Was findest du hier?

Ein noch nicht ganz erwachsenes, chaotisches und kreatives Hippie-Mädchen schreibt hier alles auf, was ihr gerade durch den Kopf geht :)

Freitag, 9. Dezember 2016

Hengstin! - my mind

Hallo da draußen,

ach ja, ich weiß, ich habe schon Ewigkeiten keinen Post mehr veröffentlicht.
Tut mir auch sehr leid, bin nur gerade viel mit meinem neuen Studium beschäftigt!

Jetzt aber zum eigentlich Post.
Hengstin. Dieses Wort ist einigen von euch eventuell seit der Veröffentlichung von Jennifer Rostocks neuem Song bekannt.
Und seitdem hagelt es ja Kritik ohne Ende!
Wer den Song einmal hören möchte, klickt kurz hier!

Es gab ja eine riesen Diskussion um den Titel, also das Wort Hengstin.
Ja natürlich heißt es eigentlich Stute, das ist uns allen klar. Aber Hengstin hat eine klare Message: Stute impliziert das genaue Gegenteil eines Hengst, sprich, eine Frau ist genau das Gegenteil eines Mannes. "Ich bin kein Herdentier, nur weil ich kein Hengst bin". Mit Hengstin ist die Frau nämlich auf exakt selber Ebene wie ein Hengst, einem Mann! Sie ergänzt ihn nicht, nein, sie ist ein Individuum für sich.
Leute, das ist die Message, deswegen heißt der Titel nicht Stute!

Und weil sich viele darüber aufregen, dass Jennifer Weist in dem Video des Öfteren leicht bis gar nicht bekleidet auftritt: Chillt! In allen anderen Videos wäre das okay, aber in einem feministisch-emanzipatorisch angehauchten Video geht das natürlich nicht, neeein auf keinen Fall.
Kommt schon Leute, sie hat einen guten Body, den möchte sie zeigen und damit sollte keiner ein Problem haben. Auch ein Punkt in ihrem Song: "ich glaube nicht, dass mein Körper deine Sache ist". Also, Thema abgeschlossen, würde ich sagen!

Eure Mademoiselle

Mittwoch, 9. November 2016

The modern days #50

> Der Junge brauchte noch ein wenig länger, bis Alex es ihm begreiflich gemacht hatte, dass die schwarzen Linien auf seinem Arm ein wenig länger haften würden wie gewöhnlicher Edding.
Doch schließlich war Bastelstunde angesagt und der kleine Kerl verabschiedete sich.
In jenem Moment kam auch besagter Florian zu uns.
Ich erkannte ihn sofort – blutunterlaufene Augen, total abgemagert. Genau so stellte man sich doch einen Drogenjunkie vor, oder nicht?
Alex und ich erhoben uns, ich räusperte mich.
„Schön, dass es endlich Winter wird“, meinte ich mit ernster Stimme, Florian nickte bedächtig.
„Ja, denn ich liebe Schnee!“, erwiderte er leise.
Alex nickte.
Diese Sätze waren die Erkennungszeichen der Funk in diesem Monat. Wir hatten also tatsächlich gleich den Richtigen erwischt.
Florian machte eine Kopfbewegung nach rechts, um uns zu bedeuten, mitzukommen.
Wir folgten ihm aus dem Raum heraus, selbst aus dem Gebäude bis hin zum kleinen, verlassenen Parkplatz auf dem lediglich drei Autos – unseres ausgenommen – standen.
„Also… habt ihr alles?“, fragte Flo und trat dabei nervös von einem Fuß auf den andern.
Alex nickte ernst, doch er bemühte sich nicht, das Päckchen heraus zu holen.
Florian wurde wütend.
„Ja was ist denn jetzt? Ihr seid doch extra gekommen um zu dealen oder nicht?“, keifte er uns an, ich wich möglichst unmerklich einen kleinen Schritt zurück.
Alex baute sich vor Florian auf.
„Wir haben das Zeugs. Und du wirst es auch kriegen. Aber verdammt – das hier ist ein Kindergarten! Wenn auch nur eines der Kinder hier sieht was du treibst oder etwas von diesem Dreckszeugs in die Hände bekommt, dann werde ich dich eigenhändig umbringen!“, erklärte er mit solch scharfer Stimme, dass selbst mir etwas mulmig wurde.
Aber ich konnte ihn verstehen. Er bezog das ganze hier auf Nic und ihn. Kein Kind sollte schlimme Erfahrungen machen müssen, und Alex wusste, wie schwer es war, eine solche Beziehung wahrheitsbasiert zu führen.
Florian rollte nur mit den Augen.
Dann streckte er fordernd die Hand aus und winke zu sich.
„Halt mir keine Reden, davon kriegt schon niemand was mit. Her jetzt damit. Ich bezahl es ja auch!“, meinte er.
Alex seufzte, kramte das kleine Päckchen aus seiner Hosentasche und überreichte es – mit deutlichem Widerwillen – dem Kunden.
Ich seufzte ebenfalls, aber vor Erleichterung.
Flo drückte uns ein paar Geldscheine in die Hand und sprintete dann zurück in das Kindergartengebäude.
Ich drehte mich zu Alex um, der wütend die Fäuste geballt hatte.
Ich biss mir auf die Lippe, ging auf ihn zu und löste seine gekrampften Finger, sodass ich meine mit den seinen verkreuzen konnte.
„Komm. Hauen wir ab!“
Alex ließ sich mitziehen und setzte sich total bekümmert auf den Beifahrersitz.
Gerade, als ich den Motor starten wollte, schnaubte er.
„Alice, ich kann diesen Scheiß nicht mehr lange mitmachen. Ganz ehrlich, dieses Kapitel in meinem Leben sollte schon längst vorüber sein – diese ganzen Deals reißen nur alte Wunden auf. Wir müssen einfach so schnell wie möglich herausfinden, was mit deiner Schwester passiert ist. Und dann, so leid es mir für manche tut, gehört dieser Fall der Polizei übergeben“ <

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Das Abi ist zu leicht! - my mind

Hallo ihr da draußen,

Das Abitur ist zu leicht - so oder so ähnlich stand es letzt in der Zeitung.
Ich habe, als ich das gelesen hatte, dezent versucht, nicht einem Wutausbruch zu verfallen.
Wer hat das geschrieben? Ich wette, es waren irgendwelche hoch intellektuellen, weltfremden, konservativ denkenden Manner, die seit ca 50 Jahren die Schule abgeschlossen haben.
Soooooooo.
Ich bin sehr sehr kritisch eingestellt, was unser Schulsystem betrifft, da ich denke, es ist völlig überholt.
Lehrer sind nur daran interessiert, ihren Stoff durchzubringen und möglichst gute Noten aus ihren Schülern heraus zu pressen.
Sie nennen sich alle Pädagogen, aber das sind sie zu 90% einfach nicht.
Und dann ist der ganze Stoff einfach nur Theorie orientiert. Ich meine, wenn man sogar in Sport Klausuren schreibt, läuft doch irgendwas falsch!
Der Behauptung, das Abitur sei zu leicht, kann ich - eine Abiturientin vorherigen Jahres - überhaupt nicht zustimmen.
Die Statistik zeigt: es gibt sehr sehr viele Leute, die das Abi mit 1,9 und besser bestehen.
Keine Frage, die sind zu gut, das Abi zu leicht, es muss sich was ändern!
Oh und wie ironisch das war.
Es muss sich ganz klar was ändern, aber am Schulsystem.
Meiner Meinung nach sollte Bildungspolitik auch nicht mehr Bildungsföderalismus sein. Sprich: jedes Bundesland sollte die selben Standards haben, was Schule betrifft.
Sehr inspirierende Worte dazu auch von diesem jungen Herrn hier. ( https://youtu.be/HAaaQWbnO8Y)

