Was findest du hier?

Ein noch nicht ganz erwachsenes, chaotisches und kreatives Hippie-Mädchen schreibt hier alles auf, was ihr gerade durch den Kopf geht :)

Donnerstag, 3. Dezember 2015

not feeling very well

Hallo ihr da draußen,

ich wollte nur ankündigen, dass ich eine kleine Blogpause einlegen werde.
Aber aller spätestens geht es im neuen Jahr weiter!

Eure Mademoiselle

Donnerstag, 19. November 2015

Pesto

Hallo ihr da draußen,

es ist mieses Wetter draußen und faule Studenten wie ich haben überhaupt keine Lust, rauszugehen, um einzukaufen.
Also wird der Kühlschrank nach essbaren Resten durchforstet.
Und was findet man da?
Ein paar Scheiben Toast, Käse und Pesto.
Interessante Kombi denkt ihr?
Schmeckt zusammen aber verdammt gut!
Pesto als Brotaufstrich, mein neues Lieblings-Faulenzer-Essen!
Probierts aus, dazu noch ein paar Tomaten und fertig :D

Eure Mademoiselle

Dienstag, 3. November 2015

Got that feeling coming over me: Sex Sex Sex - my mind

Hallo ihr da draußen,

keine Sorge, dieser Post wird kein Porno, nur falls euch der Titel gewundert hat (welcher übrigens ein Zitat aus einem Song von dem grandiosen Künstler Lenny Kravitz ist)
Ich wollte nur mal ein bisschen über Sex reden. Beziehungsweise über die Doppelmoral in unsrer Gesellschaft.
Also wir sind uns, denke ich, alle einig, dass das ein riesen Thema ist. So gut wie jeder tut es früher oder später mal - aber darüber reden ist ja immer noch ganz ganz schwierig.
Denn es gibt so viel, was man diskutieren kann:
Von Seiten der Jungs ist es doch so: Sex ist geil und wenn du schon mit ein paar Bitches was hattest, bist du der König.
So.
Wenn du als Mädchen dasselbe tust, dann bist du eine dieser Bitches.
Bei Mädels scheint Sex irgendwie immer ein viel komplexeres Thema zu sein als bei Kerlen.
Vor allem das mit der Jungfräulichkeit. Da wird so viel Drama drum gemacht!
Ich muss grad mal sagen, es ist doch meine persönliche Sache ob mir Jungfräulichkeit wichtig ist, oder nicht.
Ob ich Gründe dafür brauche, Sex zu haben oder nicht.
Und vor allem im social media Bereich ist dieses Thema so verdammt nervig.
Andauernd gibt es RTL-like Kommentare wie "was - 13 und noch nicht schwanger" etc. Ihr wisst was ich meine.
Sagt mal Leute, bei nem Typen würde euch das kein Stück interessieren.
Und warum ist das bei Frauen so ein großes Ding? Das erste mal-großer Skandal! Nur weil noch ein körperlicher Aspekt mitspielt (also das mit dem Jungfernhäutchen)?
Oder geht es einfach wieder darum, dass Männer eben über den Frauen stehen wollen?
Ich weiß es nicht und ich werd es nie verstehen.
Ich sag es so oft: lasst die Leute doch ihr eigenes Leben leben.

Eure Mademoiselle

Montag, 26. Oktober 2015

Wilkommen im Mittelalter - my mind

Hallo ihr da draußen,

Mademoiselle surft so gedankenverloren durchs Netz, checkt ihre Mails und trifft auf einmal auf einen erschreckenden Artikel (Quelle GMX), in dem es heißt, in Aceh (eine Provinz in Indonesien) wird Sex zwischen Schwulen oder unverheirateten Paaren mit Peitschenhieben bestraft.
Leute, das ist dort sogar Gesetz!
Das ist so lächerlich.
Der Chef der Scharia Polizei meint, es gibt aber immer einen fairen Prozess davor.
Dass ich nicht lache!
Wie soll das denn aussehen? Ein Prozess inmitten hirnverbrannter Leute, die hinter diesem Gesetz stehen?
Des weiteren muss der Ankläger auch wirklich Zeuge des Aktes sein.
Stellt euch einfach mal folgende Situation vor: ein unglaublicher Schwulen- und Lesben Hasser, der total fanatisch seiner Religion und deren Vorschriften sein Leben opfert, schwärzt ein Paar an, Sex gehbat zu haben.
Die Regierung macht einen Prozess - aber wem wird sie glauben? Dem konservativen Ankläger oder dem Paar?
Ihr könnte es euch denken...
Nochmal: Das ist alles so dermaßen lächerlich! Wir leben im 21. Jahrhundert, hier darf ja wohl jeder  schlafen wann und mit wem er will.
Was geht das überhaupt die Regierung an?
In Momenten wie diesen, in welchen ich solche total dummen Sachen lese, würde ich am Liebsten zu diesen Menschen hingehen und ihnen erstmal ein paar Ohrfeigen geben. (Ich würde komplett ausrasten dabei, aber die genauere Beschreibung erspar ich mal dem Internet)
Was denkt ihr darüber?
Bitte sagt mir, dass ihr das ebenfalls so überholt und mittelalterlich und dämlich findet, wie ich!

