Was findest du hier?

Ein noch nicht ganz erwachsenes, chaotisches und kreatives Hippie-Mädchen schreibt hier alles auf, was ihr gerade durch den Kopf geht :)

Donnerstag, 26. Februar 2015

Poetry

Infinity

Und irgendwie renne ich
weit weit weg von mir
nah zu dir
an dein Herz
denn du hast meines
genommen. Verlorn!
Sternschnuppenfunkeln sind deine Augen
auf Ewig.

~

Ein kurzes Gedicht, das mir spontan so eingefallen ist.
Hoffe, es gefällt euch da draußen! 
Eure Mademoiselle

Montag, 23. Februar 2015

The modern days #33



> Nach dem Frühstück heute Morgen hatte mir Mama noch mal eine Moralpredigt darüber gehalten, dass ich ja verhüten sollte, falls ich mit Alex schlief.
Ich war nah an einem Wutanfall.
  1. wusste ich das selber.
  2. geht es meine Mutter ja überhaupt nichts an, was ich außerhalb dieses Hauses machte
  3. sind Alex und ich doch nicht mal zusammen!!!
Doch darüber musste ich mir jetzt erstmal keine Gedanken machen, da ich gleich zu Ben gehen würde.
Zwar hatte ich mit Alex ausgemacht, dass wir diese Woche noch mal reden, aber Ben ist ein vielbeschäftigter Mann, es wird ihm also eh nicht auffallen, wenn ich nicht oft zuhause sein würde.
Doch trotzdem freute ich mich darauf, wenigsten ein klein wenig Zeit mit ihm verbringen zu können.
Es war schon fast Tradition, dass ich die erste Woche der Weihnachtsferien bei meinem Vater verbrachte.
Ich packte meine Tasche mit frischer Kleidung, meinem Skizzenbuch und den Stiften und steckte mein Handy in die Seitentasche.
„Mama? Ich fahr jetzt. Ich ruf dich heute Abend an, okay?“, rief ich quer durch die Wohnung.
Ich sah, wie die Tür des Arbeitszimmers aufging und meine Mutter hinaus schaute.
„Viel Spaß Schätzchen! Richte Ben viele Grüße von mir aus, ja? Wir sehen uns spätestens nächste Woche“, meinte sie lächelnd, warf mir einen Luftkuss zu und verschwand, so schnell sie aufgetaucht war.
Ich schüttelte nur den Kopf.
Meine Mutter arbeitet einfach durchgehend, selbst wenn sie nicht arbeiten müsste.
Ich fragte mich, wann sie irgendwann begreift, dass es ihr nicht gut tun wird, wenn sie zum Workaholic mutiert…
Aus der Kommode im Gang nahm ich mir meine Schlüssel, danach zog ich mir Jacke, Mütze und Schal an.
Die Temperaturen sanken von Tag zu Tag und die dünne Eisschicht auf den Pfützen zeugte vom schlagartigen Wintereinbruch.
Da meine Mutter diese Woche ihr Auto ausnahmsweise einmal benötigte, um zu einem Ärztekongress oder was auch immer zu fahren, nahm ich die Straßenbahn.
Nach einer knappen Stunde mit insgesamt fünf Mal umsteigen und einem kurzen Fußmarsch stand ich vor Bens Appartement.
Ich besaß einen Schlüssel, also nahm ich gleich die Treppe und betrat oben angekommen die Wohnung.
Von innen klopfte ich gegen die Tür und sah mich um.
Mal wieder typisch Papa: Es lief lautstark Billy Talent – von ihm hatte ich wohl mein Faible für Punk Rock geerbt – und man verstand wohl nicht mal mehr seine eigenen Gedanken.
„Ben?“, kreischte ich und lief zur Stereoanlage. Dort drehte ich erst einmal auf minimales Volume und rief noch einmal.
Auf einmal nahm ich Schritte wahr und drehte mich um.
Es war mein Vater, irritiert lief er auf mich zu.
„Hey Kleine, warum drehst du die Musik leiser?“, fragte er grinsend und schloss mich in seine Arme.
„Schön dich zu sehen“, murmelte er, ich umarmte ihn fest.
„Ich freue mich auch dich zu sehen. Und irgendwie musste ich ja deine Aufmerksamkeit erlangen, die Musik raubt dir jeglichen Verstand“, erwiderte ich lachend.
Wir lösten uns voneinander und mein Vater nahm mir meine Tasche ab.
Er drehte sich um und ich lief wie jeher hinter ihm her, in mein Zimmer.
Es war nichts großartiges, nur ein ganz kleiner Raum mit einem schmalen Bett und einem Regal mit den nötigsten Sachen. Doch ich hatte, als Ben hier eingezogen ist, bestimmen dürfen, mit welcher Farbe ich die Wände anpinseln wollte.
