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Ein noch nicht ganz erwachsenes, chaotisches und kreatives Hippie-Mädchen schreibt hier alles auf, was ihr gerade durch den Kopf geht :)

Montag, 26. Oktober 2015

Wilkommen im Mittelalter - my mind

Hallo ihr da draußen,

Mademoiselle surft so gedankenverloren durchs Netz, checkt ihre Mails und trifft auf einmal auf einen erschreckenden Artikel (Quelle GMX), in dem es heißt, in Aceh (eine Provinz in Indonesien) wird Sex zwischen Schwulen oder unverheirateten Paaren mit Peitschenhieben bestraft.
Leute, das ist dort sogar Gesetz!
Das ist so lächerlich.
Der Chef der Scharia Polizei meint, es gibt aber immer einen fairen Prozess davor.
Dass ich nicht lache!
Wie soll das denn aussehen? Ein Prozess inmitten hirnverbrannter Leute, die hinter diesem Gesetz stehen?
Des weiteren muss der Ankläger auch wirklich Zeuge des Aktes sein.
Stellt euch einfach mal folgende Situation vor: ein unglaublicher Schwulen- und Lesben Hasser, der total fanatisch seiner Religion und deren Vorschriften sein Leben opfert, schwärzt ein Paar an, Sex gehbat zu haben.
Die Regierung macht einen Prozess - aber wem wird sie glauben? Dem konservativen Ankläger oder dem Paar?
Ihr könnte es euch denken...
Nochmal: Das ist alles so dermaßen lächerlich! Wir leben im 21. Jahrhundert, hier darf ja wohl jeder  schlafen wann und mit wem er will.
Was geht das überhaupt die Regierung an?
In Momenten wie diesen, in welchen ich solche total dummen Sachen lese, würde ich am Liebsten zu diesen Menschen hingehen und ihnen erstmal ein paar Ohrfeigen geben. (Ich würde komplett ausrasten dabei, aber die genauere Beschreibung erspar ich mal dem Internet)
Was denkt ihr darüber?
Bitte sagt mir, dass ihr das ebenfalls so überholt und mittelalterlich und dämlich findet, wie ich!