Eure Mademoiselle

Dienstag, 20. Oktober 2015

The modern days #44



> Es ging alles viel zu schnell.
Boss hatte Alex angeherrscht, alleine mit unserem Frühstück in der Küche weiter zu machen.
Dann hatte er mir befohlen aufzustehen und nun fing er an, mir meinen Untergang klar zu machen.
„Also das ganze geht wie folgt. Du wirst zu einem Techno Rave gehen, ist heute in so einem Underground Club hier in der Nähe. Ein Rave bedeutet Drogenrausch pur, das ist ein reiner Goldtopf für uns! Hier drauf stehen Zeit, Ort und Übergabeperson. Du wirst mit diesem Typen tanzen und ihn dann aufs Klo locken – eben so dass es so aussieht, als würdest du mit ihm ficken wollen. Und dann kannst du die Übergabe machen, da seid ihr dann ungestört. Sobald der Deal durchgezogen ist, haust du sofort ab!“
Boss übergab mir einen Zettel mit Adresse und Kontaktdaten.
Meine Finger zitterten, als ich ihn entgegen nahm.
Boss räusperte sich.
„Gut gut, den Stoff findest du da vorne, irgendjemand sollte da sein und dir das, was du benötigst, aushändigen. Wehe du vergreifst dich selber an irgendwas, dann bist du tot, kleines Biest, verstanden?“, keifte er mich an, ich nickte schnell und ängstlich.
Daraufhin grinste Boss.
„Dann ist ja alles gesagt. Ich wünsche dir einen angenehmen Abend Alice!“, meinte er und drehte sich um.
Ich stolperte einen Schritt auf ihn zu.
„Warten sie… Wird mich niemand begleiten?“, fragte ich, Boss drehte sich stirnrunzelnd um.
„Begleiten? Ts, kleines Biest, das musst du schon selber hinkriegen!“, antwortete er und ließ mich stehen.
Mein Herz hatte aufgehört zu schlagen.
Zumindest kam es mir so vor.
Die Welt hatte angehalten und ich sah meinem Schicksal entgegen.
Plötzlich hörte ich Schritte hinter mir und mein Puls kehrte zurück.
Panisch drehte ich mich zu Alex um und fand auch wieder meine Stimme.
„Alleine? Ich kann das nicht alleine!“, rief ich von Angst gelähmt und atmete wie wild.
Alex lächelte ganz sanft und ging auf mich zu.
Dann zog er mich in seine Arme und strich mir beruhigend über den Rücken.
„Alice, du kriegst das hin! Keine Sorge, das ist nichts Wildes. Außerdem wird Marko mitkommen. Er fährt dich, das ist so ein Ritual, das macht er bei jedem, der hier anfängt. Falls also irgendetwas passiert, wird er dich beschützen.“
Ich riss die Augen auf.
„Beschützen? Vor was denn?“, quiekte ich total ängstlich.
Alex schüttelte den Kopf.
„Nichts, nichts. Das war übertrieben, entschuldige. Hör zu, ich muss jetzt weg, ein paar Dinge mit Tanja und Jerry besprechen. Marko soll dir alles zeigen und wir reden später, okay? Alice, du schaffst das!“
Mein Herzschlag beruhigte sich kein bisschen.
Ich war immer noch total aufgeregt und voller Angst!
Alex drückte mir einen Kuss auf die Wange, drehte sich dann um und ließ mich stehen, genauso, wie Boss es vor wenigen Sekunden getan hatte.
Den ganzen Nachmittag hatte ich keine Minute lang still gestanden.
Die Stunden verbrachte ich mit dem Aufräumen unseres Zimmers; dann hatte ich Tanja beim spülen geholfen und sogar zusammen mit ihr gekocht.
Alex allerdings war den ganzen restlichen Tag nicht mehr aufzufinden.
Was er wohl tat?
Schließlich war es 18 Uhr und ich hatte mich bereit gemacht für den Rave.
Vorhin hatte ich mit Marko geredet, er hatte mich dann bei der Kleidungswahl beraten und mir sogar gesagt, wie ich mich schminken sollte, um unserem Kunden zu gefallen.
Mir wurde übel bei dem Gedanken, ihn sozusagen verführen zu müssen.
Fertig „gestylt“ lief ich aus unserem Zimmer und den Gang vor, hin zu besagtem Lagerraum.
In Windeseile öffnete ich die Tür und stürmte geradezu in das Zimmer, blieb jedoch stockend stehen, als ich bemerkte, dass das gar keine Vorratskammer war.
Das hier war ein Zimmer.
Ein riesiges Bett, verstreute Wäsche und…
David.
Nackt!
Er grinste mich an und nahm sich betont langsam sein Handtuch, um es sich um die schmalen Hüften zu schlingen.
„Entschuldige Sugar, ich war grad duschen, da hatte ich noch nicht so früh mit Besuch gerechnet. Aber was kann ich für dich tun?“
Ich schüttelte den Kopf und schluckte.
„Eigentlich hab ich mich nur im Zimmer geirrt, ich muss mich entschuldigen!“
David grinste und kam ein paar Schritte auf mich zu.
„Kein Grund rot zu werden, Sugar. Du weißt, wie gerne ich dich ebenfalls so freizügig sehen würde!“, meinte er und schlang ohne Vorwarnung seine Arme um mich.
Ich quiekte, was David ein freches Grinsen entlockte.
„Sugar, ich liebe es, wenn du so unsicher bist. Das macht dich wirklich begehrenswert – und unglaublich scharf!“
Ich versuchte, meine Atmung zu normalisieren und meine Gedanken zu sortieren. Was genau wollte ich gerade noch sagen?
David grinste weiter.
„Dir fehlen die Worte? Kein Problem, wir müssen auch nicht reden!“, flüsterte er und hatte, ehe ich mich versah, seine Lippen auf meinen Mund gepresst.
Ich riss die Augen auf.
Ein Kuss? War das sein Ernst?
„Mach mit, Sugar!“, murmelte David und fuhr damit fort, mich zu küssen.
Ich war vollkommen perplex, als seine Zunge über meine Lippen strich.
Für einen winzigen Augenblick dachte ich ernsthaft darüber nach, mich auf David einzulassen. Immerhin war er ein richtiges Schnuckelchen – ganz zu schweigen von seinem Körper und allem, was da so dazu gehört!
Doch dann fiel mir wieder ein, was Alex über ihn gesagt hatte: dass dieser Kerl eigentlich auf jede drauf springt, die nicht bei drei auf dem Baum war!
Ich drückte David von mir weg, räusperte mich und versuchte mich an einem Lächeln.
„Äh… Keine Ahnung, ob ich geschmeichelt oder angewidert sein soll, von der Tatsache, dass du gerade mit mir rummachen wolltest, aber… ich muss dann auch los. Also… Ciao!“, erklärte ich, drehte mich schnurstracks rum und rannte mit hochrotem Kopf aus dem Zimmer.
„Alice!“, wurde ich plötzlich gerufen und blieb abrupt stehen.
Marko kam auf mich zu.
„Alles okay bei dir?“, fragte er stirnrunzelnd und ging auf mich zu.
Ich versuchte zu nicken, doch stattdessen schüttelte ich den Kopf.
„Ich… ähm…“
Marko winkte ab.
„Musst es mir auch nicht erzählen, aber wir müssen jetzt dringend los. Bereit?“, fragte er, diesmal schaffte ich ein Nicken.
Marko lächelte.
„Sehr gut. Boss drängelt nämlich total, ich hab den Stoff schon geholt. Folge mir!“, fügte er hinzu und eilte zu den Garagen. <

Freitag, 9. Oktober 2015

Sorry Bro, dieses Revier wurde schon markiert

Hallo ihr da draußen,

Mademoiselle ist kürzlich umgezogen und dann erstmal ihre neue Heimatstadt erkunden gegangen.
Und dann kommt mir so ein Kerl entgegen gelaufen und fragt mich nach einer Straße.
Ich hatte natürlich keine Ahnung mit der Begründung, dass ich ja noch ganz neu in der Stadt war. Damit war für den Kerl das Gespräch aber natürlich noch nicht beendet. Er fragt mich nach meinem Namen und ich erfahre auch seinen. Er will auch noch wissen, was ich heut so mache. Einkaufen. So weit, so gut.
Dann allerdings fragt er mich auch noch nach meiner Nummer.
Und da musste ich doch wieder über das andere Geschlecht schmunzeln.
Ich habe gesagt, dass ich ihm meine Nummer nicht geben möchte.
Als Antwort hat er aber später nur "Nein Mann, ich habe schon einen Freund" akzeptiert.