Meine Idee war simpel: Drei der vier Wänden wurden türkis gestrichen, natürlich, doch die vierte Wand ließen wir weiß. Ben erlaubte es mir (nachdem ich ihn sehr oft danach gefragt hatte) diese Wand als ein riesiges Kunstwerk zu gestalten.
Ob mit Bleistift, Acryl oder Wasserfarbe, an diese Wand male und zeichne ich, was mir gerade so in den Sinn kommt.
„Wie geht’s dir, Kleine? Wie geht’s deiner Mutter?“, fragte Ben und stellte meine Tasche auf das Bett.
Ich setzte mich lächelnd.
„Mir geht’s ganz gut, ich bin froh, endlich dem Schulstress zu entkommen. Mama arbeitet, wie immer. Ich soll dich von ihr grüßen“
Mein Vater nickte, setzte sich neben mich und seufzte.
„Ich wollte eigentlich gerade noch ein paar Klausuren korrigieren, eine schreckliche Aufgabe, wenn du mich fragst. Aber da du jetzt schon hier bist, lass uns essen gehen, okay? Hast du Hunger?“
Ich grinste.
Mein Vater – von Beruf Musiklehrer – liebte seinen Job von ganzem Herzen. Aber er war nie so ganz mit unserem Schulsystem einverstanden. Er meint, Noten wären überflüssig, es geht alleine um das Prinzip des Lernens.
Deswegen hasst er es auch, Klausuren zu korrigieren. Denn in seinen Augen ist das nur gezwungene Auswendig-Lernerei, die rein gar nichts mit Spaß an der Musik zu tun hatten. In Fächern wie Mathe sei das anders, aber Kreativität könne man nicht bewerten.
Er gibt lieber nebenbei noch Klavier-, Gitarren- und Bassunterricht, um sein Pensum an Musik zu erhöhen.
Ich musste wieder lächeln. Mein Vater ist und bleibt ein Vollblutmusiker.
Eigentlich wollte er mit seiner früheren Band, a million ways to panic, groß durchstarten und das Leben eines echten Rockstars leben.
Aber das wurde dann nicht ganz, wie er erhofft hatte, und so beschloss er, sein musikalisches Talent an andere weiterzugeben. Die Band existiert zwar noch, aber eher als Hobby mit gelegentlichen Auftritten in seinem Club.
Da er nicht an meiner Schule ist, konnte ich seine Talente als Lehrer nicht einschätzen. Aber so wie ich Ben kannte, war er ein purer Chaot, der seine Schüler mit in sein Rockstarleben ziehen will.
„Natürlich habe ich Hunger, was denkst du denn!“
Mein Vater grinste.
„Okay Kleine, lass uns gehen. Du darfst entscheiden, wohin“
Wir verließen mein Zimmer und mein Vater schmiss mir seine Autoschlüssel entgegen.
„Und du darfst natürlich fahren.“
Ich betrachtete den Schlüssel, den mir mein Vater zugeworfen hatte.
„Ähm... irre ich mich oder ist das ein anderer Schlüssel?“
Ben nickte grinsend.
„In der Tat, ich hab ein neues Auto.“
Ich zog überrascht die Augenbrauen nach oben.
„Du hast deiner alten Karre also lebwohl gesagt?“, fragte ich ungläubig. Mein Vater nickte erneut.
„Ja, leider. Motorschaden, da kann man nichts mehr retten... nun ja, es wahr vermutlich eh schon längst Zeit für ein neues Auto!“
Diesmal war ich diejenige, die nickte.
Papas Auto war echt nur noch ein Haufen Schrott. Uralt und rostig, etc.
Und Ben ist durch seinen Club, die Band und seinen normalen Job ja auch nicht gerade arm. Es war echt schon lange Zeit, dass er sich einen neuen Wagen zulegen sollte.
Ben und ich verließen die Wohnung, gingen ins Untergeschoss bis hin zur unterirdischen Garage.
Weit und breit nur ein einziges Auto zu sehen.
Irritiert sah ich mich nach meinem Vater um.
„Ähm... ist das...“
Ben lachte.
„Ja. Sieht schick aus oder? Ich wusste anfangs nicht, ob er mir wirklich gefällt. Aber irgendwie steh ich auf diesen Luxus!“
Ich musste schlucken.
Mein Vater ließ mich seinen neuen Wagen fahren, und zwar einen Porsche!
Ich hatte keine wirkliche Ahnung, welches Modell. Es war nur schwarz und sah massig teuer aus!
„Und du lässt mich wirklich damit fahren?“, fragte ich, immer noch ungläubig.
Mein Vater nickte.
„Selbstverständlich. Du bist eine exzellente Fahrerin.“