Eure Mademoiselle

Dienstag, 27. September 2016

Short story #2

...nach einer wahren Begebenheit

Es war kein unbedingt auffälliger Morgen.
In Leggins und verwaschenem Pullover stehe ich in meinem chaotischen Zimmer und überlege, ob ich schon alles für meine Abreise am Mittag gepackt hatte.
Eine Telefonklingeln reißt mich aus meinen Gedanken.
Ich seufze. Wer das wohl sein wird?
Ich eile ins Büro und nehme den Hörer ab.
Meine Oma am anderen Ende der Leitung.
Sie hätte Schritte gehört.
Ich runzle die Stirn.
Schritte?
Um Gottes Willen...
Besser mal nachschauen gehen.
Hastig gehe ich nach unten, ziehe schnell Stiefel und Jacke an und eile dann ein Haus weiter.
Der Garten ist ruhig und ich lächle, ein recht idyllischer Morgen. Bisher.
Ohne mir großartig Gedanken zu machen betrete ich das Haus meiner Großeltern, gehe zum Wohnzimmer und begrüße meine Oma, die ganz ängstlich in ihrem Sessel sitzt.
Es wären eindeutig Schritte gewesen, meint sie, blickt dabei ein wenig panisch umher.
Ich seufze wieder uns streiche ihr beruhigend über den Arm.
Keine Sorge, das wird wohl nur Einbildung gewesen sein. Ich hoffe, diese Worte beruhigen sie zumindest ein wenig.
Nichtsdestotrotz gehe ich durch die Küchentür hinaus in den Flur.
Sehe mich um.
Lausche kurz.
Keine Menschenseele zu erahnen.
Ich gehe nicht die Treppe hinauf. Dummheit? Oder Glück?
Zurück ins Wohnzimmer.
Hier ist niemand, zumindest kann ich keinen sehen oder hören, erkläre ich.
Oma nickt.
Ob sie doch nur geträumt hat, fragt sie sich, und schickt mich dann wieder runter.
Ich nicke, streiche ihr noch einmal über den Arm und mache mich auf den Weg nach Hause.
Ich öffne die Tür, trete einen Schritt nach draußen und will gerade die Treppe hinunter stetigen, da stocke ich.
Mein Blick wandert nach oben und mir fällt die Kinnlade hinunter.
Zwei Beine, die sich über die Brüstung des Balkons in fast vier Metern Höhe schwingen.
Jeans, dunkle Jeans, tief sitzend, den Rand einer Boxershorts.
Dann einen flachen Bauch.
Behandschuhte Hände, die nun Halt suchend an der Brüsting entlang tasten.
Mir fällt die Kinnlade hinunter.
Ähm.
Was?
Ich stammle vor mich hin.
Sein Blick begegnet meinem.
Er erschreckt, ich bin lediglich perplex.
Völlig regungslos überlege ich, wann mein Leben angefangen hat, einem schlechten Krimi zu gleichen.
Nun natürlich panisch lässt sich der Kerl im dunklen Kapuzenpulli den Pfosten am Balkon hinunter, halb gleitend, hab fallend.
Kommt auf dem Boden auf und rennt davon, Richtung Hauptstraße.
Ich starre ihm nach.
Versuche mir ein paar seiner Merkmale einzuprägen.
Starre immer noch zur Stelle, an welcher er sich gerade hinunter gehangelt hatte.
Und renne dann zurück zu meiner Oma ins Wohnzimmer.
Mit einem lächerlichen Unterton erzähle ich ihr, was ich gerade beobachten konnte.
Sie atmet schwer.
Die Polizei regelt den Rest.

Montag, 5. September 2016

The modern days #49

> Als ich heute Morgen aufwachte, war der Platz neben mir im Bett leer. War Alex schon wieder in irgendwelche Gespräche vertieft, bei denen ich nicht dabei sein durfte?
Ich runzelte die Stirn, stand auf und machte mich schnell fertig.
Ich ging aus dem Zimmer und lief den Gang nach vorne. Den Dauergeruch von Gras, der mir entgegenschlug, war ich mittlerweile schon gewohnt…
David kam im selben Moment aus seinem Zimmer gestolpert, überrascht sah er zu mir auf.
„Oh, Alice, hallo…“, murmelte er und versuchte schnell den Blick wieder abzuwenden.
Ich runzelte wieder die Stirn.
Das war das erste Mal, dass er mich nicht Sugar nannte oder mich kokett angrinste.
Was läuft hier falsch?
„Ähm, hallo“, erwiderte ich und wollte weitergehen, doch David hielt mich zurück.
Erst jetzt konnte ich ihn richtig ansehen; ich bemerkte, dass ein Veilchen sein linkes Auge zierte.
„Alice tut mir leid falls ich dich irgendwie bedrängt habe, okay? Ich wollte dir nicht zu nahetreten! Weder mit dem Kuss, noch mit der Fragerei…“, murmelte er, ließ mich dann sofort los und verschwand zurück in seinem Zimmer.
Mir fiel die Kinnlade hinunter.
Was.passiert.hier?
Total verwirrt setzte ich meinen Weg in Richtung Gemeinschaftsraum fort.
Im Wohnzimmer traf ich dann auch endlich auf Alex, der sich mit Tanja stritt.
Ich verstand nicht, worum es ging; doch als ich bei ihnen ankam, verstummten beide.
Na super, hier läuft wirklich etwas hinter meinem Rücken und Alex wollte es mir anscheinend nicht freiwillig sagen…
„Oh Alice, schon wach?“, fragte er mit gespielter Freundlichkeit und verscheuchte Tanja mit einer flüchtigen Handbewegung – die ich natürlich ebenfalls mitbekam.
Ich runzelte die Stirn.
„Sag mal, ist irgendwas los? Ich habe das Gefühl, dass du irgendwas tust, was ich nicht mitbekommen soll!“, meinte ich, und war überrascht, dass ich doch solch direkte Worte gewählt hatte.
Alex seufzte, fuhr sich durch die Haare und schaute sich suchend um.
Dann nahm er meine Hand und zog mich in die Küche.
Tanja war nicht da.
Alex sah zum Fenster, lief ein bisschen hin und her und seufzte erneut.
Ich rollte mit den Augen.
„Also…?“, begann ich, er unterbrach mich aber sofort.
„Okay hör zu: Ich… ich habe versucht, etwas über Amelia herauszubekommen!“, murmelte Alex, ich runzelte die Stirn.
„Ähm ja, deswegen sind wir schließlich hier, oder nicht?“, erwiderte ich, mit leichter Belustigung in meinem Ton. Alex seufzte, zum dritten Mal!
„Nein, also ja; natürlich sind wir deswegen hier! Aber ich wollte die anderen eben… wie nenn ich es am besten… zu dem Fall ein bisschen interviewen!“
„Du hast sie ausgequetscht, oder was?“, hakte ich nach, Alex verdrehte die Augen und nickte.
„Na ja, so wollte ich es nicht nennen, aber du hast Recht…“
Ich nickte und rieb mir über die Arme. Auf einmal war mir sehr kalt. Gänsehaut bereitete sich auf meinem ganzen Körper auf, ich spürte, wie sich die feinen Härchen auf meiner Haut aufstellten.
„Und hast du etwas herausbekommen?“, wollte ich wisse; Alex nickte und setzte zu einer Antwort an.
Doch da flog die Tür zur Küche auf und Boss platzte herein.
Mein Herzschlag setzte einen Moment aus, dennoch schaffte ich es, einen Schrei zu unterdrücken.
Boss grinste ekelhaft.
„Ach, meine Turteltäubchen, endlich finde ich euch. Ich habe einen Auftrag für euch! Und da mein kleines Biest ihren ersten Deal so hervorragend bewältigt hat, ist sie mehr als bereit dafür!“
Er überreichte mir ein Päckchen und hielt dabei meine Hand definitiv zu lange in seiner.
Schnell zog ich sie weg und drehte mich zu Alex. Der las sich den Zettel auf dem Paket durch.
„Du verlangst von uns, in einem Kindergarten zu dealen? Das ist absolut krank!“, rief er dann mit weit aufgerissenen Augen.
Boss brummte.
„Hey, Kunde ist Kunde! Ganz egal, was er macht. Der Typ arbeitet eben im Kindergarten, was kann ich denn dafür, wenn er gerne so kleine Gören betreut?“
Er drückte Alex einen Autoschlüssel in die Hand.
„Bringt ihm das. Du bist doch auch so ein Kinderfreund, ihr werdet euch verstehen. Die Adresse steht auf dem Päckchen, und jetzt verschwindet!“
Perplex sah ich Alex an, als Boss sich verabschiedet hatte und draußen durch eine der Türen verschwunden war.
„Das ist echt total abartig hier!“, sagte ich, Alex zuckte mit den Schultern.
„Ich kenne es nicht anders. Und was willst du groß von Drogendealern erwarten? Lass uns gehen!“, meinte er trocken und zog mich mit nach unten, zu den Garagen.
Der Schlüssel gehörte zu einem nachtschwarzen Audi Q7, Alex hielt mir den Schlüssel entgegen.
„Hast du Lust zu fahren? Ich bin so derbe müde!“, murmelte er, ich zuckte mit den Schultern.
„Klar.“
Wir stiegen ein und ich gab die Adresse des Kindergartens in das Navigationsgerät ein.
Er war – welche ein Wunder – nicht weit entfernt und wir hatten keine fünf Minuten gebraucht.
„Okay… und wie wollen wir das eigentlich anstellen? Gibt’s da irgendeine plausible Geschichte, die wir den Mitarbeitern erzählen können und sagen wir einfach gerade heraus, dass wir eine Lieferung an einen gewissen Florian haben?“, wollte ich wissen, als ich geparkt hatte und wir ausgestiegen waren.
Alex grinste mich an.
„Na ja, so offensichtlich können wir das nicht machen. Hast du denn eine Idee?“, fragte er, ich musste lachen.
Zeit ein wenig meiner Kreativität ins Spiel zu bringen.
„Eventuell. Spiel einfach mit!“, meinte ich und nahm Alexanders Hand.
Er schaute überrascht auf unsere verkreuzten Finger, nahm das aber schulterzuckend hin und begleitete mich händchenhaltend in das Gebäude.
„Der Kunde arbeitet in der Regenbogen Gruppe!“, murmelte Alex leise, ich nickte.
Zusammen liefen wir den Gang nach vorne, auf eine kunterbunt beklebte Tür zu.
Diese ging auf einmal auf und eine junge Frau lief auf uns zu.
„Guten Tag. Was macht ein junges Pärchen wie sie hier? Kann ich ihnen helfen?“, wollte sie wissen, ich setzte mein herzlichstes Lächeln auf.
„Ebenfalls guten Tag. Und ja, es wäre ganz lieb, wenn sie uns kurz helfen könnten. Mein Mann und ich suchen einen Platz hier im Kindergarten für unseren Sohn. Wir wollten uns hier mal umsehen, ob das für unser Baby was wäre, nicht wahr, Schatz?“, fragte ich und sah mit klimpernden Wimpern zu Alex.
Der schien kurz überrumpelt, fasste sich aber wieder und nickte lächelnd.
Dann legte er seinen rechten Arm um meine Taille und zog mich näher an sich.
„Ja, wissen sie, unser Kleiner ist sehr aufgeweckt, hat er von seiner bildhübschen Mama geerbt!“, fügte er hinzu, ich wurde augenblicklich rot und winkte ab.
Die Frau lächelte herzlich.
„Ach, wir freuen uns über jedes neue Kind! Hören sie, gehen sie am besten zu Florian, da vorne in der Regenbogengruppe. Der kennt sich am besten mit den freien Plätzen hier aus, okay?“, bat sie uns, ich nickte lächelnd.
„Natürlich, vielen Dank!“
Die Frau verschwand den Gang hinunter, Alex seufzte und ließ seine Hand wieder von meiner Taille rutschen.
„Na dann lass uns gehen!“, meinte ich aufmunternd.
Alex grinste.
„Alles klar, Schatz!“, erwiderte er schmunzelnd.
Ich verdrehte nur die Augen.
Dann gingen wir vor zur Regenbogengruppe und traten ein.
Überall wuselten kleine Kinder herum, irgendwo im Hintergrund lief Musik von Rolf Zuckowski und ich sah einen Fußball auf mich zu fliegen, der meinen Kopf nur knapp verfehlte.
Ich quiekte verschreckt.
Dann kam ein Junge auf uns zu gerannt und sah zu uns auf.
„Entschuldige, dass ich dich fast getroffen hab! Was macht ihr hier?“, fragte er ganz neugierig, ich lächelte.
„Wir sind auf der Suche nach Florian!“, erwiderte ich, Alex nickte bekräftigend.
„Soll ich den mal holen gehen?“, fragte der Junge daraufhin.
„Das wäre sehr lieb von dir!“, meinte Alex lächelnd, der Junge nickte eifrig und rannte dann davon.
Alex und ich setzten uns daraufhin auf eine kleine Bank neben uns.
Der Junge war in Windeseile wieder zurückgekehrt und belagerte uns nun.
„Flo kommt gleich, der ist noch Hände waschen!“
Er grinste uns an.
„Seid ihr Freunde von Florian?“, fragte er, ich seufzte und nickte.
„So in etwa!“
Alex krempelte gedankenverloren seine Ärmel hoch, der Junge riss erschrocken die Augen auf.
Dann rannte er wieder davon und Alex sah verwirrt zu mir.
„Glaubst du, er hat Angst vor...“, fing er an, doch wurde sofort unterbrochen.
Der kleine Junge kam nämlich zurück, mit einem nassen Handtuch in der Hand.
Dann setzte er sich vor Alex und begann, mit dem Tuch auf seinem Arm herumzurubbeln.
Alex sah vollkommen verwirrt zu dem kleinen Kerl.
„Boah was hast du denn für einen Stift benutzt? Der ist ganz schön stark...“, meinte dieser, woraufhin Alex dann anfing zu lachen.
Er schüttelte den Kopf.
„Oh, hey, das ist keine Malerei in dem Sinne. Das geht nicht so leicht weg...“ <