Soo Leute, könnt ihr euch vorstellen, warum mich das schon wieder nervt?
Als Frau fühle ich mich da wie ein Gegenstand den man besitzen kann... Ich versuche mal zu erklären, wie ich das meine: Wäre ich Single, wäre ich für alle anderen Kerle ein brandneuer, unbedingt zu besitzender Gegenstand. Mir hat noch kein Typ ein Stoppschild aufgeklebt - à la die gehört mir. Folglich ist mein Revier noch unmarkiert, ein Zeichen, dies schnellstmöglich zu ändern.
Mit einem Kerl an meiner Seite allerdings läuft das ganz anders. Da blinkt das Stoppschild sogar in Neon rot.
Aber genau das ist mein Problem.
Ich würde als Frau auch gerne ohne irgendwelche Begründung das Thema Handynummer verneinen können.
Ich finds echt unfair, dass Frauen bezüglich dem Angebaggert werden nur wirklich aus der Situation rauskommen, wenn sie schon einem anderen Typen versprochen sind.
Ganz ehrlich, das ist beschissen.
Also liebe Kerle da draußen: wenn euch ein Mädel ihre Nummer nicht geben will, dann ist das eben so. Sie muss es nicht begründen (Gilt natürlich auch anders herum, ist mir nur noch nie so passiert...)
Denkt mal drüber nach!

Eure Mademoiselle

Montag, 5. Oktober 2015

Und wehe du bekommst ein Kind! - my mind

Hallo ihr da draußen,

also ich bin letzt auf ein Interview mit irgendeiner Frau gestoßen, deren Message ganz klar war: sie hat keine Kinder weil sie nie einen Grund dafür gesehen hat.
Ich dachte mir auch sofort: Normalerweise heißt es immer, man müsse  erstmal Gründe gegen Kinder suchen. Aber hat man denn welche für Kinder?
Als Frau ist es doch so - und da teile ich die Meinung der Interviewten: von klein auf wird dir erstmal eingeprügelt, dass es dein Untergang ist, schwanger zu werden. Eine Schwangerschaft wird einer jungen Frau immer als total fatal eingeredet!
Welch eine Tragödie, wenn du eine junge Mutter wärst, oh mein Gott, das Leben wäre vorbei!
Und dann, so mit Mitte/Ende 20 bis Anfang/Mitte 30 kommt auf einmal die Phase, da finden es die Leute merkwürdig wenn du keine Kinder haben willst.
Seht ihr, wie kontrovers das alles ist?
Ich finde es total komisch, mir darüber eine Meinung zu bilden, denn in unserer Zeit ist es eigentlich immer ein totales Chaos als Frau - ob man sich für oder gegen Kinder entscheidet.
Seien wir mal ehrlich. Es gibt einfach wahnsinnig viele Gründe gegen Kinder. Betrachtet man diese kaputte Welt, wäre es gänzlich unverantwortlich jemand neues auf unsere Gesellschaften lozulassen.
Auf der anderen Seite: natürlich sind Kinder etwas wundervolles. Stellt euch nur vor, wie unglaublich es ist, dass da aus Liebe Leben entsteht!
Ich hab einfach nur keine Ahnung, wie man das alles unter einen Hut bringen soll!
Wahrscheinlich wirkt das alles, was ich gerade schreibe, total verwirrend und ich weiß das auch. Ich wollte einfach nur mal mein Gedankenwirrwarr über das Thema auf das Internet loslassen!
Was haltet ihr von dem ganzen Kram?
Kinder? Ja oder nein?
Und warum ist es komisch, keine haben zu wollen?

Eure Mademoiselle

Freitag, 18. September 2015

Gefällt mir nicht - my mind

Hallo ihr da draußen, 

schon gehört? Facebook will einen "gefällt mir nicht Button" einführen - um Mitgefühl ausdrücken zu können. 
Ist mir ganz ehrlich ein wenig suspekt.
Ich meine, natürlich könnte man bei "schlimmen" Nachrichten durch ein >Gefällt mir nicht< aussagen, dass man diese ebenfalls schlimm findet.
Aber sein wir doch ehrlich, damit kann man auch richtig viel sch*** bauen.
Betreffend: Thema Mobbing.
Stellt euch vor, ein junges Mädchen oder ein junger Kerl mit sowieso schon ziemlich wenig Selbstwertgefühl stellen ein Foto von sich ins Netz und auf einmal drücken alle Leute nur noch auf >Gefällt mir nicht<, weil sie besagte Person eh nicht leiden können.
Ich würde sagen, eher kontraproduktiv. Sehr kontraproduktiv. 
Likes können nämlich sehr viel mit unserem Selbstwertgefühl anstellen, die Stimmung ist davon sogar manchmal abhängig, wir freuen uns, wenn wir jemand anderem gefallen - und jetzt stellt euch vor, wie das umgekehrt wäre!
Also damit lässt sich sehr viel anstellen und ich bezweifle, dass das nur positiv enden wird.
Ob man das eventuell eingrenzen könnte? Zum Beispiel nur >Gefällt mir nicht< für öffentliche Seiten oder so...
Na ja, Mark Zuckerberg soll sich da mal schön was ausdenken!