Ich nickte nur und öffnete den Wagen.
Innen drin roch es noch nach frischem Leder.
Ich rümpfte die Nase.
„Musste es Leder sein?“, fragte ich, startete den Motor und versuchte mich daran, mit diesem Monster von Auto rückwärts auszuparken.
Mein Vater zuckte mit den Schultern.
„Das war ein Austellungsmodell. Ich hab’s genauso gekauft, wie es da stand.“
Ich nickte und hatte es endlich geschafft, die Tiefgarage zu verlassen.
Mein Vater räusperte sich
„Ähm, Kleine, kurzer Themawechsel, okay? Was ist gestern Nacht passiert?“, fragte er, ich seufzte.
Oh Mann, dass das jetzt kommen musste.
Kann ich mich nicht mal auf eine Sache konzentrieren?
Entweder Auto fahren oder eine gute Geschichte erfinden.
Beides gleichzeitig geht nicht!
„Ähm… Also ich war bei Freunden!“, meinte ich und lächelte.
Mein Vater lachte.
„Komm schon Kleine, ist es so peinlich? Erzähl deinem Dad die Wahrheit!“, meinte er amüsiert, ich seufzte wieder.
„Na gut… Also okay, es gibt da so einen Kerl…“
„Ahhh, ja das sagt alles!“
Ich war Ben einen kurzen, wütenden Blick zu.
„Nein, eben nicht! Aber genauso ist Mama auch, deswegen kann ich ihr das auch nicht sagen. Alex und ich sind nur Freunde. Aber wir reden oft, weißt du er kannte Amelia… Ich bin einfach nur gut mit ihm befreundet und ich verbringe relativ viel Zeit mit ihm. Und deswegen will ich aber nicht, dass alle in meinem Umfeld da zu viel rein interpretieren, okay?“, fragte ich, mein Vater nickte, plötzlich gar nicht mehr so amüsiert.
„Okay, Kleine, ich versteh dich. Haken wir dieses Thema ab, ich werde nicht mehr nachfragen. Aber cool, dass du mir die Wahrheit trotzdem gesagt hast!“
Ich nickte lächelnd.
„Klar.“
So gut wie unbewusst war ich in Richtung Innenstadt gefahren. Eigentlich hatte ich kein wirkliches Ziel vor Augen gehabt, aber nun fiel mir ein kleiner Laden ein, den ich schon immer geliebt habe.
Als ich einen Parkplatz gefunden habe und mit Ben nach kurzem Fußmarsch endlich im Restaurant, fiel mir wieder ein, dass ich ja letzt im Club war.
„Hey, als du mich letzte Woche angerufen hast, wegen a million ways to panic, weißt du noch? Ich war doch da!“, erzählte ich, Ben nickte überrascht.
„Das erfreut mich! Ich hab dich aber gar nicht gesehen… warst du mit jemandem dort?“, fragte er, ich nickte und biss mir auf die Unterlippe.
Mein Vater nickte wieder.
„Mit Alex? Der Junge scheint es dir angetan zu haben – auf gaaanz unromantische weise!“, erwiderte er und grinste.
Ich verdrehte die Augen.
Doch ehe ich etwas erwidern konnte kam ein Kellern und überreichte uns die Karten.
Mein Vater und ich plauderten ein wenig, bis unser Essen kam.
„Für wen war der Roibuschtee? Für die reizende junge Dame?“, fragte der Kellner – der wie aus dem Nichts gerade wieder aufgetaucht war – und grinste mich an.
Ich lächelte.
„Ja der war für mich“, erwiderte ich und nahm die Tasse entgegen.
Mein Vater beäugte mich argwöhnisch.
„Kleine, der stand auf dich. Aber so was von!“
Ich sah ihn vorwurfsvoll an.
Ben lachte.
„Was denn? Ich werde ja wohl wissen, wenn ein Mann auf eine Frau steht. Erlaube deinem alten Herrn die Frage: wie sieht es an der Männerfront aus? Irgendein zukünftiger Schwiegersohn in Aussicht – abgesehen von deinem neuen besten Freund meine ich!“
Ich schüttelte den Kopf und rührte in meinem Tee herum.
„Nein. Die Menge an mich anhimmelnden Männern ist im Moment nicht so groß!“, meinte ich ironisch und lachte.
Ben zuckte mit den Schultern.
„Wie auch immer...“
Auf einmal klingelte mein Handy.
Die Nummer war mir vertraut, ich runzelte sie Stirn.
„Nur einen Moment“, murmelte ich und hob ab.
„Ja, was gibt’s?“, fragte ich und hörte ein Seufzen als Antwort.
„Alice, tut mir leid, dass ich dich bei was auch immer störe. Aber ich brauche dich. Ganz dringend. Können wir uns treffen?“ <