Sonntag, 4. September 2016

Alles paletti ☺ Teil 3

Hallo ihr da draußen,

endlich endlich kann ich euch das fertige Werk vorstellen!

Nach dem Streichen und nochmal Streichen und Übereinanderstapeln waren wir nun bereit für den letzten Schritt: Auflagen suchen!
Ehrlich gesagt ist es gar nicht so leicht, für Paletten Sitzkissen zu finden, da nichts so wirklich den Maßen entsprechen will... Zwar gibt es mittlerweile sogar auf Paletten zugeschnitte Sitzkissen, allerdings entsprach das weder farblich noch preislich unseren Vorstellungen!
Unser Fund war dann auch eher zufällig.
Auf der Suche nach anderen Sachen haben wir Kindermatratzen gefunden, die zwar nicht so tief, aber genauso lang wie eine Palette waren. Und da es dafür auch passende Überzüge gab, haben wir gleich zugegriffen! Den restlichen Platz haben wir mit Kissen als Rückenlehne ausgefüllt - aber seht selbst:






Ich hoffe, euch hat unser kleines großes DIY Projekt gut gefallen:)

Eure Mademoiselle

Samstag, 27. August 2016

Nizza 2.0 - my mind

Hallo ihr da draußen,

dieser Post dreht sich erneut um Nizza. Aber nicht um einen Terroroanschlag, sondern um das eine Bild, worüber die Welt momentan diskutiert: Eine Frau im Burkini ist von ein paar Polizisten umgeben und zieht sich aus - ob freiwillig oder nicht, ist bisher ungeklärt.
Das entfacht natürlich diese ganze Burkini - Burka - Hijab - Verbot - Toleranz - Diskussion hier in Deutschland.
Und was ich dazu sage? Also so schwer habe ich mich noch nie mit einem Thema getan...
Hier meine inneren Konflikte:
1. Ich bin der Meinung, jeder Mensch soll tragen dürfen, was er will. Vor allem Frauen sollte man mal in Ruhe mit dem Thema lassen. Ständig wird einem gesagt, das ist zu lang, das ist zu kurz, hier sieht man zu viel, hier sieht man zu wenig. Geht euch das was an? Nö.
2. Jetzt kommt das Aber: die Verschleierung ist in meinen Augen meistens von Männern aufgedrängt. Ich selbst würde mich nie freiwillig in so ein Teil reinzwängen, vor allem nicht bei momentanen 30 Grad im Schatten.
Ist die Burka jetzt ein  Gleichberechtigungskiller à la Mittelalter Motto, meine Frau, mein Besitz?

Leute, was meint ihr dazu?
Bin gespannt auf eure Meinung.
Eure Mademoiselle

Mittwoch, 10. August 2016

Alles paletti ☺ Teil 2

Hallo ihr da draußen,

endlich geht's weiter mit den Palettenmöbeln!
Das Schleifen war anstrengender als gedacht, weshalb sich alles ein wenig verzögert hat...

Aber nun geht's weiter mit Schritt Nr. 3: Streichen! Theoretisch müsst ihr die Paletten weder streichen noch lasieren oder sonst was. Neue Paletten haben ja auch an sich eine schöne Farbe und sind demnach auch gut ohne Farbe zu benutzen. Unsre Paletten allerdings sind aus der älteren Generation, haben schon einiges durchgemacht und brauchten deshalb einen neuen Anstrich:) Wir haben uns für Mahagoni entschieden, weil es zum Rest des Balkons - wo die Möbel später stehen sollen - passt. Aber eurer Kreativität ist natürlich keine Grenzen gesetzte! Du magst blass blau kariert? Go for it!
Woran ihr allerdings immer denken solltet: Falls ihr einen Boden habt, der nicht auch blass blau kariert werden soll, legt etwas drunter, denn Farbkleckse wird es geben! (Das gilt auch für hübsche Klamotten, die ihr schützen solltet)


Das müsst ihr dann natürlich bei allen Paletten machen, bzw zumindest an den Orten, wo die Farbe überhaupt sichtbar ist!

Die nächsten Schritte folgen...

Eure Mademoiselle

Ps: Sorry übrigens für die eventuell schlechte Qualität der Bilder, ich hatte nur mein Steinzeithandy zur Hand!

Freitag, 22. Juli 2016

Alles paletti ☺ Teil 1

Hallo ihr da draußen,

Mademoiselle tüftelt mit freundlicher Hilfe ihres Geliebten an einem neuen Do It Yourself Projekt!
Ich sag nur eins: Ich lieeeeebe Palettenmöbel.

Und hier nun der erste Teil der Anleitung für eine Outdoor-Couch:)

Schritt 1: hol dir Paletten. Wir haben die Paletten durch Connections praktisch umsonst bekommen. Fragt an örtlichen Firmen bzw. Baumärkten oder schaut auf ebay und Amazon, die Dinger findet man überall!






Schritt 2: abschleifen! Das unsre Paletten gebraucht sind und dementsprechend aussehen, möchten wir sie streichen. Dazu heißt es allerdings erst, die Oberfläche vorzubereiten. Wer ganz viel Lust hat, kann das manuel machen; wir waren faul und haben eine Schleifmaschine benutzt:)





Das dauert dann erst mal seine Zeit...

