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Ein noch nicht ganz erwachsenes, chaotisches und kreatives Hippie-Mädchen schreibt hier alles auf, was ihr gerade durch den Kopf geht :)

Sonntag, 31. Mai 2015

Bäm! Jetzt stirbt die Menschheit aus - my mind

Hallo ihr da draußen,

Thema heute: Ehe zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Partnern.
Das Skandalthema Nummer eins, so scheint es mir, deswegen muss ich auch mal meine Meinung dazu äußern.
Um das gleich zu sagen: welcher Depp hat im 21. Jahrhundert noch keine Toleranz für die Lebensweisen anderer Menschen übrig? Jetzt mal ganz ehrlich, lasst doch jeden lieben, wen er lieben möchte.
Dazu ein sehr passenden Bild, welches ich auf Facebook gefunden habe und natürlich auch teilen möchte:


Denn ganz genau so ist es.
Für die Leute, die sagen, jetzt würde die Menschheit aussterben, eine kurze Analyse:
Gleichgeschlechtliche Paar hat es schon jeher gegeben. Ist die Menschheit ausgestorben? Nein.
Was denken sich die Leute denn? OHHHHH NEIN, sie dürfen heiraten, wir werden alle sterben.
Wohl kaum.
Und nur weil diese Paare keine Kinder haben können (rein biologisch gesprochen) werden die über 7 Milliarden Menschen hier auf dem Planeten nicht auf einmal keine weiteren Generationen hervor bringen.
Also bitte.
Ich habe das schon einmal geschrieben und ich wiederhole es zu gerne. Lasst den Leute ihren Spaß, ihre Liebe, einfach ihr Leben. Denn es ist nicht eures, es ist nicht von eurem Interesse.
Toleranz ist in unserer Gesellschaft ein Wert, den manche echt noch eingetrichtert bekommen müssen.
Make Love Not War, meine Freunde, und zwar ganz egal mit wem :)
Eure Mademoiselle