Eure Mademoiselle

Sonntag, 13. September 2015

The modern days #43

> Mein Herz klopfte wahnsinnig schnell, als ich so in Alexanders Armen lag.
Genau in diesem Moment wurde mir nämlich klar, dass Alex und ich uns in den letzten Wochen so unglaublich nahe gekommen waren und ich mir ein Leben ohne ihn gar nicht mehr vorstellen könnte.
Niemand anderem würde ich so vertrauensvoll begegnen wie diesem Mann.
Allein die Tatsache, dass er mir die Geschichte seiner Eltern erzählt hat, festigt unsere Vertrauensbasis.
Wenn er nur wüsste, was diese Umarmung in mir auslöst!
Immer wenn er mich auch nur ansieht wird mir ganz warm ums Herz. Und ihn zu berühren…
Verflucht, ich sollte aufhören, alles durch diese rosa rote Brille zu sehen, back to reality!
Und diese Realität kam mit einem Schlag zurück, als Jerry stöhnte und versuchte, sich zu erheben.
Ich löste mich aus Alex’ Umarmung, er atmete tief durch.
„Hey, Jerry, wie wär’s, wenn du…“
Weiter kam er nicht, da wurde urplötzlich die Küchentür aufgerissen und eine wutentbrannte Tanja kam herein gestürzt.
„Aha, wusste ich es doch! Jerome Meyer-Lorensen, du verfluchter Säufer. Kannst es nicht lassen, meine Küche wieder und wieder zu zerstören. Wenn du dich noch einmal hier blicken lässt, fliegst du hochkantig raus!“
Jerry wirkte auf einmal ziemlich eingeschüchtert, als Tanja sich vor ihn stellte und die Hände in die Hüften stemmte.
„Sorry, ich wollte nicht…“
Tanja unterbrach ihn.
„Du willst nie irgendwas und trotzdem geht am Ende was kaputt. Sei es mein Mobiliar oder die Beziehungen zu deinen tausenden Affären. Reiß dich mal zusammen! Und jetzt Abmarsch, ich will dich nicht mehr hier sehen!“
Jerry nickte betreten und schlurfte mit hängendem Kopf aus der Küche hinaus.
Tanja nickte überaus zufrieden und wandte sich kurz an uns.
„Alles klar bei euch? Ich gehe jetzt einkaufen, braucht ihr irgendwas Bestimmtes?“, fragte sie ganz ruhig, als wäre nichts geschehen.
Ich schüttelte perplex den Kopf, ebenso tat es Alex.
„Na gut, dann nicht. Wir sehen uns später Leute!“
Wir nickten beide und Tanja verließ gut gelaunt die Küche.
Ich hörte, wie Alex erleichtert ausatmete und sich zu mir drehte.
„Also… Frühstück?“, fragte er, ich nickte und lachte.
„Klar. Ich such mal Brot!“
Die Stimmung war leicht angespannt und Alex und ich redeten nicht, während wir uns etwas zu essen machten. Oder um genau zu sein: während Alex kochte und ich daneben saß und ihn träumerisch anstarrte, weil er zu beschäftigt war, mich zu bemerken.
„Hier, probier mal!“, murmelte Alex und hielt mir eine Gabel voll Rührei hin.
Ich nahm sie ab und aß etwas davon.
„Sogar noch besser als das von Tanja!“, lobte ich ihn und entlockte ihm ein Lachen.
„Na dann!“, meinte er, häufte den kompletten Pfanneninhalt auf einen Teller und überreichte ihn mir.
Ich sah mit hochgezogenen Augenbrauen darauf.
„Und das soll ich alles essen?“, fragte ich, Alex grinste verschmitzt.
Dann nahm er sich eine Tasse Kaffee und zwei Gabeln.
„Keine Sorge, ich helfe dir!“, erwiderte er und brachte mich zum lachen.
„Wollen wir im Wohnzimmer essen? Ist gemütlicher als hier in der fahlen Küche…“
Ich nickte.
„Und außerdem läuft gerade Gossip Girl, das sollte dir doch gefallen, oder?“, fuhr Alex fort, ich kicherte.
„Das ist in der Tat besser als Herr der Ringe!“, antwortete ich und geleitete Alex aus der Küche hinaus.
Im Wohnzimmer saß nur eine mir unbekannte Frau, die aber verschwand, als wir uns neben sie setzten.
Ich seufzte, versuchte aber, das Verhalten dieser Leute hier mittlerweile nicht mehr infrage zu stellen.
Alex bat mich, Platz zu nehmen und ich setzte mich so dicht wie möglich neben ihn.
Plötzlich merkte ich, wie mein Handy vibrierte und kramte besagtes Smartphone aus der Tasche.
Eine SMS von meinem Vater.
Wie läuft es mit dir und dem Motorradgangster/Prinz Charming?
Ich grinste.
Alex sah mich lächelnd an.
„Was ist los?“, wollte er wissen, ich schmunzelte.
„Mein Vater will wissen, wie es bei uns läuft!“, antwortete ich und zeigte ihm die SMS.
Er lachte und nahm mir mein Handy aus der Hand.
„Dann schicken wir ihm doch gleich mal einen Beweis unserer glücklichen Zweisamkeit!“, meinte er und öffnete die Frontkamera.
Daraufhin legte er seinen linken Arm um meine Schultern und kuschelte sich an mich.
Mein Herz schlug sogleich ein bisschen schneller.
„Und jetzt bitte verliebt lächeln!“, murmelte Alex, drückte mir einen Kuss auf die Wange und schoss in diesem Moment das Foto.
Ich musste kichern.
„Zeig mal her, ob das überhaupt akzeptabel ist!“, bat ich und holte mir mein Handy zurück.
Auf dem Bild waren meine Wangen sehr gerötet, als Alex mich mit geschlossenen Augen auf die Wange geküsst hatte. Überzeugend sah es aber aus – zumindest von meiner Seite aus.
„Und ist es gut geworden?“, fragte Alex, ich nickte.
„In Ordnung…“
Er schnaubte.
„In Ordnung? Also bitte, wir sehen doch totaaaal süß aus!“, feixte er, ich lachte.
„Ja es ist schon okay!“, meinte ich amüsiert, schickte das Bild ab und steckte das Handy wieder weg.
Wir hatten es uns gerade wieder gemütlich gemacht auf der Couch und ich wollte vom Rührei kosten, da spazierte Boss um die Ecke.
Was machte der denn Tagsüber hier?
„Ach Alice, schön dass ich dich hier erwische – und tut mir ja leid, dass ich euer romantisches Fotoshooting stören muss. Aber es ist Zeit für deinen Aufnahmetest, kleines Biest. Wir sollten schnellstmöglich die Details besprechen!“, meinte er und mir blieb das Essen im Hals stecken. <

Montag, 7. September 2015

Herbst...?

Hallo ihr da draußen,

was ist mit dem Wetter los? Ist das jetzt Herbst? Oder nicht? :D
Ich weiß gar nicht, was ich mit meinem Leben gerade anstellen soll, irgendwie ist alles so trist, habe da gar keine Lust auf irgendwas.
Und ihr so?
Gibts was neues aus der Welt?
Habe das Gefühl, ich kriege nichts mehr mit, wenn ich nur auf der Couch liege und nichts tue:D

Eure Mademoiselle

Montag, 31. August 2015

Intelligenzflüchtlinge - my mind

Hallo ihr da draußen,

es ist das Thema Nummer eins: die Flüchtlingsdebatte.
Und ich habe lange überlegt, ob und wie ich einen Post dazu machen soll, denn ganz ehrlich: mich überfordert das Thema ein wenig. Wahrscheinlich mehr als nur ein wenig.
Und so geht es vermutlich ziemlich vielen Leuten.
Es ist eindeutig: Wir müssen schnellstmöglich ein Lösung für dieses "Problem" (Ich nenne es mal so, mir fäll kein besseres Wort ein) finden, eine Lösung, die bitte menschlich ist.
Was viele Leute *hust* Nazis *hust* irgendwie nicht verstehen: Diese ganzen Menschen sind hier nicht aus Jux und Tollerei hergekommen. Oder glauben die etwa, die Leute verlassen aus Spaß ihre Heimat und geben ihr komplettes Leben auf? Nehmen aus Spaß an der Freude eine lebensgefährliche Reise auf sich?
Wohl kaum.
Und gegen diese Menschen, die ihre allerletzte Hoffnung hier in diesem Land sehen, zu hetzen, ist ein absolutes no go.
Sicherlich habt ihr auch das Video von Joko und Klaas mitbekommen. Daher auch mein Titel zu diesem Post. Denn das ist es, was solche Hater ausmacht. Sie sind Intelligenzflüchtlinge!
Eigentlich kann ich mich Joko und Klaas nur anschließen, das Video findet ihr nochmal hier.
Also Leute, denkt dran: #mundaufmachen - aber nur, wenn keine total dummen Kommentare bei rauskommen!