Weitere Schritte folgen:)
Eure Mademoiselle

Donnerstag, 21. Juli 2016

Ab mit ihrem Kopf! - my mind

Hallo ihr da draußen.

Was bitte geht gerade in der Türkei ab?
Möglicherweise inszinierter Pustschversuch?
Die Todesstrafe soll wieder eingeführt werden?

Ja. Genau so. Genau so stellt man sich doch eine funktionierende Demokratie vor, ne?

Ist klar.
Und dann möchte die Türkei aber immer noch gerne in die EU. Eigentlich sollte man meinen, die EU-Politker würden jetzt sofort einen Schlussstrich ziehen.
Aber nein.
Denn die Türkei ist im Moment ein wichtiger Partner in Sachen Flüchtlingskrise...
Ja, wie schon beim Fall Böhmermann wird Erdoǧan ganz schön... wie sag ich das jetzt freundlich?... kokettiert?
Na ja, ich sag mal, ihm wird Wimpernklimpernd nicht widersprochen, da man Angst hat, man müsse mit noch viel mehr Flüchtlingen rechnen, wenn man Mister Ego nicht jeden Wunsch von den Augen abliest.

Wohin das noch alles führt, ist und bleibt wohl derzeit ein Rätselt.
Eure Meinung?

Eure Mademoiselle

Freitag, 15. Juli 2016

The modern days #48

> Zurück im Bett war ich sofort wieder eingeschlafen.
Auch Alex hatte sich wieder an mich gekuschelt, und so dösten wir noch ein paar Stunden gemütlich vor uns hin.
Nach dem Aufstehen und Frühstück wurde ich von Boss persönlich dafür belohnt, was ich gestern Abend abgezogen hatte und bekam ein Handschlag mit den Worten: Willkommen bei der Funk, neuer Krieger.
Mir lief es eiskalt den Rücken hinunter.
Alex hatte Boss derweil böse Blicke zugeworfen und bat mich, zurück ins Zimmer zu gehen, während er noch mit ihm reden wollte.
Keine Ahnung, warum er sich seit gestern so abschottete… Aber es gefiel mir ganz und gar nicht!
Zurück auf der alten Matratze.
Mir war mega langweilig!
Unschlüssig lag ich im Bett herum und gähnte.
Der zweite Tag in der Funk war viel zu unspektakulär vorbei gegangen. Alex hatte mich nicht wieder hergebeten, nachdem er mich weggeschickt hatte. Und theoretisch hätte ich mich auch einfach auf die Suche nach ihm begeben können. Aber dann hatte mich die Angst gepackt, ich würde eventuell in noch mehr zwielichtige Geschichten mit hineingezogen. So verbrachte ich den Rest des Nachmittags auf dem Zimmer und zeichnete.
Auf einmal hörte ich, wie jemand die Musik aus dem Aufenthaltsraum aufdrehte und Parov Stelars "hooked on you" durch das ganze Gebäude hallte.
Ich runzelte die Stirn.
Plötzlich wurde die Zimmertür aufgerissen und David kam herein.
Er hielt eine Flasche Bier in der Hand und grinste mich an.
„Hey Sugar. Wir spielen draußen Flaschendrehen. Alex spielt auch mit. Komm mit, das wird lustig!“, erklärte er lautstark und lachte.
Ich runzelte die Stirn.
„Ähm... ihr scheint ja mächtig Spaß zu haben!“
David lachte und nickte.
„Sugar, es ist dreckig und versaut und wild und total spaßig! Also komm jetzt!“, drängte er, griff sich forsch meine Hand und zog mich vom Bett.
Ohne, dass ich etwas erwidern konnte, wurde ich aus dem Zimmer geschleift, immer David hinterher, bis hin zum Aufenthaltsraum.
Dort waren ein paar Leute versammelt, ich erkannte Tanja, David und Daenerys. Und weiter links saß auch Alex, mit einer Dose in der Hand.
Er bemerkte mich und klopfte neben sich auf das freie Sitzkissen, auf das ich zuging und mich niederließ.
Alex grinste mich an.
„Ich konnte David nicht davon abhalten, dich zu holen. Aber es freut mich trotzdem, dich hier bei uns zu sehen!“
Ich sah ihn verwirrt an und zeigte auf die Dose in seiner Hand.
„Ich dachte du trinkst nicht. Also, nie“, murmelte ich, Alex nickte.
„Stimmt auch. Ist nur irgendein Energiezeugs... du kennst mich, ich bin ein Koffeinsuchti!“
Ich nickte.
„Okay...“
Dann widmete ich mich dem Spiel.
„Wer ist dran?“, fragte ich, Alex zeigte auf Tanja.
Diese begann dann auch sofort, die leere Weißweinflasche zu drehen, welche dann auf Dany zeigend stehen blieb.
„Okay, Daenerys. Wahrheit oder Pflicht?“
Daenery grinste nur, Tanja lachte daraufhin ebenfalls.
„Gut, also Pflicht. Ich bestimme: du wirst mit David knutschen. Ganze fünf Minuten!“, erklärte sie, Daenerys zog amüsiert die Augenbrauen nach oben.
Sie stand auf, ging einmal um die Gruppe herum und steuerte auf David zu.
Der sah sie schon voller Vorfreude an.
Daenerys schubste David an der Schulter, sodass er sich bedingt hinlegte.
Dann schwang sie elegant ein Bein über ihn und setzte sich auf David.
Der stöhnte.
„Oh Dany“, keuchte er, wir mussten alle lachen.
Daenerys klatschte ihm empört auf die Wange, beugte sich dann aber gleich zu ihm hinunter und drückte ihre schwarz geschminkten Lippen auf seine.
David stöhnte wieder - Daenerys schien ihre Sache gut zu machen.
Hola, und was die zwei da trieben war mehr als nur Geknutsche!
Davids Hände wanderten zu Daenerys' Oberweite, er schob sie sogar unter ihr Oberteil!
Und wir wissen ja alle, Dany trägt nie einen BH...
Die zwei rollten sich herum, sodass David nun oben lag und sich über seine Pflichtpartnerin hermachte.
Tanja fing an zu lachen.
„Um Gottes Willen, das kann man ja keine fünf Minuten mit ansehen! Dany, löse deine Zunge von David. Ist ja ekelhaft!“, meinte sie kichernd, Daenerys ließ von der einen auf die andere Sekunde von David ab, schubste ihn von sich und stand auf.
David setzte sich auf, wischte sich den schwarzen Lippenstift vom Gesicht und grinste dann seine Flamme an.
„Dany, du weißt, ich liebe dich!“, rief er und nahm einen Schluck von seinem Bier.
Daenerys grinste und zeigte ihm den Mittelfinger.
Nun musste ich verstohlen lachen.
David war nun an der Reihe und drehte die Flasche.
Sie zeigte auf mich.
„Wahrheit oder Pflicht?“
Da ich davon ausging, dass Pflicht wieder irgendetwas total merkwürdiges sein würde, wählte ich die andere Variante.
„Wahrheit“
David grinste.
„Wann hattest du das letzte Mal Sex?“
Ich musste schlucken.
Nun ja. Diese Frage konnte ich rein theoretisch mit Leichtigkeit beantworten.
„Ich… ähm…“
David runzelte die Stirn.
„Schon so lange her? Babe ich würde dich auf der Stelle erleichtern“, meinte er schmunzelnd.
Ich biss nervös auf meine Unterlippe.
David starrte mich an und verfiel daraufhin in eine Lachsalve.
„Oh mein Gott, sag bloß, du hast noch nie gevögelt?“
Ich spürte, wie mir das Blut in die Wangen schoss.
Alex sah mich missmutig an.
Dann nahm er meine Hände, zog mich hoch und legte einen Arm um meine Taille.
„Ach halt die Klappe David!“
Er beugte seinen Kopf zu mir und grinste.
„Spiel einfach kurz mit, okay?“, flüsterte er, schloss die Augen und hauchte einen Kuss auf meinen Hals, direkt über der Halsschlagader.
Meine Haut pulsierte, als er sich löste und sein Mund einen feuchten Fleck hinterlassen hatte.
„Ich denke, wir verschwinden jetzt! David, du kannst dich heute Nacht ja wieder mit deiner Freundin beschäftigen. Und damit meine ich natürlich deine rechte Hand!“, rief Alex seinem Kumpel zu und verkreuzte seine Finger mit meinen.
Dann zog er mich mit sich in unser Zimmer und schloss die Tür hinter uns.
Ich atmete erleichtert aus, hatte ich davor gar nicht gemerkt, den Atem angehalten zu haben.
Meine Hand wanderte zu der Stelle an meinem Hals, die Alex geküsst hatte – wenn auch nur, um mich nicht allzu stark zu blamieren.
„Ähm… Danke?“, murmelte ich und sah völlig beschämt zu Alex.
Der ließ sich grinsend auf die Matratze fallen.
„Einer Jungfrau in Nöten hilft man doch gerne, oder nicht?“, entgegnete er.
Ich sah ihn deprimiert an.
„Danke, diesen Spruch habe ich jetzt gebraucht!“, meinte ich, verkreuzte die Arme vor der Brust und wandte mich ab.
Alex lachte, stand auf und kam wieder auf mich zu.
„Hey, war doch nur Spaß. Wen interessiert es, ob du schon mal Sex hattest, oder nicht. Ist doch deine Sache!“
Ich schnaubte und sah ihn an.
„Na offensichtlich hatte alle Welt schon Sex – außer mir!“
Alex grinste.
„Wie kannst du da so sicher sein?“, fragte er und lächelte mich an.
Ich zog überrascht die Augenbrauen nach oben.
„Heißt das, du…“
Alex schüttelte den Kopf und ich seufzte.
„Also ich bin in der Tat keine Jungfrau mehr, aber darüber musst du dir ja mal überhaupt keine Gedanken machen!“
Ich schnaubte erneut.
„Siehst du? Du hattest auch schon deine Bettgeschichten. Ich bin mir sicher, dass jeder andere Jugendliche in meinem Alter das ebenfalls schon hatte. Und als 19-Jährige ist das irgendwie echt nicht mehr lustig! Klar hatte ich schon Freunde… Rumknutschereien… Aber…“
Alex lächelte immer noch, trotz meines Missmutes.
„Alice, der Richtige dafür wird schon noch kommen! Da bin ich mir ganz sicher. Und jetzt mach dir keine Gedanken mehr darüber!“
Alex setzte sich auf die Matratze, griff sich sein Handy und begann darauf herum zu tippen.
Ich sah ihn sehnsüchtig an.
Warum übte dieser junge Mann nur solch eine große Faszination auf mich aus? <