Freitag, 22. Mai 2015

The modern days #39



> „Hast du endlich alles?“, fragte ich nach geraumer Zeit.
Ich lag auf Alexanders Bett, während er durch die Wohnung rannte und alles Mögliche an Zeugs in seinen riesigen Rucksack packte.
Ich hörte Alex’ hastige Schritte, die sich näherten und schließlich stand er wieder in seinem Zimmer.
Ich gähnte.
Er grinste mich an und nickte.
„Ja. Bin jetzt fertig!“
Alex kam zum Bett, reichte mir seine Hände und zog mich hoch.
„Dann kann es ja jetzt los gehen!“, murmelte ich, er nickte.
„Mmh…“
Ich griff mir meine Tasche, die neben dem Bett gestanden hatte, und schulterte sie, Alex tat es ebenso.
„Ähm… nehmen wir eigentlich dein Auto? Oder dein Motorrad?“, fragte ich unsicher.
Alex jedoch schüttelte den Kopf.
„Weder noch. Ich, ähm, ich will eigentlich weder mein Auto noch mein Motorrad nehmen. Viel zu unsicher dort! Wir nehmen die Bahn hin und ab dann… die Funk hat massenhaft fahrbare Untersätze, die bei den Deals zum Einsatz kommen“, erklärte Alex, ich nickte zaghaft.
„Na gut, dann… lass uns gehen!“
Reflexartig griff ich nach Alexanders Hand, als wir sein Haus verließen und zur Straßenbahnhaltestelle liefen.
Alex lächelte mich an, dann drückte er meine Hand und strich, während wir liefen, immer wieder mit dem Daumen über meinen Handrücken.
Seine Fingerkuppe war rau.
„Wie lange dauert es bis zum Hotel?“, wollte ich wissen, Alex zuckte mit den Schultern.
„Eine halbe Stunde vielleicht. Möglicherweise auch länger!“
Wir kamen am Bahnhof an, ich zitterte.
Er zog mich an sich.
„Aufgeregt?“, murmelte er, ich lachte und kuschelte mich enger an ihn.
„Klingt so, als würden wir in einen Freizeitpark gehen und die Schlimmste aller Bahnen fahren…“, erwiderte ich.
Alex grinste, als ich zu ihm auf sah.
„Na ja, man kann das mit Achterbahnen vergleichen. Ein Gefühlschaos durch und durch!“, fügte Alex hinzu.
Ich seufzte. Als hätte dieses Gefühlschaos nicht schon längst angefangen!
Die Bahn rollte an und allmählich musste ich mich zwangsweise von Alex lösen.
Doch meine Hand ließ er dennoch nicht los.
Wir betraten die Straßenbahn, suchten uns einen Platz und setzten uns.
Schweigend betrachteten wir die vorbei ziehenden Bilder der Stadt.
An der nächsten Haltestelle stieg eine ganze Bambini Fußballmannschaft zu, mit einem überaus gestressten Trainer.
„Jungs, wir gehen nicht mehr zusammen Pizza Essen, wenn ihr so weiter macht. Nächstes Mal trainieren wir wieder komplett!“, schrie der Trainer über die Jungs hinweg, die dann verstummten.
Ich lachte.
Wenn es ums essen geht…
Alex neben mir seufzte und sah beinahe sehnsüchtig zu den Jungs.
Ich runzelte die Stirn.
„Ähm… alles okay bei dir?“, fragte ich und sah mich um.
Alex’ Blick wanderte zurück zu mir, doch er sah nicht besonders glücklich aus.
„Ich vermisse Nic jetzt schon! Was mache ich denn so lange ohne diese kleine Nervensäge?“, fragte er und lächelte dabei.
Ich grinste.
„Also den Part als Nervensäge kann ich gerne übernehmen!“, meinte ich Schulter zuckend, was Alexander schließlich zum lachen brachte.
Er nickte.
„Von dir lasse ich mich liebend gerne nerven!“
Und wir schwiegen wieder.
Und wir schwiegen solange, bis ich den Umriss des Millennium in der Ferne erkannte.
Ich musste schlucken, mein Hals kratzte und Alex’ Lächeln verschwand komplett aus seinen Augen.
Er warf einen Blick auf seine Armbanduhr.
„Das ist wohl unser Ziel!“, murmelte er und stand schon an der Tür, bevor die Bahn überhaupt zum stehen gekommen war.
Ich beeilte mich, ihm hinter her zu eilen, als er förmlich aus der Bahn sprang.