Eure Mademoiselle

Freitag, 28. August 2015

Wespenfalle ♥ DIY

Hallo ihr da draußen,
es wird bald wieder wärmer und da dachte ich, zeige ich euch mal, welch praktisches Ding ich mir da gebastelt habe.
Keine Ahnung, ob es euch auch so geht, aber Wespen finde ich ganz schön nervig.
Hier ein schnelles DIY, das äußerst effektiv ist!
Alles, was ihr braucht, ist:
- eine alte Plastikflasche
- eine Schere
- Tesafilm
- evtl Steine zum befüllen und beschweren
- Wasser, Essig, Saft, viel Zucker, eine Prise Salz
Was ihr tun müsst:
1. Ihr nehmt diese Flasche und schneidet oben den Hals ab.
2. Schüttet alle Zutaten beliebig in die Flasche und verrührt es gut
3. Setzt den abgeschnittenen Hals wieder verkehrt herum auf die Flasche und fertig ist das Ding! Wie das ungefähr aussieht, könnt ihr hoffentlich auf dem Bild erkennen:


Eure Mademoiselle

Mittwoch, 26. August 2015

Inspiring

~
Und wir haben so viele beschissene Phasen hinter uns. Und trotzdem verliebe ich mich jeden Tag neu in dich.
~

Sonntag, 23. August 2015

Tomatoooos

Hallo ihr da draußen,

draußen im Garten sprießt und gedeiht alles, vor allem die Tomaten wachsen und wachsen und ich weiß nicht, wohin damit :D
Also was macht Mademoiselle? Sie lässt sich durchs Internet für neue Rezepte inspirieren.
Et voilà:

Spaghetti mal anders.

Benötigt werden für einen ganz hungrigen Menschen wie mich:
- drei bis vier Tomaten
- Lauchzwiebeln
- Spaghetti (da kann ich euch beim besten Willen keine genaue Grammzahl nennen, so viel eben, wie ihr wollt :D)
- Öl zum Braten
- Salz und Pfeffer
- Oregano und Knoblauch, falls ihr mögt

Und das ganze geht wie folgt:
1. Spaghetti nach Anleitung kochen
2. Den Lauch schneiden (ich mache das immer mit einer Schere, geht schnell und einfach) und ihn in eine heiße Pfanne mit Öl schmeißen
3. Den grünen Strunk der Tomaten entfernen und halbieren
4. Die Tomaten "nach unten", sprich mit der offenen Seite nach unten in die Pfanne legen
5. Deckel drauf und kurz warten
6. Sobald ihr seht, dass das ganze zu kochen anfängt, könnte ihr probieren, mit einer Zange die Haut der Tomaten zu lösen. Sollte das noch nicht gehen, einfach noch mal ein bisschen warten
7. Wenn die Haut entfernt ist, könnt ihr nach Belieben würzen und dann die Spaghetti dazu mischen
8. ESSEN :D

Das ganze habe ich mir (leider) nicht selber ausgedacht, sondern einer YouTuberin abegschaut, die ihr hier findet.

Einen guten Appetit wünsche ich euch allen :)
Eure Mademoiselle
 

Gute Nacht :D

Hallo ihr da draußen,

entschuldigt, dass ich so wenig poste, aber mein Leben steht grad irgendwie Kopf.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht so recht warum, aber ich hab ne Menge zu ordnen, deswegen komme ich so selten zum schreiben. Verzeiht mir :)
Ich hoffe aber, euch gehts allen gut da draußen!
Chillt euer Leben und so :)

Eure Mademoiselle

Donnerstag, 13. August 2015

The modern days #42 (mein 100ter Post)