Nizza...

Hallo ihr da draußen,

kaum aufgewacht und schon wird man mit der Schreckensnachricht des Tages begrüßt: In Nizza gab es gestern, am französischen Nationalfeiertag, einen Anschlag.
Mal wieder.
Und die ganze Welt denkt sich: was läuft hier eigentlich schief?
Gestern ist ein LKW ungebremst, sprich mit voller Absicht, während eines Feuerwerks in eine Menschenmenge gefahren und hat unzählige Menschen getötet. Darunter waren auch viele Kinder, da gestern Abend viele Leute mit ihren Familien unterwegs waren. Ob dahinter die Terrormiliz IS steckt, muss noch geklärt werden, meines bisherigen Wissens nach.

Ich kann an dieser Stelle nur mein Beileid an alle Betroffenen und Angehörigen aussprechen.

Ich hoffe, irgendwann hat dieser Terror, diese Schreckensherrschaft der Gewalt, ein Ende.
Ich hoffe, irgendwann lebt diese Welt wieder in Frieden.

Make Love Not War ♥

Montag, 27. Juni 2016

It's been a month...

Hallo ihr da draußen,

es tut mir wahnsinnig leid dass auf dem Blog so wenig los ist.
Momentan ist mein Leben chaotisch, mein Laptop kaputt (weswegen ich The Modern Days erst weiter schreiben kann, sobald ich meine Festplatte gerettet habe) und mein Immunsystem denkt sich auch, es könnte sich verabschieden:D

Ich hoffe es geht bald wieder bergauf, ich versuch alles zu ordnen und auf die Reihe zu kriegen und dann geht's bald wieder los mit Posts:)

Eure Mademoiselle

Freitag, 27. Mai 2016

Digital Natives - my mind

Hallo ihr da draußen,

Mademoiselle sitzt im Zug nach Hause.
Neben mir ein höchstens zehn Jahre altes Kind, mit dem iPhone 6s plus (oder wie auch immer dieses riesige Ding heißt) in den Händen.
Sein Vater gegenüber tippt ebenfalls auf dem selben Exemplar herum.
Plötzlich der Sohn: Papa, wo ist eigentlich das iPad?
Der Vater: im Büro.
Der Sohn: boah, echt jetzt?

Mademoiselle ist erst einmal kurz perplex. 
Nun ja, meine Generation ist eben noch etwas anders aufgewachsen und ich könnte mich tatsächlich aufregen, wenn manche Grundschüler nur vor dem PC sitzen und nicht draußen spielen.
Auch mein Professor meinte: ihr kennt euch ja aus, ihr seid schon Digital Natives.
Na ja, wohl eher die nächste Generation...
Aber andererseits: wären wir auch schon mit diesen ganzen faszinierenden technischen Neuerungen um uns herum aufgewachsen, es wäre nicht anders gewesen.
Auch wir hätte uns gleich zu Grundschulzeiten ein Smartphone gewünscht, um mit unseren Freunden zu schreiben. Oder denkt ihr nicht?
Also zusammengefasst: Klar können wir uns immer wieder über die "Jugend von heute" aufregen, aber wir müssen doch auch immer dran denken, dass wir nicht anders gewesen wären.

Eure Mademoiselle

Montag, 18. April 2016

News:)

Hallo ihr da draußen,

nur eine kurze Info: ich bin jetzt auch (endlich) auf Bloglovin zu finden:)

Rock on
Eure mademoiselle

Mittwoch, 6. April 2016

Komische Zeit - Diary

Hallo ihr da draußen,

erstmal sorry dass ich so lange nichts von mir hab hören lassen.
Irgendwie weiß ich grad auch nicht so recht, was ich mit mir anstellen soll.

Seit Ende Januar gleicht mein Leben leichtem Chaos und ich weiß nicht recht wohin mit mir.

Es ist grad eine komische Zeit, ich denke viel zu viel und dann wieder gar nichts; mich nerven die kleinsten Dinge und manchmal wundere ich mich, warum ich gut drauf bin, obwohl ich überhaupt keinen Plan hab was gerade eigentlich los ist.

Wie auch immer, ich werde mich bemühen, wieder öfter zu schreiben. The modern days wird auch demnächst weiter gehen, sobald mein Laptop repariert ist und ich auf die Geschichte zugreifen kann:D
Die Technik streikt momentan, verzeiht mir das bitte.