Sonntag, 15. Februar 2015

Watch out for... The Flash

Hallo ihr da draußen,

ich melde mich mal wieder mit einem - wenn man es so sagen kann - Trend.
Denn seit Dienstag läuft die neue Serie "The Flash" auf ProSieben.
Und ich, als Serienjunkie und bekennender Science Fiction Fan, musste natürlich gleich mal reinschauen.
Um mal kurz die Story wieder zu geben (Wikipedia):
"Barry Allen ist als Forensiker bei der Polizei von Central City tätig. Als der Teilchenbeschleuniger in den STAR Labs explodiert, fällt er ins Koma, aus dem er erst nach neun Monaten erwacht. Kurze Zeit später stellt er fest, dass er Superkräfte besitzt. Er ist der schnellste Mensch der Welt. Barry muss sich nicht nur mit seinen neuen Superkräften zurechtfinden, sondern sich auch noch um seinen Vater Henry kümmern, der wegen des Mordes an seiner Mutter im Gefängnis sitzt. Er glaubt jedoch an dessen Unschuld. Sein „Ziehvater“, der Detective Joe West, unterstützt ihn dabei."
Leute, also ich bin hellauf begeister von dieser Serie. Zum einen sind es die sehr gut gemachten Effekte und der oldschool touch des Superhelden in seinem roten Kostüm, was mir sehr gut gefällt.
Zum anderen aber ist die Geschichte dieses jungen Mannes, der schon viel im Leben durchgemacht hat, sehr authentisch. Vor allem, weil er zusehen muss - achtung, Klischee - wie seine heimliche große Liebe mit einem anderen zusammen kommt.
Ich würde nicht unbedingt herzzerreißend sagen, aber dramatisch und spannend auf jeden Fall.
Schaut mal rein, falls euch diese Superhero Geschichten interessieren.
Eure Mademoiselle