> Heute Morgen wurde ich unsanft von Alex geweckt, der es wagte, bei -2 Grad Außentemperatur das Fenster aufzumachen.
„Was ist nur in dich gefahren?“, murmelte ich und runzelte die Stirn, als ich die Decke enger um mich wickelte.
„It’s time to rise and shine, Alice! Na los, steh auf, wir müssen schauen, ob noch was vom Frühstück übrig geblieben ist!”, erklärte Alex grinsend und zog mir eiskalt die Decke weg.
Ich fluchte.
„Sag mal, musst du mich immer so entsetzlich wecken?“, fragte ich murrend und runzelte die Stirn.
Alex sah mich amüsiert an.
„Entsetzlich? Ach komm schon, das ist die gute alte Schule!“
Ich schüttelte nur den Kopf.
„Wer hat dir das denn beigebracht? Deine Eltern haben dich ja schrecklich erzogen!“, brummte ich und erschrak sofort.
Alexanders Grinsen verflog sofort und er wandte den Kopf ab.
Alice, ganz dumm von dir. Wie bescheuert konnte ich denn sein, seine Eltern zu erwähnen?
„Entschuldige, so habe ich das nicht gemeint… also ich wollte nicht, dass…“
Alex schüttelte den Kopf und setzte sich neben mich.
„Nein… ist schon… also ich denke, ich komm klar. Dieses Thema ist nur eines der Schrecklichsten, die du hättest ansprechen können…“
Ich biss mir auf die Lippe und rückte näher an ihn.
„Vermisst du sie?“, fragte ich, Alex nickte sofort.
„Jeden einzelnen Tag. Ich hätte mir einfach nur gewünscht, dass wir mehr Zeit zusammen hätten verbringen können. Dass sie sehen, wie Nic aufwächst und so...“
Ich seufzte.
„Also wenn du drüber reden willst… Was ist damals denn passiert?“, wollte ich wissen und sah zögerlich zu ihm.
Alex stöhnte.
„Also meine Familie kam nach Deutschland, als ich dreizehn war und Nic drei. Camille, wie gesagt, blieb wegen ihres Stipendiums in Amerika. Papa war richtig happy in seinem Job hier. Nach zwei Jahren wurde er wieder versetzt – wir wollten allerdings nicht noch einmal umziehen – und er bekam daraufhin einen Geschäftswagen. Hammer Teil, das musste man zugeben. Meine Eltern beschlossen dann an ihrem Hochzeitstag im Sommer einen Ausflug an einen See zu machen, ich sollte derweil zuhause auf Nic aufpassen. Na ja… sie kamen eben nicht mehr zurück“, erklärte Alex und schloss die Augen.
Ich rückte noch näher an ihn und legte eine Hand auf seinen Arm. Jetzt war ich mal diejenige, die ihn trösten konnte.
Seine komplette Muskulatur schien angespannt.
„Es war spät abends, als ich versuchte, Papa auf seinem Handy zu erreichen. Nic hatte unglaublich gequengelt und ich wusste nicht, was ich tun sollte. Natürlich ging keiner ran und der nächste Anruf, den ich entgegen genommen hatte, war von der Polizei. Die erzählten mir, dass das Auto einen Motorschaden erlitten hatte, meine Eltern von der Autobahn abgekommen seien und sie einen Hang hinunter gestürzt sind. Beide waren sofort tot!“
Er atmete tief durch.
„Ich weiß überhaupt nicht mehr, wie ich damals reagiert habe. Ich stand vollkommen unter Schock, habe ein paar Tage nichts geredet. Ich weiß nicht mal mehr, wie ich Nic verklickert habe, dass Mama und Papa nicht mehr wieder kommen würden, so durcheinander war ich. Gott, ich habe mich so alleine gefühlt! Mit fünfzehn auf sich alleine gestellt, mit meinem fünfjährigen Bruder, das hat mir echt zu schaffen gemacht. Wir haben ein paar Monate im Heim gelebt, bis schließlich eine Familie für uns gefunden wurde. Ich mochte meine Adoptivfamilie, aber Nic konnte sich nie mit ihnen anfreunden.“
Ich merkte, wie sich seine Muskeln wieder entspannte und er mich schließlich an sah.
Seine Augen glänzten und er wischte darüber.
Dann lächelte er.
„Tut mir leid, dass ich hier beinahe anfange, zu flennen!“, meinte er, ich schüttelte nur den Kopf.
„Gar nichts muss dir leid tun. Es ist alles okay“, erwiderte ich und versuchte, ganz beruhigend auf ihn einzureden.
Er nickte und atmete wieder tief durch.
„Es erscheint mir nur so, als würde ich jeden wichtigen Menschen in meinem Leben verlieren. Camille ist nicht hier, meine Eltern sind tot, dann Amelia…“
Er schüttelte den Kopf. Dann atmete er noch mal tief durch und sah mir direkt in die Augen. Es lag etwas Flehendes in seinem Blick.
„Du musst mir versprechen, dass dir nie etwas zustößt!“, bat er und starrte mich an.
Ich schluckte.
„Ich… ich weiß nicht, ob ich dir das versprechen kann…“
Ich fuhr seinen Arm entlang und verkreuzte seine Finger mit meinen.
„Aber zusammen können wir es ja mal probieren, okay?“
Alex nickte und ich lächelte aufmunternd.
Dann stand ich auf.
„Und jetzt lass uns was essen gehen, ich verhungere.“
Alex ließ sich von mir hochziehen und dachte auch gar nicht mehr daran, meine Hand loszulassen, während wir den Gang nach vorne zur Küche liefen.
Wir trafen keine Menschenseele – worüber ich ganz froh war.
Nicht mal Tanja war in der Küche anzutreffen, da allerdings musste ich stutzen.
„Wo sind denn alle?“, fragte ich, eher mich selbst, und sah mich um.
Alex lief schnurstracks auf einen der Schränke zu und schien mich anscheinend nicht gehört zu haben. Oder, er ignorierte meine Frage…
Wie auch immer, ich dachte nicht weiter drüber nach und konzentrierte mich nur auf unsere Zweisamkeit.
„Was magst du zum Frühstück? Es gibt deutlich mehr als bei mir zuhause, so viel sei schon mal gesagt!“, meinte Alex und öffnete den Vorratsschrank.
Zum Vorschein kam ein Minisupermarkt - zumindest sah es so aus.
Müsli jeder Sorte, Kartonweise Eier, drei XXL Gläser Nutella, Marmelade, etc.
„Ähm... was isst du denn?“, wollte ich wissen und war völlig überfordert.
Alex grinste mich an.
„Ich bleibe nur bei Kaffee. Aber auf was hast du denn Lust? Soll ich dir Rührei machen? Rührei und Toast?“, bot er an, ich lächelte.
„Das wäre entzückend!“, antwortete ich verlegen, Alex grinste nur weiter.
„Du kannst ja den Toast machen und ich mach die Eier!“
Ich schnaubte.
„Danke, dass du mir so viel zutraust!“, erwiderte ich und begab mich auf die Suche nach Brot.
Alexander seufzte.
„Immer wieder gerne!“, erwiderte er, woraufhin ich ihm einen amüsierten Blick zuwarf.
Ich sah mich folglich weiter nach Brot um und ging einmal um die Kücheninsel herum, als ich erschrocken bemerkte, dass die Glasscheibe eines Schrankes vollkommen zertrümmert war. Auf dem Boden lagen Scherben und ich entdeckte etwas Rotes. Blut?
Panisch sah ich mich um.
„Ähm… Alex?“, fragte ich und sah ihn stirnrunzelnd an.
Er kam auf mich zu.
„Oh shit. Da war definitiv Alkohol im Spiel...“, murmelte Alex und sah kritisch auf die zerbrochene Scheibe des Schrankes.
Ich seufzte.
„Du Meisterdetektiv. Und wer war es? Vermutungen?“, wollte ich wissen und Alex lachte lustlos.
„Jerome. Eindeutig. Der fällt unter die Kategorie "voll und trotzdem leer", wenn ich kurz Kraftklub zitieren darf. Wenn er betrunken ist, macht er erst einen auf Ladykiller. Nach einer Abfuhr jedoch wird er fuchsteufelswild und richtig aggressiv. Das ist bei weitem nicht das einzige, was dieser Kerl kaputt gemacht hat...“
Ich runzelte die Stirn.
„Ist das der Typ, der mich mal angetanzt hat?“, wollte ich wissen, Alex nickte.
Ein kalter Schauer überkam mich.
Dann plötzlich wurde die Tür aufgerissen.
Und es kam kein geringerer als der sturz betrunkene Jerome in die Küche getaumelt.
Ich musste schlucken.
Alex ging auf ihn zu.
„Hey, Jerry. Was geht Mann?“, fragte er in einem beschwingten Ton.
Jerome - dessen Spitzname anscheinend Jerry war - schüttelte nur den Kopf.
„Alles super, alles super. Ich kenn die da!“, murmelte er, drückte sich an Alex vorbei und taumelte auf mich zu.
Instinktiv ging ich einen Schritt zurück und knallte mit dem Rücken an die Kücheninsel.
Er stützte sich links und rechts neben mir ab und beugte sich zu mir vor.
Er grinste und ich vernahm seinen Vodka-Atem, woraufhin ich angeekelt den Mund verzog.
„Alice, nicht wahr? Ich kenne dich und deinen süßen Knackarsch irgendwoher!“, lallte er und grinste wieder.
Ich versuchte, ihn von mir zu drücken, er jedoch schlug meine Hände weg.
„Oh nein, diesmal nicht, kleine Schlampe!“
Mir fiel die Kinnlade hinunter.
Kleine Schlampe? Das war genug.
„Lass mich sofort los!“, rief ich lautstark.
Jerome lachte und ich bekam ein paar Spucketropfen ab.
Angewidert schloss ich die Augen.
„Jerry, sie sagte, du sollst sie los lassen. Komm schon, du musst echt ins Bett!“, hörte ich Alex sagen, der sich neben mich stellte.
Jerry schüttelte den Kopf.
„Verzieh dich Alter! Ich will diese Schlampe zuerst ficken, dann kannst du sie wieder haben!“, kreischte er und schlug Alex ohne jegliche Vorwarnung in den Bauch.
Er stöhnte und krümmte sich vorn über.
Ich keuchte entsetzt auf.
„Sag mal, spinnst du?“, rief ich.
Jetzt war es aus. Aus und vorbei. Ich wurde stink wütend und rammte, so fest ich konnte, mein Knie in Jeromes Unterleib.
Er schrie auf.
„Du miese, verfickte dumme Schlampe!“, fluchte er, ging aber dann zu Boden.
Ich stieß irgendwie erleichtert die Luft aus, stieg über Jerome hinweg und auf Alex zu. Der hatte sich wieder aufgerichtet, ich fiel ihm in die Arme.
„Alles okay?“, fragte ich und gleichzeitig fragte Alex dasselbe.
Ich brachte ein lächeln zustande und nickte.
„Alles okay!“ <

Freitag, 7. August 2015

#weltenreiter -> mein Trip nach NYC!