Habt noch eine chillige Nacht
Eure Mademoiselle

Dienstag, 15. März 2016

The modern days #47

> Als wir am alten Millennium ankamen, war es kurz nach vier Uhr nachts.
Wir betraten das Geschoss der Funk und wurden von den anderen Mitgliedern erst gar nicht beachtet.
Daenerys lief an uns vorbei, mit pinken Söckchen - und zwar nur mit Socken - und verschwand in einem der Zimmer.
Ich fragte mich, ob ihr eigentlich nie kalt war, so im tiefsten Winter...
Ich schüttelte den Kopf.
Ich musste echt dringend ins Bett!
Gerade wollte ich mich abwenden, da nahm Marko meine Hand.
„Hey, ich hoff dir geht's gut nach dieser Nacht. Ist alles nicht so bombe gelaufen“, meinte er, ich nickte und versuchte zu lächeln.
„Du warst ja da. Und jetzt will ich eigentlich nur noch duschen und dann schlafen“, erwiderte ich.
Marko nickte, klopfte mir nochmal freundschaftlich auf die Schulter und ging dann in sein Zimmer.
Ich trottete den Gang hinunter und öffnete ganz vorsichtig die Tür.
Alex lag schon im Bett, die Decke halb von sich gestrampelt, sodass man seinen Waschbrettbauch sah.
Sanft lächelnd lief ich auf ihn zu, zog die Decke wieder über seinen Körper und verschwand dann im Bad.
Als ich in die Dusche stieg und das heiße Wasser über meinen Körper laufen spürte, konnte ich mir ein Seufzen nicht verkneifen.
Wie gut es tat, diesen ganzen Schmutz der Nacht von mir zu waschen!
Fertig geduscht und überall mit duftender Bodylotion eingecremt, putzte ich meine Zähne und ging dann zurück ins Zimmer.
So leise wie möglich ließ ich mich auf der Matratze neben Alex nieder und schloss die Augen.
Ich hätte nie gedacht, wie absurd diese ganze Geschichte werden würde.
Aber neben Alex im Bett zu liegen machte das alles wieder gut.
Ich wollte mich zur Seite rollen, da spürte ich auf einmal Alex' Arm um meine Taille; daraufhin zog er mich an sich.
„Gut, dass du wieder heil neben mir in diesem Bett liegst“, murmelte er schlaftrunken.
Ich lächelte.
Dann schlief ich mit wohligem Gefühl ein und die Stunden verstrichen.
Ich lag zusammen mit Alex im Bett und lauschte seinen gleichmäßigen Atemzügen.
Von meiner Seite aus allerdings konnte ich überhaupt nicht mehr schlafen. Ich warf einen Blick auf mein Handy.
Halb zehn
Dafür, dass ich erst um 5 zu Bett gegangen war, definitiv zu früh!
Noch während ich auf mein Handy starrte, fing dieses plötzlich an zu vibrieren.
Verwirrt sah ich darauf. Meine Mutter rief mich an!
Leise fluchend löste ich mich aus Alex' Armen und verschwand im Badezimmer.
Dann ging ich ans Telefon.
„Hallo?“, murmelte ich, eher fragend als bestimmt.
„Alice, oh wie schön, dass ich dich erreiche!“, flötete meine Mutter, ich verzog den Mund.
„Hey, Mama, alles klar?“, wollte ich daraufhin wissen und hörte sie seufzen.
„Ja, es geht mir wunderbar Alice! Du wirst nicht glauben, was passiert ist!“, erwiderte sie, diesmal seufzte ich.
„Du wirst es mir sicherlich gleich erzählen!“, entgegnete ich, Mama kicherte.
Ich zog die Stirn kraus. Da war irgendwas im Busch!
„Ach Alice, Alice, Alice! Ich bin so glücklich mein Schatz! Ich habe jemanden kennengelernt. Sie heißt Linda! Ich bin, so abgelenkt wie ich manchmal sein kann, in der Apotheke total in sie hineingerannt. Und dann dieser Blick, den sie mir zugeworfen hat! Gar nicht verletzt oder wütend, sondern liebevoll und interessiert! Ach Alice... ich habe mich sofort verliebt!“, murmelte meine Mutter träumerisch und ich konnte nicht anders, als zu grinsen.
„Mama... das hört sich ja ganz fantastisch an! Aber... weißt du denn, ob sie auch mehr von dir will?“, fragte ich.
„Alice, Schätzchen, rate einfach mal, wer gerade nackt neben mir im Bett liegt!“, konterte meine Mutter, ich presste daraufhin die Augenlider zusammen. Das hatte sie mir gerade nicht ernsthaft gesagt!
„Mama, so genau wollte ich es gar nicht wissen!“, rief ich empört und erschrak, mit der Angst, Alex aufgeweckt zu haben.
Meine Mutter kicherte.
„Okay beenden wir mal das Thema, du wirst Linda noch früh genug kennen lernen. Jetzt zu deiner Romanze: wie geht es dir? Wie läuft es mit Alex? Oh Schätzchen ich war so mit mir selbst beschäftigt, dass ich mich richtig schuldig fühle, dich erst jetzt angerufen zu haben... also schieß los. Wie geht's?“, fragte Mama, ich seufzte.
„Also Alex schläft gerade noch; ich bin ins Bad geflüchtet, damit ich ihn durch unser Gequatsche nicht aufwecke!", antwortete ich.
„Och Alice, das ist süß von dir! Und habe ich dir eigentlich schon gesagt, wie sehr es mich freut, dass du deinen Prinz Charming gefunden hast? Alex war so ein süßer, netter junger Mann, und so gutaussehend! Ihr seid so ein süßes Paar!“, erwiderte sie schwärmend.
Ich verdrehte die Augen.
Man merkte deutlich, dass Mama verliebt war. Da ist die ganze Welt einfach nur noch "süß".
Plötzlich öffnete sich die Badezimmertür und ein schlaftrunkener Alex taumelte herein.
„Hey, ich bin aufgewacht, weil du nicht mehr im Bett warst. Ist alles okay bei dir?“, murmelte er und sah mich verschlafen, aber besorgt an.
Ich lächelte und strich ihm seine verwuschelten Haare ein wenig glatt.
Und in dem Moment kreischte meine Mutter ins Telefon.
„Oh mein Gott ich hab dein süßes Schätzchen gehört! Dann leg ich mal besser auf. Bis dann Alice!“, faselte sie und beendete, ohne eine Antwort meinerseits abzuwarten, sofort das Gespräch.
Ich warf einen kurzen irritierten Blick auf mein Handy, steckte es dann aber weg. Dann wandte ich mich Alex zu, der mich immer noch fragend ansah.
Ich seufzte.
„Entschuldige, falls ich dich geweckt habe. Meine Mutter hat mich angerufen!“
Alex nickte.
„Und geht‘s ihr gut?“, wollte er wissen, ich seufzte und nickte lächelnd.
„Mehr als das. Sie hat ein neues Betthäschen gefunden, ist jetzt total verliebt und überglücklich und musste mir natürlich sofort davon erzählen!“
Alex grinste.
„Und außerdem“, fuhr ich fort, „findet sie uns als Paar totaaal süß!“
Jetzt lachte Alex.
„Dann ist ja gut, dass du bei mir eingezogen bist. Und jetzt entschuldige mich Baby, ich muss echt derbe pinkeln. Du kannst sehr gerne hierbleiben, aber...“
Ich winkte ab.
„Schon gut, ich lass dich alleine!“, meinte ich amüsiert und verließ das Bad. <

Sonntag, 21. Februar 2016

Warum? - my mind

Hallo ihr da draußen,

wie ihr sicherlich vermuten könnt, bin ich nicht sooo der riesen Fan von Germany's Next Topmodel.
Deswegen schaue ich das auch nicht, lese allerdings den ein oder anderen Artikel darüber.
Und so stand in einem kurzen Post auf gmx.de, dass eine Kandidatin die meist gefürchtetste Frage gestellt hat, die GNTM in Angst und Schrecken versetzt: WARUM?

Ja, warum eigentlich?

Also der Hintergrund: Bei GNTM gab es ein Vintage Shooting (oder so ähnlich) und alle Kandidatinnen sollte weiß gemschminkt werden, für das typische gepuderte Gesicht der damaligen Ladys. Besagte Kandidatin allerdings war dunkelhäutig und wagt es nun zu fragen, warum sie das denn machen sollte. Es sei komplett unlogisch, wenn sie doch schwarz ist, sich weiß zu schminken.

Nun ja, damit hat sie doch eindeutig recht, oder?

Und die Fragerei ging heiter weiter (was Mademoiselle sehr freut)!
Im nächsten Shooting sollten sich die Mädchen nämlich im Bikini mit einer Honig-ähnlichen Masse übergießen lassen und dabei "sexy" aussehen.
Und warum das Ganze?
Das fragt sich besagte Kandidatin auch, aber eine eindeutige Antwort gibt es von Seiten der Jury nicht.

Es scheint so, als dürfte man in diesem Business rein gar nichts hinterfragen. Man gibt förmlich seine Identität auf, nur um den "Kunden" zu gefallen.

Was haltet ihr von der ganzen Sache rund um die Behandlung der Mädchen von GNTM?