Freitag, 6. Februar 2015

The modern days #32



> „Nic, wie um alles in der Welt kommst du da drauf, dass ich Sex mit Alice habe?“, fragte Alex völlig entrüstet.
Sein Bruder zuckte mit den Schultern.
„Ich war wach, als ihr zusammen in dein Zimmer seid. Dachte, sie bleibt für ein paar Stunden, aber dann auch noch die ganze Nacht… Also…?“
Ich schüttelte perplex den Kopf.
Alex grinste nur.
„Warum zum Teufel warst du mitten in der Nacht wach? Hast du mal wieder Cola getrunken? Unerlaubt?“
Niclas sah zu Boden, grinste verstohlen und nickte.
Alex seufzte.
„Nic, wie oft soll ich dir das noch sagen? Koffein tut deinem Kopf echt nicht gut. Und was deine höchst interessante Theorie angeht: Nein, ich schlafe nicht mit Alice. Sie hat hier übernachtet, weil es schon viel zu spät war, um alleine nach hause zu fahren. Und sie hat alleine in meinem Bett geschlafen, okay? Ich habe im Wohnzimmer gepennt, dass das klar ist. Wie kommst du überhaupt auf solche Themen?“
Nic grinste.
„Wir haben jetzt Sexualkunde als neue Unterrichtseinheit. Das ist echt crazy!“
Alex schloss kurz die Augen und sah dann zu mir.
„Entschuldige meinen durchgedrehten kleinen Bruder“, meinte er grinsend.
Ich zuckte nur mit den Schultern und schüttelte den Kopf.
„So sind Brüder nun mal, oder nicht?“
Ich räusperte mich.
„Hey, Alex, kann ich kurz mit dir alleine reden?“, fragte ich, Alexander nickte sofort.
„Klar. Gehen wir ins Wohnzimmer!“
Ich stand auf, ebenso tat es Alex.
Er wandte sich kurz an Nic.
„Ich will keine dummen Sprüche mehr hören, okay? Und wehe, du fabrizierst wieder Müsli-Matsch auf dem Tisch!“
Nic grinste und nickte, dann folgte mir Alex ins Wohnzimmer.
Er sah mich lächelnd an.
„Ist alles okay?“, fragte er, ich nickte.
Dann setzte ich mich auf einen der Sessel und seufzte.
„Alex, es… es tut mir leid. Keine Ahnung, ob du meine SMS bekommen hast. Aber wegen gestern… Ich war mit den Nerven am Ende und im Moment geht’s mir einfach nur noch dreckig. Diese tägliche Konfrontation mit allem Möglichen überfordert mich, so viel wie in den letzten Tagen habe ich noch nie geweint. Weißt du, ich wollte doch nur wissen, was mit Amelia passiert ist. Ich wollte nicht Teil einer Drogenbande werden, ich wollte nicht von den anderen in der Schule gemobbt werden, ich will nur wieder mein ganz normales Leben zurück. Es tut mir einfach leid, okay?“
Am Ende brach meine Stimme ab und ich merkte, wie die Tränen wieder anfingen zu laufen.
Alex seufzte, nahm meine Hände und half mir hoch.
Dann wischte er, wie heute Nacht, die Tränen von meinen Wangen und zog mich vorsichtig an sich.
Ich ließ meinen Kopf gegen seine Brust fallen und schluchzte.
„Sch… Alice, es ist alles okay. Du musst dich nicht entschuldigen. Ich weiß, wie du dich fühlst und ich kann dich vollkommen verstehen. Aber wir stehen das jetzt durch, okay? Wir zeigen den Leuten da draußen, dass sie nicht einfach alles mit uns machen können, was sie wollen!“
Ich sah zu ihm hoch.
„Das heißt du verzeihst mir?“, fragte ich.
Alex nickte.
„Natürlich. Ich habe mich dir gegenüber auch schon alles andere als freundlich benommen. Wir sind quitt, oder was meinst du?“, fragte er und schmunzelte.
Ich konnte tatsächlich auch lachen und nickte.
„Ja, ich denke schon“
Alex lächelte zufrieden.
„Na also!“
Er zog mich wieder fester in seine Arme und ich kuschelte mich an seine Brust.
Und ja. Ich wusste, dass das alles andere als normal aussah. Doch es war mir egal, denn es tat einfach nur verdammt gut.
Ich konnte Alexanders Herzschlag unter meiner Wange spüren und fühlte mich das erste Mal seit Tagen wieder einigermaßen geborgen.
„Hey, wie wäre es, wenn du noch ein bisschen da bleibst und wir... reden?“, murmelte Alex und seufzte.
„Ehrlich gesagt will ich das gestern nicht unkommentiert lassen und hab Angst, dass du dir darüber alleine den Kopf zerbrichst!“, meinte er und zuckte mit den Schultern.
Ich löste mich von ihm nickte.
Augenblicklich bekam ich eine Gänsehaut, mein Körper vermisste seine Wärme.
„Ja, gerne. Ich rufe nur kurz meine Mutter an... die wird vermutlich schon Panik schieben, weil ich nicht zuhause war.“
Alex nickte.
„Ich lass dich dann mal alleine. Kannst danach wieder in die Küche kommen, ich gesell mich solange zu meinem Bruder!“, meinte er, stand auf und lief aus dem Wohnzimmer.
Ich kramte mein Handy hervor. 14 Anrufe in Abwesenheit.
Oh shit.
Zuerst musste ich Ben anrufen.
„Kleine, was gibt's?“, begrüßte er mich.
„Ähm, hör zu Ben. Du musst mir einen kleinen Gefallen tun. Wenn Mama sich ganz panisch bei dir meldet, dann sag ihr bitte, dass ich bei dir übernachtet hab, okay?“, fragte ich und merkte selbst, wie bescheuert das klang.
Ben lachte.
„Kleine, das hat sie bereits heute Nacht!“
Ich erschrak.
„Und was hast du...“
Ben unterbrach mich sofort.
