunt beklebte Tür zu.
Diese ging auf einmal auf und eine junge Frau lief auf uns zu.
„Guten Tag. Was macht ein junges Pärchen wie sie hier? Kann ich ihnen helfen?“, wollte sie wissen, ich setzte mein herzlichstes Lächeln auf.
„Ebenfalls guten Tag. Und ja, es wäre ganz lieb, wenn sie uns kurz helfen könnten. Mein Mann und ich suchen einen Platz hier im Kindergarten für unseren Sohn. Wir wollten uns hier mal umsehen, ob das für unser Baby was wäre, nicht wahr, Schatz?“, fragte ich und sah mit klimpernden Wimpern zu Alex.
Der schien kurz überrumpelt, fasste sich aber wieder und nickte lächelnd.
Dann legte er seinen rechten Arm um meine Taille und zog mich näher an sich.
„Ja, wissen sie, unser Kleiner ist sehr aufgeweckt, hat er von seiner bildhübschen Mama geerbt!“, fügte er hinzu, ich wurde augenblicklich rot und winkte ab.
Die Frau lächelte herzlich.
„Ach, wir freuen uns über jedes neue Kind! Hören sie, gehen sie am besten zu Florian, da vorne in der Regenbogengruppe. Der kennt sich am besten mit den freien Plätzen hier aus, okay?“, bat sie uns, ich nickte lächelnd.
„Natürlich, vielen Dank!“
Die Frau verschwand den Gang hinunter, Alex seufzte und ließ seine Hand wieder von meiner Taille rutschen.
„Na dann lass uns gehen!“, meinte ich aufmunternd.
Alex grinste.
„Alles klar, Schatz!“, erwiderte er schmunzelnd.
Ich verdrehte nur die Augen.
Dann gingen wir vor zur Regenbogengruppe und traten ein.
Überall wuselten kleine Kinder herum, irgendwo im Hintergrund lief Musik von Rolf Zuckowski und ich sah einen Fußball auf mich zu fliegen, der meinen Kopf nur knapp verfehlte.
Ich quiekte verschreckt.
Dann kam ein Junge auf uns zu gerannt und sah zu uns auf.
„Entschuldige, dass ich dich fast getroffen hab! Was macht ihr hier?“, fragte er ganz neugierig, ich lächelte.
„Wir sind auf der Suche nach Florian!“, erwiderte ich, Alex nickte bekräftigend.
„Soll ich den mal holen gehen?“, fragte der Junge daraufhin.
„Das wäre sehr lieb von dir!“, meinte Alex lächelnd, der Junge nickte eifrig und rannte dann davon.
Alex und ich setzten uns daraufhin auf eine kleine Bank neben uns.
Der Junge war in Windeseile wieder zurückgekehrt und belagerte uns nun.
„Flo kommt gleich, der ist noch Hände waschen!“
Er grinste uns an.
„Seid ihr Freunde von Florian?“, fragte er, ich seufzte und nickte.
„So in etwa!“
Alex krempelte gedankenverloren seine Ärmel hoch, der Junge riss erschrocken die Augen auf.
Dann rannte er wieder davon und Alex sah verwirrt zu mir.
„Glaubst du, er hat Angst vor...“, fing er an, doch wurde sofort unterbrochen.
Der kleine Junge kam nämlich zurück, mit einem nassen Handtuch in der Hand.
Dann setzte er sich vor Alex und begann, mit dem Tuch auf seinem Arm herumzurubbeln.
Alex sah vollkommen verwirrt zu dem kleinen Kerl.
„Boah was hast du denn für einen Stift benutzt? Der ist ganz schön stark...“, meinte dieser, woraufhin Alex dann anfing zu lachen.
Er schüttelte den Kopf.
„Oh, hey, das ist keine Malerei in dem Sinne. Das geht nicht so leicht weg...“ <

Sonntag, 4. September 2016

Alles paletti ☺ Teil 3

Hallo ihr da draußen,

endlich endlich kann ich euch das fertige Werk vorstellen!

Nach dem Streichen und nochmal Streichen und Übereinanderstapeln waren wir nun bereit für den letzten Schritt: Auflagen suchen!
Ehrlich gesagt ist es gar nicht so leicht, für Paletten Sitzkissen zu finden, da nichts so wirklich den Maßen entsprechen will... Zwar gibt es mittlerweile sogar auf Paletten zugeschnitte Sitzkissen, allerdings entsprach das weder farblich noch preislich unseren Vorstellungen!
Unser Fund war dann auch eher zufällig.
Auf der Suche nach anderen Sachen haben wir Kindermatratzen gefunden, die zwar nicht so tief, aber genauso lang wie eine Palette waren. Und da es dafür auch passende Überzüge gab, haben wir gleich zugegriffen! Den restlichen Platz haben wir mit Kissen als Rückenlehne ausgefüllt - aber seht selbst:






Ich hoffe, euch hat unser kleines großes DIY Projekt gut gefallen:)

Eure Mademoiselle