Eure Mademoiselle

Dienstag, 2. Februar 2016

The modern days #46

> Okay.
Nein.
Nein.
Ich konnte das beim besten Willen nicht!
Auf halbem Weg drehte ich um und hastete zu Marko an die Bar.
Der schmunzelte amüsiert und drückte mir drei Vodka Shots in die Hand.
„Hier. Auf ex. Glaub mir Alice, das klappt!“, meinte er und schickte mich sofort wieder weg, nachdem ich den Alkohol hinuntergekippt hatte.
Der Stoff wirkte sofort, ich spürte, wie ich mutiger wurde, und torkelte wieder auf den Kerl zu.
Der Beat vibrierte durch meinen ganzen Körper, mein Herz schlug im Takt der Musik und ich fing automatisch an, zu tanzen.
Und hola, der Typ war wirklich, wirklich schnell an mir interessiert.
Innerhalb eines Songs war er zu mir herübergekommen, hatte mich ganz machomäßig einmal rundum begutachtet und hatte nun seine Hände um meine Hüften gelegt.
Ich könnte kotzen, von so viel Angrabscherei; aber ich musste das hier durchziehen, also zog ich das jetzt auch durch!
„Du siehst wahnsinnig scharf aus, Baby!“, hauchte mir der Typ ins Ohr. Dabei roch ich Alkohol und Marihuana aus seinem Atem und ein paar seiner verschwitzten Haarsträhnen kitzelten mich im Nacken.
Ich bewegte ein wenig die Hüften, spürte dabei, wie er das sichtlich genoss, und drehte mich dann kokett lächelnd um.
Automatisch wanderten seine Hände tiefer und legten sich auf meinen Po.
„Bereit für ein bisschen Spaß?“, flüsterte ich in sein Ohr und drückte mich absichtlich stark gegen ihn, um ihn ein bisschen zu locken.
Der Kerl stöhnte.
„Und wie Baby!“
Ich grinste wieder und nahm dann eine seiner Hände von meinem Po, um ihn danach hinter mir her zu ziehen.
„Dann komm mal mit!“, meinte ich und zog ihn zu den Toiletten.
Direkt vor der Tür knutschte wild ein Pärchen herum, die ich mit angewidertem Gesichtsausdruck erstmal wegdrückte.
Dann schubste ich die Tür auf, schleifte den Kerl hinter mir her, wanderte zu der letzten Kabine und zog ihn zu mir hinein.
Hastig schloss ich die Tür hinter ihm.
„Also, Häschen, du bekommst deinen Spaß“, murmelte ich und zog das Tütchen aus meiner Tasche, „für 100 Euro das Stück!“
Der Kerl grinste mich an.
„Kann ich dich auch irgendwie anders bezahlen?“, fragte er und zeigte dann auf seinen Lendenbereich.
Ich lachte auf.
„Hasi, entweder Geld oder gar nichts!“, erwiderte ich und wunderte mich darüber, wir locker ich bei diesem Gespräch doch war.
Der Typ seufzte und grinste dann wieder.
„Na gut. Du verpasst zwar einiger, wenn du dich nicht von meinem kleinen Freund bezahlen lassen willst, aber okay. Hier, die Kohle!“, meinte er und drückte mir ein Bündel voll Geldscheine in die Hand.
Ich lächelte so kokett ich konnte, daraufhin riss er mir das Päckchen mit den Drogen aus der Hand.
„Dankeschön. War angenehm mit dir Geschäfte zu machen Baby!“, murmelte er, öffnete die Tür und torkelte hinaus.
Ich atmete erstmal tief durch, ging vor zu den Waschbecken und sah mich im Spiegel an.
Durch die Wärme und den Schweiß im Club waren meine Haare schon wieder ganz zerzaust.
Ich kämmte sie mit den Fingern und knotete sie zu einem Zopf zusammen.
Dann tupfte ich mir kaltes Wasser ins Gesicht, um die Hitze in mir ein wenig hinunter zu bringen.
Ich sah in den Spiegel.
Sah mein zweites Ich an. Mein alter Ego, welches gerade Drogen vertickt hatte.
Bei dem Gedanken wurde mir augenblicklich schlecht; so schlecht, dass ich zurück zu den Kabinen rannte und mich sofort übergeben musste.
Vodka adé.
Zitternd kam ich wieder auf die Beine und hatte nur einen Gedanken: Ich wollte endlich aus diesem gottverlassenen Ort raus!
Zurück am Waschbecken spülte ich mir den Mund aus, kontrollierte nochmal meine Frisur – die immer noch zerzaust aussah, aber wenigstens ein wenig gezähmt – und verließ die Toilette.
Zurück im Raum des Clubs schlug mir die stickige Luft wie eine Wand entgegen.
Dann versuchte ich mich durch die tanzenden Leute zu quetschen, wurde wieder begrabscht und betatscht, und urplötzlich wurde ich um die Hüften gegriffen und festgehalten. Empört drehte ich mich um.
„Hey, was…“, ich verstummte, als ich in das Gesicht des Typen blickte, welchem ich gerade die Drogen verkauft hatte.
„Baby, da bist du ja wieder! Wir haben unseren Tanz noch nicht zu Ende getanzt“, nuschelte er.
Ich sah, wie seine Pupillen unnatürlich geweitet waren – der Typ hatte sich tatsächlich schon was von dem Zeug eingeworfen!
Ich versuchte zu lächeln, was allerdings mehr als gezwungen war.
„Häschen, ich wollte gerade…“
Er unterbrach mich und hielt mir den Mund zu.
Wahrhaftig, er hielt mir den Mund zu!
Auf einmal war er total böse.
„Du wirst verfickt nochmal das tun, was ich will!“, schrie er mir entgegen, ich riss die Augen auf.
Dann setzte ich zu einer Antwort an, doch plötzlich stellte sich jemand zwischen uns.
„Hast du es gerade gewagt, meine Freundin zu begrabschen?“, schrie er; erst nachdem ich mich von meinem Schock erholt hatte bemerkte ich, dass dieser Jemand Marko war.
Augenblicklich wich meine Angst.
„Was machst du mich hier so von der Seite an, Alter?“, keifte der Junkie, Marko grinste.
„Ich sagte, dass du deine schmierigen Finger von meiner Braut lassen sollst, Alter!“, erwiderte Marko und seine Stimme war dabei so drohend, dass der Typ sich augenblicklich verzog.
Marko wandte sich dann an mich und sah mich überaus besorgt an.
„Geht’s dir gut Alice? Hat er dir irgendetwas getan?“, fragte er und sah mich gar verzweifelt in die Augen.
Ich schüttelte nur den Kopf.
„Nein… alles okay, ich will einfach nur hier raus!“, murmelte ich.
Marko nickte verständnisvoll.
„Natürlich. Lass uns verschwinden, der Job ist erledigt!“, erwiderte er und zog mich durch die Massen, endlich nach draußen.
Zurück im Auto konnte ich endlich durchatmen.
Ich befreite mich von den High Heels und zog Alex‘ Pulli über, den ich Gott sei dank noch eingepackt hatte.
Mir wurde sofort wohler.
„Danke, fürs retten gerade eben! Ich wusste nie, dass ich so ein Männermagnet bin, aber irgendwas an mir scheint ja richtig anziehend zu sein…“, meinte ich, Marko grinste und startete dann den Motor.
„Fürs retten war ich heute Abend ja zuständig. Und was das andere Thema betrifft: Ja, scheinst ein wirklicher Männermagnet zu sein. Dein Tag heute war wirklich kurios!“
Ich lächelte, nickte und gähnte dann.
Ja ich war sehr bereit fürs Bett. Wenn ich daran dachte, mich gleich an Alex zu kuscheln… Mir wurde ganz warm ums Herz!
Ich wandte mich noch einmal an Marko.
„Darf ich dir mal eine dumme Frage stellen?“, wollte ich wissen, Marko grinste wieder und nickte.
„Schieß los!“
Ich atmete kurz durch.
„Na ja, als Alex und ich das erst mal zur Funk gekommen sind, da hat er gemeint, dass du eigentlich total… na ja wie soll ich sagen… so in dich gekehrt wärst, eher verschlossen, schüchtern oder so… Aber das gerade eben. Das war alles andere als schüchtern!“ erklärte ich, woraufhin Marko lachen musste.
„Na ja, Alex hat schon Recht. Ich bin nicht so der Menschenfreund, lebe lieber für mich allein. Aber… für Leute, die ich mag, würde ich wirklich alles tun. Und du gehörst da eindeutig dazu!“, antwortete er und lächelte mich wieder an. <

Montag, 1. Februar 2016

Selfmade Chips

Hallo ihr da draußen,

hier ein mega kurzes, mega schneller, und mega leckeres Rezept für euch.
Falls ihr - wie ich - auf Tortillas steht, aber die ganze Packung nicht schafft, dann hier die Lösung:
Schnippelt eure übrig gebliebenen Tortillas in kleine, mundgerechte Stückchen, bestreicht sie mit Olivenöl und bestreut sie mit allen Gewürzen, die ihr so mögt. Ich habe Salz, Pfeffer, Paprikapulver und ein wenig Knoblauchpulver genommen.
Das ganze sieht in etwa so aus:


Dann verteilt ihr eure Tortilla-Teilchen auf ein Backblech und schiebt es bei 180 Grad in den Ofen.
Bei mir hat es in etwa fünf Minuten gedauert, bis sie mehr als fertig waren. Je nach Ofen kann das schneller oder länger gehen, habt auf jeden Fall ein Auge darauf!
Danach holt ihr die Teilchen heraus und voilà, ihr habt Chips:)


Guten Appetit:)
Eure Mademoiselle

Samstag, 23. Januar 2016

Rape Culture - my mind

Hallo ihr da draußen,

jetzt muss ich mich auch mal zu den Geschehnissen an Silvester in Köln äußern.

Aber kurz vorweg etwas anderes: Vielleicht ist euch "KenFM" ein Begriff. Sowohl auf Facebook als auch auf YouTube sind das ein paar Leuties, die sich kritisch mit verschiedenen aktuellen Themen beschäftigen. So auch mit Köln.

Und da fiel das Wort "Rape Culture".
Alle seien so aufgebracht gewesen, dass in Deutschland auf einmal so etwas wie Massenvergewaltigung passieren konnte. Aber Leute, glaubt ihr das ernsthaft? Dass es in Deutschland, dem ach so gesitteten Land, noch nie sexuelle Übergriffe in diesem Ausmaß gegeben hat?

Wenn man alles penibel genau betrachtet, dann ist Sexismus (den ich mal als Anfang der sexuellen Übergriffe stelle) doch rund um die Uhr 24/7 in unserer Gesellschaft vorhanden.

Ihr wisst ja, ich rege mich sehr gerne über diese Verhaltensweise in Clubs auf. Und warum? Weil ich das schon als sexuellen Übergriff sehe.
Ja, wenn wir Frauen begrabscht werden und uns wehren - dann heißt es immer gleich: was sind wir nur für verzogene Schlampen (entschuldigt den Ausdruck, aber es ist doch die Wahrheit).
Das sind doch nur Flirtversuche der Männer, nehmt es als Kompliment - ich könnte kotzen.
Das sind keine Flirtversuche, in meinen Augen; das ist sexuelle Belästigung, die in unserer Gesellschaft leider einfach toleriert wird. Beschwerst du dich darüber, wirst du ausgelacht.
Sind wir also eine Rape Culture? Ja, und das schon seit langem. Bloß sieht das keiner, weil es immer verharmlost wird.