Eure Mademoiselle

Dienstag, 20. Oktober 2015

The modern days #44



> Es ging alles viel zu schnell.
Boss hatte Alex angeherrscht, alleine mit unserem Frühstück in der Küche weiter zu machen.
Dann hatte er mir befohlen aufzustehen und nun fing er an, mir meinen Untergang klar zu machen.
„Also das ganze geht wie folgt. Du wirst zu einem Techno Rave gehen, ist heute in so einem Underground Club hier in der Nähe. Ein Rave bedeutet Drogenrausch pur, das ist ein reiner Goldtopf für uns! Hier drauf stehen Zeit, Ort und Übergabeperson. Du wirst mit diesem Typen tanzen und ihn dann aufs Klo locken – eben so dass es so aussieht, als würdest du mit ihm ficken wollen. Und dann kannst du die Übergabe machen, da seid ihr dann ungestört. Sobald der Deal durchgezogen ist, haust du sofort ab!“
Boss übergab mir einen Zettel mit Adresse und Kontaktdaten.
Meine Finger zitterten, als ich ihn entgegen nahm.
Boss räusperte sich.
„Gut gut, den Stoff findest du da vorne, irgendjemand sollte da sein und dir das, was du benötigst, aushändigen. Wehe du vergreifst dich selber an irgendwas, dann bist du tot, kleines Biest, verstanden?“, keifte er mich an, ich nickte schnell und ängstlich.
Daraufhin grinste Boss.
„Dann ist ja alles gesagt. Ich wünsche dir einen angenehmen Abend Alice!“, meinte er und drehte sich um.
Ich stolperte einen Schritt auf ihn zu.
„Warten sie… Wird mich niemand begleiten?“, fragte ich, Boss drehte sich stirnrunzelnd um.
„Begleiten? Ts, kleines Biest, das musst du schon selber hinkriegen!“, antwortete er und ließ mich stehen.
Mein Herz hatte aufgehört zu schlagen.
Zumindest kam es mir so vor.
Die Welt hatte angehalten und ich sah meinem Schicksal entgegen.
Plötzlich hörte ich Schritte hinter mir und mein Puls kehrte zurück.
Panisch drehte ich mich zu Alex um und fand auch wieder meine Stimme.
„Alleine? Ich kann das nicht alleine!“, rief ich von Angst gelähmt und atmete wie wild.
Alex lächelte ganz sanft und ging auf mich zu.
Dann zog er mich in seine Arme und strich mir beruhigend über den Rücken.
„Alice, du kriegst das hin! Keine Sorge, das ist nichts Wildes. Außerdem wird Marko mitkommen. Er fährt dich, das ist so ein Ritual, das macht er bei jedem, der hier anfängt. Falls also irgendetwas passiert, wird er dich beschützen.“
Ich riss die Augen auf.
„Beschützen? Vor was denn?“, quiekte ich total ängstlich.
Alex schüttelte den Kopf.
„Nichts, nichts. Das war übertrieben, entschuldige. Hör zu, ich muss jetzt weg, ein paar Dinge mit Tanja und Jerry besprechen. Marko soll dir alles zeigen und wir reden später, okay? Alice, du schaffst das!“
Mein Herzschlag beruhigte sich kein bisschen.
Ich war immer noch total aufgeregt und voller Angst!
Alex drückte mir einen Kuss auf die Wange, drehte sich dann um und ließ mich stehen, genauso, wie Boss es vor wenigen Sekunden getan hatte.
Den ganzen Nachmittag hatte ich keine Minute lang still gestanden.
Die Stunden verbrachte ich mit dem Aufräumen unseres Zimmers; dann hatte ich Tanja beim spülen geholfen und sogar zusammen mit ihr gekocht.
Alex allerdings war den ganzen restlichen Tag nicht mehr aufzufinden.
Was er wohl tat?
Schließlich war es 18 Uhr und ich hatte mich bereit gemacht für den Rave.
Vorhin hatte ich mit Marko geredet, er hatte mich dann bei der Kleidungswahl beraten und mir sogar gesagt, wie ich mich schminken sollte, um unserem Kunden zu gefallen.
Mir wurde übel bei dem Gedanken, ihn sozusagen verführen zu müssen.
Fertig „gestylt“ lief ich aus unserem Zimmer und den Gang vor, hin zu besagtem Lagerraum.
In Windeseile öffnete ich die Tür und stürmte geradezu in das Zimmer, blieb jedoch stockend stehen, als ich bemerkte, dass das gar keine Vorratskammer war.
Das hier war ein Zimmer.
Ein riesiges Bett, verstreute Wäsche und…
David.
Nackt!
Er grinste mich an und nahm sich betont langsam sein Handtuch, um es sich um die schmalen Hüften zu schlingen.
„Entschuldige Sugar, ich war grad duschen, da hatte ich noch nicht so früh mit Besuch gerechnet. Aber was kann ich für dich tun?“
Ich schüttelte den Kopf und schluckte.
„Eigentlich hab ich mich nur im Zimmer geirrt, ich muss mich entschuldigen!“
David grinste und kam ein paar Schritte auf mich zu.
„Kein Grund rot zu werden, Sugar. Du weißt, wie gerne ich dich ebenfalls so freizügig sehen würde!“, meinte er und schlang ohne Vorwarnung seine Arme um mich.
Ich quiekte, was David ein freches Grinsen entlockte.
„Sugar, ich liebe es, wenn du so unsicher bist. Das macht dich wirklich begehrenswert – und unglaublich scharf!“
Ich versuchte, meine Atmung zu normalisieren und meine Gedanken zu sortieren. Was genau wollte ich gerade noch sagen?
David grinste weiter.
„Dir fehlen die Worte? Kein Problem, wir müssen auch nicht reden!“, flüsterte er und hatte, ehe ich mich versah, seine Lippen auf meinen Mund gepresst.
Ich riss die Augen auf.
Ein Kuss? War das sein Ernst?
„Mach mit, Sugar!“, murmelte David und fuhr damit fort, mich zu küssen.
Ich war vollkommen perplex, als seine Zunge über meine Lippen strich.
Für einen winzigen Augenblick dachte ich ernsthaft darüber nach, mich auf David einzulassen. Immerhin war er ein richtiges Schnuckelchen – ganz zu schweigen von seinem Körper und allem, was da so dazu gehört!
Doch dann fiel mir wieder ein, was Alex über ihn gesagt hatte: dass dieser Kerl eigentlich auf jede drauf springt, die nicht bei drei auf dem Baum war!
Ich drückte David von mir weg, räusperte mich und versuchte mich an einem Lächeln.
„Äh… Keine Ahnung, ob ich geschmeichelt oder angewidert sein soll, von der Tatsache, dass du gerade mit mir rummachen wolltest, aber… ich muss dann auch los. Also… Ciao!“, erklärte ich, drehte mich schnurstracks rum und rannte mit hochrotem Kopf aus dem Zimmer.
„Alice!“, wurde ich plötzlich gerufen und blieb abrupt stehen.
Marko kam auf mich zu.
„Alles okay bei dir?“, fragte er stirnrunzelnd und ging auf mich zu.
Ich versuchte zu nicken, doch stattdessen schüttelte ich den Kopf.
„Ich… ähm…“
Marko winkte ab.
„Musst es mir auch nicht erzählen, aber wir müssen jetzt dringend los. Bereit?“, fragte er, diesmal schaffte ich ein Nicken.
Marko lächelte.
„Sehr gut. Boss drängelt nämlich total, ich hab den Stoff schon geholt. Folge mir!“, fügte er hinzu und eilte zu den Garagen. <