„Alex, verflucht! Kannst du bitte nicht von mir wegrennen?“, rief ich ihm hinter her.
Alex rannte voraus, sein Rucksack hüpfte hoch und runter und seine Haare wehten wild um seinen Kopf herum.
Ich atmete schwer.
Sport war noch nie so meins…
„Alex!“, rief ich erneut, völlig außer Atem.
Er drehte sich nicht mal nach mir um!
Langsam wurde ich leicht wütend.
Erst, als wir beim Millennium ankamen, blieb Alex stehen – direkt unter der Feuertreppe.
Ich sah ihn ärgerlich an.
„Was sollte das gerade? Warum um alles in der Welt mussten wir hier her rennen?“, fragte ich außer Atem.
Alex grinste mich an.
„Wir sind spät dran…“, murmelte er, als wäre das eine legitime Antwort!
Ich stützte die Hände in die Hüften und ließ entkräftet meine Tasche fallen.
„Was?“, wollte ich wissen, völlig verwirrt.
Alex seufzte.
„Wir sind spät dran. Die Funk nimmt nur morgens ihre Leute auf!“, erklärte er und ich lachte, atemlos.
„Die fucking Drogenbande hat Sprechzeiten?“, fragte ich, Alex grinste und nickte.
„So kannst du es auch sagen…“
Er hob meine Tasche auf und drückte sie mir in die Hand.
„Auf geht’s. Wir müssen los“
Ich verzog das Gesicht und nahm widerwillig meine Tasche an, schulterte sie und folgte Alex die Treppe hoch.
Es waren tausende Stufen – ich setzte mir in den Kopf, zukünftig ins Fitnessstudio zu gehen – aber wir hatten es schließlich geschafft.
Vierter Stock.
Vor einer roten, verrosteten Eisentür.
Das Gitter der Treppe unter uns schien auch nicht viel besser erhalten.
Ich sog scharf die Luft ein.
„Scheiße ist das hoch!“, keuchte ich und wagte es nicht, nach unten zu sehen.
Ich spürte den Wind um meine Knöchel rauschen und versuchte, einigermaßen normal zu atmen – was mir beim besten Willen nicht gelang.
Alex drückte meine Hand.
„Hey, du musst keine Angst haben…“, murmelte er.
Ich lachte auf.
„Das sagst du so leicht. Ich habe aber Höhenangst, und das schon ewig!“
Alex drückte erneut meine Hand.
Dann lächelte er mich kurz an.
„Du wirst nicht fallen“, meinte er, ging daraufhin einen Schritt nach vorne und klopfte, scheinbar in einem bestimmten Rhythmus an die alte Tür.
Kurz passierte nichts, doch nach wenigen Sekunden wurde die Tür geöffnet.
Ein junger Mann trat heraus, blieb aber wie angewurzelt stehen, als er uns sah.
„Alex? Scheiße Mann, was machst du denn hier?“, fragte der junge Mann,
seine pechschwarzen Haare waren wild in alle möglichen Richtungen gegelt.
Er sah sich kurz um, schloss die Tür bis auf einen kleinen Schlitz, kam auf Alex zu und schloss ihn in seine Arme.
Ich kaute beunruhigt auf meiner Unterlippe herum.
Alex seufzte und nickte in meine Richtung.
„Wir beide wollen der Funk beitreten“, erklärte er, der Mann riss die Augen auf.
Dann schüttelte er den Kopf.
„Alex, das kannst du nicht tun... Verflucht, wenn du nicht das Klopfzeichen gekannt hättest, hätte ich dir gar nicht aufgemacht! Klar warst du mega gut, aber du würdest dein Leben aufs Spiel setzen, wenn auch nur irgendetwas in Boss' Gegenwart passiert!“, murmelte er.
Dann seufzte der Mann ebenfalls.
„Und außerdem solltest du sie nicht mit hier her bringen.“
Ich runzelte die Stirn.
Warum nicht?
„Ihr seid wegen Amelia hier, oder?“, fragte er, mein Herz schlug schneller.
Alex nickte langsam.
Dann legte er seine Hände auf die Schultern des Mannes und sah ihn mit ernstem Gesicht an.
„Marco... ich weiß, es ist gefährlich. Aber Boss hat mir gedroht. Ich muss das hier tun, und zwar freiwillig. Tu mir den Gefallen und bring uns da rein!“, bat er, der Mann - Marco - runzelte äußerst kritisch die Stirn.
Er schloss für einen Moment die Augen, dann nickte er.