Hallo ihr da draußen,

es war eine kurze aber intensive Woche für mich, denn ich habe jene in New York verbracht.
Im großen und ganzen kann man sagen: es sieht wirklich alles genauso aus wie im Fernsehen/auf Bildern. Genauso bunt, genauso groß, genauso vielfältig.
Manche Sachen sind natürlich gewöhnungsbedürftig (Beispiel: 6 Stunden Zeitunterschied zu Deutschland), aber es macht wahnsinnig Spaß, diesen (für mich neuen) Teil der Welt zu entdecken.
Ich war das erste Mal in den Staaten und war wirklich überrascht, wie offen die Leute dort sind. Mit so vielen unterschiedlichen Menschen habe ich im Urlaub noch nie gequatscht!
Aber ich will eigentlich keine großen Reden schwingen, hier einfach ein paar Eindrücke von Big Apple:






Na, hat euch die City inspiriert?

Much love ♥
Eure Mademoiselle










Dienstag, 28. Juli 2015

Dorfkind auf Citytrip

Hallo ihr da draußen,

wollte euch nur darüber informieren, dass es für mich bald auf auf nach NYC geht und ich eine Weile nichts posten werden :)
Aber sobald ich back at home bin und Zeit habe, werde ich ein kleines Reisetagebuch online stellen und euch von dieser jetzt schon atemberaubenden Stadt erzählen.
Hoffe, ihr könnt euer Leben auch alle so genießen wie ich gerade :)
Make love not war, ihr wisst bescheid :D
Eure Mademoiselle

Dienstag, 21. Juli 2015

Hungry :D

Hallo ihr da draußen,

ich dachte mir, ich mache mal eine neue Post-Kategorie, die mir zu meiner momentanen Situation eingefallen ist: Hungry :D
Darin werde ich mich natürlich nicht darüber beschweren, dass ich gerade hungrig bin, sondern viel mehr werde ich euch einfache und schnelle Rezepte zeigen, die ganz leicht zum nachkochen sind.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber bei mir muss essen schnell zubereitet sein - damit meine ich aber nicht fast food oder Tiefkühlfraß. Ich koche gerne sehr spontan und reich an Improvisation, und da geht's dann meistens darum, aus dem verblieben Rest des letzten Einkaufes (oder was der Kühlschrank noch so hergibt) etwas Schmackhaftes zu zaubern.
Also hier mal ein selbstkreierten Rezept meinerseits:

Gnocchi mit Brokkoli und Pilzen in Käse-Soße.

Für ungefähr 4 Personen benötigt ihr:
- einen Brokkoli (am besten Frisch, ist knackiger als tiefgekühlt)
- Zwiebeln (rot oder weiß, ist egal)
- Pilze (entweder frisch oder aus dem Glas)
- zwei Packungen Gnocchi (Nudel funktionieren auch ganz gut, falls ihr das lieber mögt)
- eine Packung geriebenen Gratin-Käse
- einen Becher Sahne
- Salz und Pfeffer

Und das ganze geht wie folgt:
1. Brokkoli zerkleinern, in heißes Wasser schmeißen und "aufkochen" lassen > gart später in der Pfanne auch noch mal!
2. Gnocchi in einer heißen Pfanne erhitzen und braten, bis sie einigermaßen weich geworden sind
3. Währenddessen: Pilze waschen, schälen und schneiden und danach  in die Pfanne geben
4. Zwiebel schälen, schneiden und ebenfalls ab in die Pfanne
5. Den Brokkoli abschütten und mit den andern Zutaten in der Pfanne vermengen
6. In einer seperaten Schale Käse mit Sahne verrühren, salzen und pfeffern
7. Mischung über den Rest in der Pfanne geben & umrühren, bis der Käse geschmolzen ist
8. Wenn ihr das wollt: mit ein bisschen Curry und gerebeltem Oregano das Gericht aufpeppen
9. ESSEN :D

Ja, es ist durch den Käse und die Sahne ziemlich heavy, aber schnell gemacht und seeehr lecker.
Probiert  es aus!
Eure Mademoiselle

Samstag, 18. Juli 2015

#Merkelstreichelt - my mind

Hallo ihr da draußen,

sicher habt ihr durch Facebook oder sonstige soziale Netzwerke von dem Diskussionsthema schlechthin erfahren: Merkel streichelt.
Es gibt einen regelrechten Shitstorm, hier mal kurz der Background:
In irgendeiner Show durften verschiedene Kinder und Jugendliche Frau Bundeskanzlerin Fragen stellen. Ein Mädchen aus dem Libanon erzählte daraufhin, dass sie hier in Deutschland noch Pläne für ihr Leben hätte, Studium etc. aber ziemlich große Angst habe, abgeschoben zu werden. Daraufhin hat sie angefangen zu weinen.
Die Bundeskanzlerin, aka Mutti Merkel, geht daraufhin zu dem Mädchen und versucht sie zu trösten, in dem sie sie streichelt und ihr verklickern will, dass man aber alle hier gleich behandeln müsse, egal was kommt.
Das Internet platz mal wieder vor Hatern, die sagen, Merkel hätte viel zu kalt gehandelt und das Mädchen habe sogar geweint, warum macht niemand was, und so weiter und so fort.
Aber man muss leider sagen: Mama Merkel hat in gewisser Weise richtig gehandelt. Wäre sie gar nicht zu dem Mädchen hingegangen, wäre das noch kaltblütiger gewesen. Hätte sie aber im Gegenzug gesagt: Natürlich Kind, du darfst auf jeden Fall hierbleiben! hätten sich die Medien ebenfalls darüber ausgelassen, à la "mit Tränen kriegst du sie alle rum".
So oder so, man kann es nie jedem recht machen.
Aber gleich haten? Ich weiß auch nicht...
Im Moment steht Frau Bundeskanzlerin ja eh nicht gerade gut da - zumindest in den Augen vieler Jugendlicher und junger Erwachsenen, die das Interview von LeFloid mitbekommen haben.
Wie auch immer - macht euch auf jeden Fall ein eigenes Bild von der ganzen Sache!
Eure Mademoiselle