Freitag, 9. Oktober 2015

Sorry Bro, dieses Revier wurde schon markiert

Hallo ihr da draußen,

Mademoiselle ist kürzlich umgezogen und dann erstmal ihre neue Heimatstadt erkunden gegangen.
Und dann kommt mir so ein Kerl entgegen gelaufen und fragt mich nach einer Straße.
Ich hatte natürlich keine Ahnung mit der Begründung, dass ich ja noch ganz neu in der Stadt war. Damit war für den Kerl das Gespräch aber natürlich noch nicht beendet. Er fragt mich nach meinem Namen und ich erfahre auch seinen. Er will auch noch wissen, was ich heut so mache. Einkaufen. So weit, so gut.
Dann allerdings fragt er mich auch noch nach meiner Nummer.
Und da musste ich doch wieder über das andere Geschlecht schmunzeln.
Ich habe gesagt, dass ich ihm meine Nummer nicht geben möchte.
Als Antwort hat er aber später nur "Nein Mann, ich habe schon einen Freund" akzeptiert.

Soo Leute, könnt ihr euch vorstellen, warum mich das schon wieder nervt?
Als Frau fühle ich mich da wie ein Gegenstand den man besitzen kann... Ich versuche mal zu erklären, wie ich das meine: Wäre ich Single, wäre ich für alle anderen Kerle ein brandneuer, unbedingt zu besitzender Gegenstand. Mir hat noch kein Typ ein Stoppschild aufgeklebt - à la die gehört mir. Folglich ist mein Revier noch unmarkiert, ein Zeichen, dies schnellstmöglich zu ändern.
Mit einem Kerl an meiner Seite allerdings läuft das ganz anders. Da blinkt das Stoppschild sogar in Neon rot.
Aber genau das ist mein Problem.
Ich würde als Frau auch gerne ohne irgendwelche Begründung das Thema Handynummer verneinen können.
Ich finds echt unfair, dass Frauen bezüglich dem Angebaggert werden nur wirklich aus der Situation rauskommen, wenn sie schon einem anderen Typen versprochen sind.
Ganz ehrlich, das ist beschissen.
Also liebe Kerle da draußen: wenn euch ein Mädel ihre Nummer nicht geben will, dann ist das eben so. Sie muss es nicht begründen (Gilt natürlich auch anders herum, ist mir nur noch nie so passiert...)
Denkt mal drüber nach!

Eure Mademoiselle

Montag, 5. Oktober 2015

Und wehe du bekommst ein Kind! - my mind

Hallo ihr da draußen,

also ich bin letzt auf ein Interview mit irgendeiner Frau gestoßen, deren Message ganz klar war: sie hat keine Kinder weil sie nie einen Grund dafür gesehen hat.
Ich dachte mir auch sofort: Normalerweise heißt es immer, man müsse  erstmal Gründe gegen Kinder suchen. Aber hat man denn welche für Kinder?
Als Frau ist es doch so - und da teile ich die Meinung der Interviewten: von klein auf wird dir erstmal eingeprügelt, dass es dein Untergang ist, schwanger zu werden. Eine Schwangerschaft wird einer jungen Frau immer als total fatal eingeredet!
Welch eine Tragödie, wenn du eine junge Mutter wärst, oh mein Gott, das Leben wäre vorbei!
Und dann, so mit Mitte/Ende 20 bis Anfang/Mitte 30 kommt auf einmal die Phase, da finden es die Leute merkwürdig wenn du keine Kinder haben willst.
Seht ihr, wie kontrovers das alles ist?
Ich finde es total komisch, mir darüber eine Meinung zu bilden, denn in unserer Zeit ist es eigentlich immer ein totales Chaos als Frau - ob man sich für oder gegen Kinder entscheidet.
Seien wir mal ehrlich. Es gibt einfach wahnsinnig viele Gründe gegen Kinder. Betrachtet man diese kaputte Welt, wäre es gänzlich unverantwortlich jemand neues auf unsere Gesellschaften lozulassen.
Auf der anderen Seite: natürlich sind Kinder etwas wundervolles. Stellt euch nur vor, wie unglaublich es ist, dass da aus Liebe Leben entsteht!
Ich hab einfach nur keine Ahnung, wie man das alles unter einen Hut bringen soll!
Wahrscheinlich wirkt das alles, was ich gerade schreibe, total verwirrend und ich weiß das auch. Ich wollte einfach nur mal mein Gedankenwirrwarr über das Thema auf das Internet loslassen!
Was haltet ihr von dem ganzen Kram?
Kinder? Ja oder nein?
Und warum ist es komisch, keine haben zu wollen?

Eure Mademoiselle