Alle rasten aus bei Vergewaltigung - und ja, das ist auch einer der schlimmsten Dinge die in dieser Welt passieren können. Trotzdem wäre es schön, wenn sich die Gesellschaft über "Pograbscher" im Club und "Angemacht werden" am Arbeitsplatz etc. auch ein bisschen mehr aufregen würde, als sie es tut.

Denkt mal drüber nach Leute.
Eine Rape Culture sind wir nicht erst seit ein paar Monaten.

Eure Mademoiselle

Samstag, 16. Januar 2016

Sei mal nicht so mainstream - Diary

Hallo ihr da draußen,

ich war schon des öfteren mit meinen Freunden feiern und bisher fand ich das immer ganz akzeptabel.

Nur gestern, da hat mich irgendwie der schlag getroffen. Ich war noch nie ein sonderlich großer Fan von Alkohol oder dieser dj Musik, die zurzeit einfach überall läuft.
Und gestern beim feiern hab ich wirklich gedacht: was mach ich eigentlich hier?

Ich würde wirklich gerne sagen, ich trinke nie wieder. Aber ganz ehrlich, da wird man doch total dumm angeschaut! Oder: nein ich gehe nicht gerne feiern, das mag ich nicht. Da denken die gleichaltrigen doch, du hast einen Schatten ab.

Und das ist so mein Problem. Auf Facebook etc liest man ja andauernd diese 'sei nicht so mainstream'-Sprüche. Aber ganz ehrlich, in Realität lässt sich das, zumindest in meinem Fall, nie umsetzen, ohne dass man dumm angemacht wird.

Also Freunde des Internets, ich werd mal versuchen dem Alkohol komplett abzuschwören und berichte in ein paar Wochen bis Monaten, wie es gelaufen ist:)

Eure Mademoiselle

Montag, 4. Januar 2016

Free the nipples - my mind

Hallo ihr da draußen,

ja ich weiß was ihr bei der Überschrift denkt: free the nipples? Schon wieder Porno oder was?

Aber nein, das soll kein Porno werden, sondern nur mal meine Stellungnahme zu BHs.
Denn ich kann euch sagen: es ist einfach das geilste Gefühl, KEINEN BH zu tragen.
Habt ihr euch verlesen?
Ganz im Gegenteil.

Inspiriert zu dieser Aktion hat mich ein Video der YouTuber Moin Yamina, das ihr hier auch nochmal ansehen könnt (sehr empfehlenswert!)

Und es ist doch wirklich so: ich verstehe nicht so ganz, warum Brüste, die bei jeder Frau eine komplett verschiedene Form haben, alle in ein und dieselbe Kugelform gepresst werden sollen.
Ist doch total hirnrissig.
Und eindeutig ein Werk unserer Perfektiosmus-Schönheits-Sexualiserung der Frau-Gesellschaft.
Brüste werden doch nur als Sexobjebt und nicht als Körperteil angesehen.

Und ein anderer Punkt: die Bequemlichkeit. Ja ganz viele werden jetzt sagen, das geht mit großen Brüsten auf keinen Fall.
Aber habt ihr es denn schon mal ausprobiert?
Diese Freiheit, wenn nichts mehr eingequetscht wird oder rutscht?
Ladies, probiert das aus, aber huschi!

Ich habe zunächst erstmal Soft BHs getragen, also welche ohne Polster und ohne Bügel. Und irgendwann nicht mal mehr das. Weil es einfach das beste Gefühl der Welt ist.

Und zur letzten Problematik:
Klar starren die Leute auf eure Brüste, aber das tun die sowieso.

Seid ein bisschen feministisch und gönnt euch das, ihr werdet es nicht bereuen!

Eure Mademoiselle

Samstag, 2. Januar 2016

The modern days #45



> Wir saßen im Auto, die Heizung war nicht an, doch trotzdem schien ich zu verbrennen.
Mein Gesicht war heiß, meine Hände schwitzen und mein Herz schlug wie noch was.
„Also Alice noch mal wegen vorhin: Wie geht’s dir denn? Siehst so blass aus!“, meinte Marko und war mir einen kurzen, kritischen Blick zu.
Wie es mir geht?
Ich bin kurz vor einem höchst illegalen Drogendeal! Gut geht es mir definitiv nicht!
Und dann noch diese Sache…
„Na ja... der Tag war bisher eher komisch!“
„Komisch im Sinne von lustig oder merkwürdig?“
Ich seufzte.
„Merkwürdig.“
Marko sah mich zweifelnd an.
„Magst du drüber reden? Jetzt haben wir ja Zeit und ich bin gut im zuhören!“, bot er mir an, ich nickte zögerlich.
Ich meine, warum nicht? David würde es eh bald allen erzählen.
„Na ja, also... David hat mich vorhin geküsst!“
Marko riss die Augen auf.
„Du hast mit David geknutscht?“, fragte er und fügte noch leise etwas hinzu, das so klang wie "ich dachte du wärst mit Alex zusammen".
Ich musste schlucken.
Liebend gerne würde ich seinem flüstern zustimmen.
Ich erschrak über meine Gedanken.
„Ne, also er hat mich geküsst aber ich habe es nicht erwidert. Ich glaube, er wollte mehr – aber es scheint mir, als würde er das bei jeder Frau wollen!“
Marko schnaubte.
„Befolg meinen Rat und halt dich von ihm fern. Alex wäre sicherlich nicht glücklich darüber, wenn er dich in seiner Nähe wüsste!“
„Glaubst du, ich sollte ihm das nicht erzählen oder was?“, fragte ich daraufhin.
Als ob Alex über mich bestimmte! Wobei ich mir nicht mal sicher war, ob er nicht doch schon die Kontrolle über mich gewonnen hatte…
Marko schüttelte den Kopf.
„Nein, so meinte ich das nicht. Du solltest es ihm sagen, immerhin... steht ihr euch doch sehr nah, oder nicht?“
Ich schluckte.
Doch dann zuckte ich mit den Schultern. Konnte ich das wirklich behaupten?
„Das sagst du so leicht...“
Marko lächelte.
„Alice jeder Blinde würde die Blicke bemerken, die er dir zuwirft. Und falls du irgendwie Panik davor hast, ihm die Sache mit David anzuvertrauen, dann kann ich ihm das ja auch sagen... nur wenn du willst...“
Ich nickte langsam.
Wenn er meinte...
„Klar, danke…“, murmelte ich und starrte gedankenverloren nach draußen ins Dunkel.
„Wir sind da!“, meinte Marko dann plötzlich und bog auf einen Parkplatz ein.
Auf einmal raste mein Puls.
Jetzt war es soweit.
Ich würde einen Deal durchziehen.
Einen Drogendeal, der total illegal ist.
Mein Herz schlug wie wild.
„Ich glaub ich pack das nicht!“, quiekte ich und atmete sehr flach.
Marko lächelte.
Dann stieg er aus, lief um das Auto herum, öffnete mir die Tür und reichte mir die Hand.
„Natürlich tust du das! Alice ich bin doch in deiner Nähe, es wird schon alles klappen!“,
Wir stiegen aus und liefen auf diese Bruchbude von Disco zu.
Der Club war die absolute Katastrophe.
Ich hatte mir ja keinen besonders luxuriösen Schuppen vorgestellt. Aber das hier?
Ich könnte mich glatt übergeben.
Marco hatte Connections zum Türsteher; der winkte uns durch die Massen und öffnete uns die Tür.
„Okay Alice, folgendes: ich gehe zur Bar und setze mich genau dort an den zweiten Hocker an der Ecke. Von dort aus kann man den kompletten Raum perfekt überschatten. Der Kunde ist bereits da, du triffst ihn auf der Tanzfläche. Sei einfach ein bisschen flirty, dann wird er sofort anbeißen. Außerdem siehst du hinreißend aus, da kann sowieso keiner widerstehen!“, erklärte Marko, ich lachte nervös.
„Ich denke dann ist ein Dankeschön für das Styling angebracht, hm?“
Marko grinste und winkte ab.
Er war es nämlich, dem ich mein "hinreißendes" Aussehen zu verdanken hatte. Ich steckte in einem hautengen schwarzen Cocktailkleid, mit schwarzen, monströs hohen High Heels und Bordeaux rotem Lippenstift. Meine Haare waren geglättet und fielen sanft über meine nackten Schultern.
In meiner rechten Hand trug ich eine dunkelrote Clutch, passend zum Lippenstift, in welcher ich Handy, Geldbeutel und Drogen versteckt hatte. Eine Kombi, die ich so gerne wieder loswerden wollte.
„Bereit?“
Ich nickte zögerlich.
„Da vorne ist er. Schwarze Lederjacke. Grüne Haare“, murmelte Marko und lotste mich in die tanzende Menge.
Nun konnte ich auch wieder aufgreifen, warum ich den Club so schrecklich fand.
Es roch, nein stank förmlich nach Schweiß, Alkohol und Marihuana.
Der Kunde war schnell ausgemacht.
Er tanzte genau wie die andern total wild zur stechenden Techno Musik und schien völlig abgedriftet zu sein.
Ich schluckte.
Auf in den Kampf.<