„Natürlich hab ich dich gedeckt. Alice, ich will dir nicht im Geringsten hinterher schnüffeln, aber das schien mir nicht deine Art. Ist denn alles okay?“, fragte er, ich lächelte erleichtert.
„Ja, alles okay. Ich muss nur... ich erklär’s dir morgen, okay? Wenn wir uns sehen?“, wollte ich wissen.
„Klar, bis morgen Kleine“, erwiderte er und legte dann auf.
Ich seufzte.
Fragt sich nur noch, was genau ich meinem Vater erklären sollte... Doch darüber konnte ich mir auch noch morgen Gedanken machen, jetzt wollte ich erst wieder mit Alex reden.
Ich schlurfte zurück zur Küche und fand dort Nic vor, der mit äußerst grimmigem Gesicht den Tisch abwischte.
Alex stand neben dran und beobachtete ihn mit Adleraugen.
Ich runzelte die Stirn.
„Was ist passiert?“, fragte ich und stellte mich neben Alex. Er sah mich amüsiert an.
„Ich sagte: mach keinen Müsli-Matsch. Und was macht mein Bruder? Müsli-Matsch. Und zwar auf dem Tisch!“
Nic sah genervt zu mir.
„Es war ein Unfall, okay?“
Alex lachte.
„Vollkommen egal. Du machst das sauber!“, meinte er mit einer strengen Erzieherstimme, woraufhin Niclas ihm die Zunge herausstreckte.
Ich grinste.
„Geschwisterliebe, nicht wahr?“, stellte ich fest, Alex nickte lachend. Dann nahm er sich seine Kaffeetasse von vorhin und nippte daran.
„Okay Bro. Du wirst das jetzt sauber machen und dann räumst du dein Zimmer auf. Und wenn ich Alice später nach hause fahre, bring ich dich zu Luca, ja?“
Niclas nickte widerspenstig.
„Kann ich mein Zimmer nicht später aufräumen? Es ist sowieso nicht chaotisch!“
Alex lachte und nahm einen weiteren Schluck Kaffee.
„No way. Junge dein Zimmer sieht schrecklich aus. Du wirst es aufräumen, sonst fahr ich dich auch nicht weg. Deal?"
Er streckte seinem Bruder eine Hand hin, Nic sah genervt darauf.
„Denk daran, ich bin derjenige, der das Haus bezahlt und der das Auto besitzt.“
Nic seufzte und schlug dann ein.
Alex grinste zufrieden.
„Geht doch.“
Er wendete sich an mich.
„Wohnzimmer, Schlafzimmer oder Bad. Du hast die Wahl!“, meinte er und grinste.
Ich lachte.
„Wohnzimmer. Schlafzimmer hab ich ja heute Nacht schon belegt!“
Alex und ich redeten stundenlang. Und das war in keinster Weise übertrieben. Mindestens drei Stunden verbrachten wir damit, über Gott und die Welt zu diskutieren. Wir hatten zwar mit meinen Ängsten vor der Funk angefangen, doch Alex hatte es geschafft mich einigermaßen zu beruhigen und wir sprangen von einem Thema zum anderen. Ich muss sagen, ich habe es wirklich genossen!
Irgendwann kam Nic ins Wohnzimmer und hat Alex damit genervt, dass er endlich zu seinem Kumpel wollte.
Sein großer Bruder gab schließlich nach.
Schließlich saßen wir alle zu dritt im Auto. Nic, der auf der Rückbank saß, beschäftigte sich damit, aus dem Fenster zu starren, da ein Polizeiwagen hinter uns fuhr.
Kleine Jungs sind ja so goldig!
Lucas Haus befand sich praktischerweise auf der Strecke zu meinem, weshalb wir Nic einfach kurz absetzen konnten, ohne einen großen Umweg zu fahren.
Alexander hielt am Straßenrand und ließ seinen kleinen Bruder aussteigen.
Dieser rannte ganz freudig zu dem Mehrfamilienhaus.
„Nic, warte kurz! Wann soll ich dich wieder abholen?“, rief Alex Nic durch die herunter gekurbelte Scheibe hinter her.
Sein Bruder drehte sich um.
„Lucas Mama hat gestern nach der Schule angeboten, sie fährt mich heute heim!“, rief er zurück und klingelte schließlich.
Die Haustüre des Gebäudes wurde geöffnet und eine Frau winkte.
„Ich bring ihn später nach hause!“, rief sie, Alex nickte.
„Dankeschön, Frau Trarras. Falls irgendetwas sein sollte, rufen sie mich an, okay?“, rief Alex zurück.
Die Frau nickte, lächelte liebevoll und winkte zum Abschied.
Nic war schon ins Haus gerannt, als Lucas Mutter die Tür schloss.
Alex drehte sich zu mir.
„Hey... also da Nic jetzt weg ist… musst du ganz dringend nach hause oder... oder gehen wir noch was essen?“
Ich sah ihn überrascht an und schüttelte den Kopf.
„Nein, äh... also ich hab noch Zeit. Von mir aus... okay. Gehen wir was essen!“
Alex nickte grinsend und sichtlich zufrieden.
Er reihte sich wieder auf der Straße ein.
„Also, auf was hast du Lust?“
Ich zuckte mit den Schultern.
„Keine Ahnung... aber ich habe auch überhaupt kein Geld oder meine Karte dabei...“
Alex lachte.
„Ich lade dich ein. Es gibt da so einen Laden, nicht weit weg von der Bar, in der ich arbeite, da könnten wir hin gehen. Es gibt Pasta aller Art, darauf hat der neue Koch sich spezialisiert.  Und keine Sorge, das Restaurant ist bei weitem nicht so zwielichtig wie das Nightmare“
Ich grinste.
„Wie du willst!“
Und Alex hatte untertrieben. Das war definitiv nicht zwielichtig. Das war einfach nur der Wahnsinn!
Das Restaurant war mehr ein Club, dämmriges Licht und überall tausende Kerzen.
Jazzmusik spielte im Hintergrund, gemischt mit dem leisen Gemurmel der wenigen Menschen, die an höchstens zehn Tischen verteilt saßen.