„Wartet einen Moment. Ich gehe Boss suchen!“
Marco verschwand durch die Tür und schloss sie mit einem lauten Knall.
Alex fluchte leise vor sich hin.
„Wer war das?“, wagte ich zu fragen.
Alex atmete tief durch.
Dann drehte er sich zu mir.
„Marco und ich waren so was wie Freunde. Er ist ziemlich kompliziert – und eigentlich redet er auch nicht gerade viel. Sitzt meistens draußen, die halbe Nacht lang, lauscht den Geräuschen der Stadt. Wir haben ein paar Deals durchgezogen. Und außerdem kannte er Amelia. Sie war die einzige, die mit ihm ganz normal reden konnte!“, antwortete er mir.
Ich nickte mechanisch und wusste nicht, was ich noch erwidern sollte.
Doch ich hatte auch nicht wirklich Zeit, großartig darüber nachzudenken, da wurde die Tür wieder aufgemacht.
Ich erkannte Marco, der einen älteren Mann begleitete.
Er trug einen schwarzen Anzug mit Nadelstreifen, ein paar schwarze Lackschuhe und seine grau melierten Haare waren zurück gekämmt.
Als er grinste, sah ich, dass sein Eckzahn vergoldet war.
Ich schauderte.
Er sah absolut Angst einflößend aus.
„Alex? Alexander McCurdy?“, fragte er.
Seine Stimme war rau und kehlig, als hätte er jahrelang geraucht.
Alex nickte zögerlich.
Ich spürte, wie der Griff um meine Hand fester wurde.
Der Mann trat einen Schritt nach vorne.
„Ich danke dir Marco, du kannst wieder gehen“, murmelte er, woraufhin Marco gehorsam nickte und im Innern des Gebäudes verschwand.
Der Mann fing wieder an zu grinsen.
„Was fällt dir nur ein, hier wieder aufzukreuzen, Alexander?“, fragte er, auf einmal fuchsteufelswild.
Wie aus dem Nichts packte er Alex am Kragen, seine Hand wurde meiner entrissen.
Ich schrie auf und schlug mir die Hände vor den Mund.
Alex keuchte.
„Boss, hör zu. Ich bin wegen dem Brief hier…“, erklärte er und wirkte ganz ruhig, als wäre das hier vollkommen normal.
Der Mann schnaubte.
„Der Brief? Bist du wirklich so dumm? Ich wollte das Mädchen, nicht dich!“
Alex schüttelte den Kopf, Boss ließ ihn augenblicklich los.
Er taumelte zurück.
„Wir wollen wieder beitreten. Hier. Euch!“, äußerte er vorsichtig.
Boss lachte und es klang verrückt.
„Du glaubst doch nicht im Ernst, dass wir dich hier einfach wieder aufnehmen würden?“, fragte er und schnaubte abschätzig.
Alex öffnete den Mund, wusste aber nicht, was er noch sagen sollte und schloss ihn wieder.
Ich seufzte, nahm dann meinen ganzen Mut zusammen und trat dann einen Schritt nach vorne.
Alex wollte mich stoppen, doch ich schüttelte nur den Kopf.
„Hören sie… Wir sind eigentlich wegen mir hier. Sie wollen doch auch eigentlich nur mich hier haben, oder nicht? Also, hier bin ich. Gekommen, um freiwillig ihrer Crew beizutreten. Das sollte sie freuen, oder nicht? Aber ohne Alex werde ich nicht hier bleiben… Also?“
Boss sah mich feindselig an.
Alex griff ganz langsam wieder nach meiner Hand und umschloss meine Finger.
Ich spürte, wie er zitterte.
Ich allerdings war vollkommen ruhig. Ich weiß nicht, was mich dazu brachte, so mit dem gefährlichsten aller Drogendealer umzuspringen, aber ich war hier ja auch nicht zum Spaß. Entweder, wir verhandelten klar und eindeutig, oder wir gingen – und ich würde der Funk die Polizei auf den Hals hetzen.
Ganz gleich, ob ich da lebend raus kommen würde…
Boss betrachtete mich hochnäsig und feindselig.
Dann nickte er.
Ganz langsam.
Äußerst kritisch.
Ich merkte sofort, wie sich Alex’ Griff um meine Hand wieder verstärkte.
„Na gut, kleines Biest. Mir gefällt deine Art. Nicht ganz so aufmüpfig, wie deine Schwester, aber scheinst ganz nah dran zu sein. Tretet ein in mein Reich!“ <