„Wow. Sieht toll aus hier drin“, murmelte ich staunend. Alex grinste und nahm meine Hand.
„Komm mit. Suchen wir uns einen Platz!“
Wie ich Trance ließ ich mich mitziehen, Alex steuerte die Bar an.
Dahinter stand ein junger Typ, nicht viel älter als wir beide, mit kurzen, abstehenden Dreadlocks.
Als er uns sah, schaute er erstaunt zu Alex.
„Alexander McCurdy. Dass ich dich auch mal wieder sehe! Wie gehts dir?“, fragte der Typ, Alex schüttelte ihm brüderlich die Hand.
„Gut, ja. Und dir so? Ich sehe, der Laden läuft gut. Hast du einen Tisch für uns zwei?“
Der Typ nickte.
„Natürlich. Für gute Freunde und ihre äußerst bezaubernden Begleitungen doch immer!“
Ich lächelte geschmeichelt.
Der Typ - er hieß Flo, stand auf seinem Namensschild - kam hinter der Bar hervor, und bat uns, ihm zu folgen.
Wir durchquerten den halben Raum und kamen schließlich an einem kleinen Tisch an.
„Viel Spaß euch zwei. Ich schick euch gleich jemanden, okay?“
Alex nickte, bedankte sich bei Flo und zog dann meinen Stuhl vor.
Erst da hielt er nicht mehr meine Hand, was ich auch erst bemerkte, als ich die wohlige Wärme nicht mehr spürte
Ich setzte mich lächelnd, Alex ging einmal um den Tisch herum und setzte sich ebenfalls.
„Woher kanntest du diesen Typ? Sind alle Barkeeper in dieser Gegend Freunde oder so?“, fragte ich grinsend.
Alex lachte und schüttelte den Kopf.
„Nein, nicht ganz. Als Nic und ich noch bei unserer Pflegefamilie gewohnt haben, hatte ich sozusagen eine Schwester. Ihr Name war Emma, sie war zwei Jahre älter als ich. Und Flo, das ist ihr Verlobter.“
Ich zog die Augenbrauen nach oben.
„Verlobter?“
Alex nickte.
„Ja, die zwei sind Turteltäubchen durch und durch. Haben sich verlobt, als sie 17 waren. Jetzt sind sie 24, haben zwar immer noch nicht geheiratet, sind aber noch zusammen“
Ich seufzte und lächelte.
„Schöne Geschichte. Und ihr seid Freunde geworden?“, fragte ich, Alex nickte wieder.
„Ja. Flo ist ein echt guter Kumpel. Aber wie du weißt, bin ich sehr beschäftigt. Er auch. Wir sehen uns nicht oft. Nur manchmal, hier, oder wenn ich meine Pflegefamilie besuche!“
Ich nickte.
Eine Kellnerin brachte uns die Speisekarte. Mir lief das Wasser im Mund zusammen, als ich dieses Arsenal an köstlichen Speisen überflog.
Und die Versprechungen in der Karte wurden definitiv gehalten.
Ich hatte mir Ravioli bestellt. Handgemacht, in einer himmlischen Sauce mit allen möglichen Kräutern.
„Du siehst aus, als wärst du high!“, meinte Alex nach einer Weile und grinste.
Ich schüttelte lachend den Kopf.
„High war ich noch nie, aber vermutlich fühlt man sich genauso, wie wenn man dieses geniale Essen probieren darf!“, antwortete ich mit vollem Mund.
Alex lächelte.
„Das heißt, es schmeckt dir?“, fragte er und zog die Augenbrauen nach oben.
Ich riss die Augen auf und nickte.
„Das ist genial. Mehr als das. Bist du oft hier?“, fragte ich.
Alex überlegte kurz, schüttelte dann den Kopf.
Dann stocherte er in seiner Lasagne herum.
„Nein... ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr, wann ich das letzte Mal hier war. Ich war auch noch nie mit jemand in Begleitung hier. Das war immer so mein geheimer Rückzugsort... hab nicht mal Nic hier her gebracht...“, murmelte er und malträtierte weiterhin sein Essen.
Ich schluckte schwer.
„Dann... bin ich also jemand besonderes?“, fragte ich leise und lächelte.
Alex sah hoch und lächelte ebenfalls.
„Ja. Wenn du es nicht wärst, wäre ich vermutlich nicht mit dir befreundet. Und ich bin froh, dass ich mit dir befreundet sein kann.“
Ich schmunzelte und erhob mein Glas. Alex erhob seines ebenfalls, ich stieß mit meinem gegen das seine.
„Auf diesen Abend. Und diese Freundschaft“
Und wie schon heute Mittag begannen wir zu quatschen wie zwei alte Damen.
Bis spät abends plauderten wir über Gott und die Welt.
Irgendwann kamen wir auf unsere gemeinsame "Partynacht" zu sprechen.
„Gehst du oft aus?“, fragte Alex, ich schüttelte den Kopf.
„Im Moment nicht. Ich muss mich auf wichtigeres konzentrieren, Schule und so... aber früher war ich echt oft weg! Hatte einen ziemlich großen Freundeskreis. Mit ziemlich vielen Party liebenden Jungs und Mädels“, antwortete ich lachend.
Alex beugte sich vor.
„Und was ist passiert?“
Ich seufzte und sah ihn vielsagend an.
Er nickte.
„Verstehe schon...“
Gedankenverloren sah er auf seinen leeren Teller. Dann jedoch schaute er mich belustigt an.
„Das Tanzen hast du jedenfalls nicht verlernt!“
Ich sah ihn vorwurfsvoll an.
„Darüber hast du dich schon mal lustig gemacht!“, murmelte ich bedrückt.
Alex sah mir tief in die Augen.
„Das ist nicht im Geringsten wahr. Ich habe deinen Tanzstil gelobt. Und das meinte ich auch genau so.“
Ich verlor mich in diesem Blick, in diesen kalten, klaren Augen.
Irgendwann gesellte sich Flo zu uns.
Somit wurden wir aus unserer Trance gerissenen, ich sah mich um.
Es war niemand mehr da, bis auf uns drei.