Mittwoch, 13. Mai 2015

Inspiring

Und wenn du mich küsst, dann ist die Welt ein bisschen weniger scheiße! 

~

Kraftklub - Songs für Liam

Samstag, 9. Mai 2015

Watch out for... Vikings

Hallo ihr da draußen,

iiiiich bin ein Seriensuchti. Und das weiß auch jeder in meinem Umfeld :D
Deswegen eine weitere Empfehlung an euch alle: Vikings.
Uh la la, also wer auf Gemetzel steht, der ist hier richtig.
Vikings spielt - wie sollte es wohl anders sein - zur Zeit der Wikinger und dreht sich um den Krieger Ragnar Lothbrok, seine Frau Lagertha, seine Kinder, seine Krieger und seine Macht.
Kurze Inhaltsangabe (Quelle: Fernsehserien.de):
> Im 8. Jahrhundert nach Christus lebt Ragnar Lothbrok mit seiner Frau Lagertha (Katheryn Winnick) und seinen Kindern Bjorn und Gyda im Stamm des Earl Haraldson (Gabriel Byrne). Wie alle Bewohner der Siedlung ist Ragnar eigentlich ein Bauer, der aber in den Sommermonaten an einer Raubfahrt teilnimmt, um das karge Einkommen aufzubessern.
Als der Anführer den alljährlichen Sommerraubzug gen Osten vorbereitet, erhebt Ragnar Einspruch. Denn durch die regelmäßigen Raubzüge gibt es im Osten nichts zu holen. Ragnar will nach Westen segeln, wo er sicher ist, dass sich jenseits des offenen Meeres neue Länder finden. Aber die Fahrt über das offene Meer statt wie üblich in Sichtweite des Ufers ist gefährlich.
Schließlich macht er sich gegen den Willen Haraldsons mit einigen Männern auf die Reise, darunter sein Bruder Rollo (Clive Standen) und den verrückt-genialen Schiffbauer Floki (Gustaf Skarsgård).
Damit beginnt die Saga von Ragnar Lothbrok, der sich in Zukunft mit immer neuen Herrschern messen wird, während seine Abenteuerlust auch in romantischen Dingen zu Problemen mit seiner Frau und seinem Sohn führen. Zudem steht Ragnars Bruder immer wieder vor der Frage steht, ob er seinem Bruder folgen soll, oder versuchen soll, einem Platz ihm ebenbürtig einzunehmen. <
Leute, Leute, Leute. Diese Serie ist meeeega! Bisher wurden in Deutschland zwei Staffeln ausgestrahlt, natürlich mit offenem Ende. Eine dritte Staffel existiert, Ausstrahlungstermin ist aber bisher noch unbekannt.
Ich kann die Serie nur jedem empfehlen, der auf Gemetzel steht, auf ein paar Blutbäder, auf heldenhafte Männer und (!) Frauen und auf ein paar dezente Liebesgeschichten!
Schaut schnell rein!
Eure Mademoiselle

Sonntag, 3. Mai 2015

The modern days #38



> „Was tun wir jetzt?“, fragte ich flüsternd und atmete schwer.
Alex strich mir beruhigend über den Rücken.
Ich hatte meine Wange an seine Brust gedrückt und roch den Duft von Rosen, der ihn immer umgab.
„Schh, Alice. Also, wir fahren erst noch kurz zu mir nach Hause, meine Sachen holen, okay?“
Er löste sanft seine Arme von mir und schob mich ein kleines Stück von sich, um mir in die Augen zu sehen.
Ich war nicht sicher, ob ich geweint hatte.
Alex lächelte.
„Du musst absolut keine Angst haben! Alice, das wird schon alles. Weißt du nicht mehr? Wir stehen das alles gemeinsam durch!“
Er strich mir über die Wange, ich nickte und schniefte.
„Ich führe mich auf wie ein kleines Kind!“, murmelte ich und schloss für einen kurzen Moment die Augen, Alex schüttelte lächelnd den Kopf.
„Nein. Ich verstehe dich. Aber wir kriegen das alles hin. Und jetzt...“, er stieß sich von seinem Motorrad ab und nahm meine Hand, „jetzt fahren wir erstmal. Dein Dad beobachtet uns schon die ganze Zeit. Hauen wir ab, okay?“, fragte er, ich begann zu lächeln.
Dann nickte ich.
„Natürlich. Lass uns gehen“
Alex grinste.
„Aber einen ordentlichen Abgang lasse ich mir nicht nehmen“, murmelte er, zog mich zu sich und hauchte mir einen federleichten Kuss auf die Wange, als wäre es das Normalste auf der Welt.
Dann sah er grinsend zu meinem Vater nach oben und zeigte ihm ein Peace Zeichen.
Ich lachte, drehte mich ebenfalls um und winkte meinem Vater.
Er nickte uns beiden zu und als Alex seinen Arm um meine Taille legte, lächelte er.
„Glaubst du, er kauft uns das ab?“, fragte ich und drehte mich wieder zu Alex.
Er zuckte mit den Schultern.
„Ich denke es. Aber wir müssen jetzt los!“, erwiderte Alex.
Er drehte sich wieder gen Motorrad und überreichte mir einen Helm.
„Schon mal Motorrad gefahren?“, fragte er daraufhin, ich nickte.
„Du wirst es nicht glauben, aber meine Mutter hat das früher geliebt. Wir sind aber nicht oft gefahren, und als das dann mit Amelia passiert ist, gar nicht mehr!“
Alex nickte nachdenklich.
„Halt dich einfach gut fest, okay?“
Ich nickte.
„Klar.“
Er nahm sich selbst seinen Helm, setzte ihn auf und stieg daraufhin auf seine Maschine.
Ich schulterte meine Tasche.
Alex reichte mir seine Hand, ich ergriff sie und positionierte mich dann hinter ihm auf dem Motorrad.
Reflexartig schlang ich meine Arme um seinen Bauch.
Ich spürte, wie er tief durchatmete.
Und los geht's!
Er startete den Motor, ließ ihn förmlich aufheulen.
Das Haus war rasend schnell aus meinem Blickfeld.
Ich verstärkte meinen Griff, wir nahmen erheblich an Geschwindigkeit zu. Mein Herz klopfte, doch der Grund war nicht wirklich sicher.
Die bevorstehende Zeit mit der Funk?
Die rasante Fahrweise von Alex, der sich zwischen den Autos hindurch schlängelte.
Oder schlichtweg Alex selbst?
Er hatte mich geküsst! Um Gottes Willen, er hatte mich geküsst!
Okay, es war nur auf die Wange. Und es war nur gefaket.
Aber meine Haut brannte.
Ich war versucht, meine Hand unter den Helm zu schieben und mein Gesicht zu berühren, doch ich wollte Alex nicht loslassen.
Zudem wäre es dumm gewesen. Ich seufzte.
Alice, du führst dich wirklich auf wie ein Kind!
Ich war so in meine Gedanken vertieft, dass ich erst spät bemerkte, wie wir die Einfahrt zu Alex' Wohung entlang fuhren.
Er hielt direkt am Haus und ließ mich erst vom Sitz gleiten, ehe er ebenfalls abstieg.
„Alles okay?“, fragte Alexander, als wir beide beinahe synchron die Helme absetzten.
Er fuhr sich durch die langen Haare, ich nickte.
„Alles bestens. Lass uns deine Sachen holen und dann verschwinden. Ich will das alles einfach so schnell wie möglich hinter mich bringen!“
Alex lächelte aufmunternd.
„Ich glaube, du machst dir zu viele Sorgen!“, entgegnete er.
Ich zuckte mit den schultern.
„Ich habe keine Angst, da beizutreten. Ich weiß nur nicht, wie wir es wieder raus schaffen. Was werden sie sagen, wenn ich da plötzlich stehe? Und du? Du trägst dieses Tattoo, bist du nicht ein Verräter?“
Alex verzog den Mund, ich kniff für einen Moment die Augen zusammen.
„Tut mir leid“, fügte ich schnell hinzu, Alexander schüttelte den Kopf.
„Ich weiß. Natürlich habe ich die Funk verraten, ich meine, das Tattoo sagt alles. Aber darüber will ich jetzt nicht nachdenken. Ich bin mir sicher: jeder, der freiwillig zur Funk kommt, wird dort gerne aufgenommen. Die wissen, wie gut ich war. Es wird leicht werden, hinein zu kommen, da hast du recht.“
Er nahm meine Hand und klammerte sich förmlich daran fest.
„Und ich werde dich da auch wieder rausbekommen. Egal wie. Das verspreche ich dir, Alice“
Ich lächelte schwach.
„Versprich nichts, was du nicht auch halten kannst!“ <