Die Kerzen auf den Tischen waren bis auf einen Stummel herunter gebrannt, Wachs tropfte von ein paar der Halter.
„Hey Leute, ich störe euch ja nur ungern, aber wir schließen jetzt“
Alex sah hoch und grinste.
„Ja... natürlich. Du bist uns gleich los!“
Er kramte sein Portemonnaie heraus und drückte Flo einen Schein in die Hand.
„Ich zahle selbstverständlich für die Dame.“
Ich seufzte.
„Alex, ich gebe dir dein Geld irgendwann wieder, okay?“, wollte ich wissen, nachdem Flo sich verabschiedet hatte und wieder an seinen Platz hinter die Bar gegangen ist.
„Alice, ich lade dich gerne ein. Wirklich. Und wehe du sprichst noch einmal davon!“
Ich setzte zum Kontern an, doch Alex hob abwehrend die Hand.
„Na na na, was habe ich gerade gesagt? Und jetzt komm! Ich bring dich nach Hause“
Er stand auf, ging um den Tisch herum und reichte mir seine Hände.
Ich ließ mich von ihm hoch ziehen und aus dem Laden hinaus begleiten.
Händchen haltend liefen wir bis zu Alex' Auto - doch es wirkte irgendwie gar nicht unangenehm oder merkwürdig. Es fühlte sich richtig an, mit Alexander Hand in Hand zu gehen.
„Madame, ihr Taxi“, meinte Alex, schloss sein Auto auf und öffnete mir die Tür.
„Danke der Herr!“, erwiderte ich und stieg kichernd ein.
Ich fühlte mich wie eine zehnjährige, die zum ersten Mal mit ihrem Schwarm aus wahr.
Um Gottes Willen! Hatte ich das gerade im Ernst gedacht?
Ich schüttelte den Kopf.
Verwirrende Gedanken.
Alex startete den Motor und wir fuhren schweigend die dunklen Straßen entlang.
„Bist du auch froh über die Ferien?“, fragte ich im laufe der Fahrt und gähnte. Das gleichmäßige Flackern der Straßenlaternen machte mich müde.
Alex grinste mich an, richtete dann den Blick wieder nach vorne und nickte.
„Na ja. Also ja, klar, ich bin froh um den verminderten Schulstress. Aber dafür muss ich auch doppelt so viel arbeiten. Und außerdem habe ich noch keine Ahnung, was ich Nic zu Weihnachten schenken soll!“
Ich lächelte.
„Geh einfach mal in einen Spielzeugladen und sehe dich um. Es gibt tausende Sachen für kleine Kids wie Niclas“, antwortete ich.
Alex zuckte mit den Schultern.
„Am liebsten würde ich mal mit ihm in Urlaub fahren. Nic träumt schon seit Ewigkeiten von Hamburg. Weißt du, da werden die Pfefferkörner gedreht, seine absoluten Vorbilder. Aber dafür hab ich echt kein Geld“
Er seufzte.
„Na ja, irgendwas wird sich schon finden.“
Wir schwiegen.
Die restliche Fahrt versuchte ich, nicht einzuschlafen, was mir deutlich schwer fiel.
Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir an meinem Haus an.
Ich lächelte Alexander an, als ich ausstieg.
„Ich danke dir. Für alles!“, sagte ich, Alex nickte lächelnd.
„War ein schöner Abend. Können wir wiederholen. Irgendwann!“, erwiderte er.
Ich nickte.
„Irgendwann!“
Er verabschiedete sich und brauste davon.
Erst als die roten Lichter nicht mehr zu sehen waren, wandte ich mich von der Straße ab und schlich mich ins Haus.
Es war fast Mitternacht.
Doch entgegen meiner Vermutung wurde urplötzlich das Licht angeschaltet, ich blieb wie angewurzelt stehen.
Meine Mutter kam auf mich zu gerannt, mit einer Decke um den Oberkörper geschlungen. Vermutlich hatte sie schon geschlafen…
„Alice! Kind, wo warst du nur solange? Ben hat gesagt, du hättest bei ihm geschlafen, aber du warst den ganzen Tag weg! Ich hab mir Sorgen gemacht. Hättest du nicht wenigstens anrufen können?“, fragte Mama ganz panisch und drückte meine Hände.
Na super. Jetzt hatte ich ein mega schlechtes Gewissen.
Ich zuckte mit den Schultern.
„Tut mit leid, ich war bei… Freunden…“, murmelte ich und lächelte entschuldigend.
„Wir haben die Zeit vergessen und Bens Wohnung war nicht weit weg, okay?“
Meine Mutter sah mich argwöhnisch an.
„Wer sind denn diese Freunde?“
Okay. Ich war noch nie sonderlich gut im Lügen.
Ich seufzte.
„Na gut… ich war bei Alexander. Zufrieden?“
Mama sah mich erst erschrocken an, doch dann fing sie an zu grinsen – von einem Ohr zum anderen.
Ich verdrehte die Augen. Ich kannte diesen Blick.
„Achsooo. Sag das doch gleich. War es denn schön?“, fragte sie, ich konnte ihre Neugier förmlich sehen.
Ich atmete tief durch.
„Mama, ich habe dir schon einmal gesagt, dass da nichts zwischen uns ist“, antwortete ich und versuchte, den genervten Unterton aus meiner Stimme zu bekommen.
Meine Mutter nickte, doch ernst meinte sie es nicht.
Dann drehte sie sich um und lief in Richtung Schlafzimmer.
„Falls du Kondome benötigst, Schätzchen: vorne in der Kommode, dritte Schublade!“ <

Mittwoch, 4. Februar 2015

I am sorry

Hallo ihr da draußen,

ich muss mal kurz ein Lebenszeichen von mir geben und euch gleichzeitig sagen, dass der nächste "richtige" Post noch etwas dauern könnte.
Mademoiselle ist gerade ein wenig im Stress, ich versuche aber noch bis Ende dieser Woche etwas neues online zu stellen.
Peace und so :)
Eure Mademoiselle