Donnerstag, 9. Juli 2015

The modern days #41



> „Ähm... also Boss wird uns erst wieder morgen in seine Geschäfte einbeziehen, was willst du noch tun heute? Der Abend ist noch jung!“
Ich seufzte.
Meine Kopf fühlte sich an, als würde er gleich zerspringen, von daher...
„Ehrlich gesagt geht’s mir nicht sonderlich gut. Ich habe Kopfschmerzen wie noch was und würde eigentlich lieber da bleiben...“, erklärte ich leise.
Alex sah mich bedauernd an.
„Oh nein... Okay, dann lass ich dich mal alleine. Brauchst du irgendwas? Kopfschmerztabletten oder so?“
Ich lächelte und schüttelte den Kopf.
„Nein alles gut. Ich schlaf nur ein bisschen!“
Alex nickte und vergrub die Hände in den Hosentaschen.
„Na gut dann… dann werde ich mich mal zu den andern nach vorne gesellen. Falls irgendwas sein sollte, weißt du ja, wo du mich findest!“, murmelte Alex, ich nickte nur.
Unruhig rieb ich meine Handflächen aneinander.
„Schlaf gut!“, fügte Alex noch schnell hinzu, bevor er sich auf dem Absatz drehte und zur Tür hinaus verschwand.
Ich stieß erleichtert die Luft aus.
Endlich ein wenig allein! Der ganze Trubel hatte mir wirklich zu schaffen gemacht!
Ich sah auf die Matratze, die einsam auf dem Boden lag. Wie bedauernswert dieses Zimmer nur aussah! Und überall so kalt… Eine Gänsehaut überzog meinen Körper.
Seufzend setzte ich mich. Unser provisorisches Bett war erstaunlicherweise recht bequem.
Ohne mich umzuziehen legte ich mich hin, zog die Decke über mich und bettete meinen Kopf auf einem der zwei Kissen.
Stirn runzelnd schloss ich die Augen, um dem Schmerz, der sich an meinen Schläfen ausbreitete, zu entkommen.
Dann schlief ich. Oder versuchte es zumindest, während die 90er immer noch durch das Gebäude dröhnten.
„Alice, hey, Alice!“, hörte ich eine Stimme ganz leise flüstern und schrak hoch.
Ich runzelte die Stirn und öffnete die Augen. Wie konnte ich nicht gemerkt haben, dass die Tür geöffnet wurde?
Das Zimmer war dunkler wie zuvor, die Sonne war untergegangen aber der Himmel draußen noch erkennbar. Oder war es schon wieder morgen? Wie lange hatte ich geschlafen? Ich hatte noch nie wirklich ein Gefühl für Zeit gehabt…
Alex saß am Bett und grinste mich an, nachdem er mich ach so charmant geweckt hatte.
„Wie geht es dir?“, fragte er, ich nickte und versuchte zu lächeln.
„Keine Schmerzen mehr“, antwortete ich, wahrheitsgemäß. Erleichtert stellte ich fest, dass mein Kopf nicht mehr pochte.
Ich setzte mich auf.
„Wie viel Uhr ist es? Hab ich die Matratze für mich eingenommen?“, fragte ich, Alex schüttelte den Kopf und lächelte wieder.
„Du hast nur eine knappe Stunde geschlafen. Aber hier...“
Er griff hinter sich und zauberte ein Tablett hervor. Darauf standen ein Glas Tee und ein Teller mit Rührei und Tomaten.
Mir stieg augenblicklich die Röte ins Gesicht.
„Was ist das denn?“
Alex lachte und überreichte mir das Essen.
„Tanja hatte Sorge, dass du durch die ganze Schlaferei kein Abendessen bekommst und hat mich dazu beauftragt, dir etwas zu bringen!“
Ich lachte.
„Nein wie süß! Dafür muss ich ihr später danken. Und dir natürlich auch! Fürs hier her tragen!“
Alex nickte nur.
„Kein Problem. Und jetzt iss etwas, wenn ich mit einem vollen Teller zurück zur Küche komme, wird Tanja mich umbringen!“
Na das ließ ich mir nicht zweimal sagen!
Ich nahm mir die Gabel, die neben dem Teller lag und probierte etwas von dem Rührei. Und was soll ich sagen? Es war göttlich.
Also eines muss man dieser zwielichtigen Drogengang lassen, eine gute Köchin haben sie!
„Was geht da zwischen dir und Tanja? Sie sieht dich an, als wärst du ihr Lieblingsspielzeug!“, nuschelte ich mit vollem Mund.
Alex grinste und machte es sich auf der Matratze ein wenig bequem.
„Ach ja? Na ja, Tanja und ich hatten da mal was. Aber nur für eine Nacht, in der ich vollkommen zugedröhnt war. Ich kann mich auch überhaupt nicht an Details erinnern. Ich weiß nicht mal ob wir… na du weißt schon. Aber ist ja auch egal. Tanja ist echt süß aber sie liebt es, Spielchen zu spielen – Jeglicher Art. Ich hoffe, das reicht dir als Antwort!“
Ich lachte und nickte.
„Magst du eigentlich auch was?“, fragte ich, um das Thema zu wechseln, und zeigte auf meinen Teller.
Alex schüttelte den Kopf.
„Tanja liebt es zu spielen, aber sie liebt es auch, andere Leute mit essen geradezu vollzustopfen. Natürlich hat sie mich ebenfalls nicht ohne vollen Magen aus der Küche gehen lassen!“, erwiderte er daraufhin.
Ich zuckte mit den Schultern.
Dann bleibt eben mehr für mich!
Ich aß folglich mein Abendessen auf, während Alex mir noch ein paar Sachen über die Funk und dessen Mitglieder erzählte.
Er kannte nach eigenen Angaben auch gerade mal vielleicht die Hälfte der Leute hier, da andauernd neue Dealer dazu kommen würden.
Boss sei, so Alex, tagsüber eigentlich fast nie im Gebäude anzutreffen. Er verzieht sich in geheime Unterschlüpfe und tut was auch immer er tun will.
Soll mir nur recht sein, der Typ machte mir eindeutig Angst!
Nach dem Essen brachte ich mein Tablett mit dem leeren Geschirr – das Tanja übrigens wirklich freute – zurück zur Küche.
„Hast du Lust, noch ein wenig mit den anderen abzuhängen? Ich weiß, dir ist nicht ganz wohl dabei, aber ich verspreche dir, die beißen nicht!“, sagte Alex, ich zuckte mit den Schultern.
Die Menschen hier waren mir unheimlich, das war ihm klar. Aber ich vertraute Alex, also ließ ich mich von ihm mit ins „Wohnzimmer“ geleiten.
Wir fanden ein paar Typen vor, die im Halbdunkel einen Film sahen.
Größtenteils Männer, alle niemals älter als fünfundzwanzig.
Und allesamt grausam – in meinen Augen.
Alex nahm meine Hand und ging mit mir zum Sofa.
„Leute, was seht ihr euch an?“, fragte er, David konnte seinen Blick von der Leinwand heben und grinste.
„Herr der Ringe, die zwei Türme. Wollt ihr euch zu uns gesellen?“, fragte er und klopfte neben sich auf die Polster.
Alex lachte und nickte.
„Klar. Ich liebe Herr der Ringe!“
Ich schauderte.
Ben war ebenfalls Herr der Ringe Fan. Ich hatte es einmal mit ihm gesehen, und war seither definitiv kein Fan.
Orks, oder wie auch immer diese gruseligen Kreaturen alle heißen, machten mir Angst. Das konnte ich nicht leugnen.
Aber ehrlich gesagt tat ich alles lieber als zurück alleine, ohne Alex, in unserem Zimmer zu sitzen.
Alex und ich setzten uns folglich neben David auf die Couch.
Sie war überraschend weich, ich zog die Füße an.
Alex war sofort Feuer und Flamme mit dem Film, ich hingegen fing an zu zittern, als ich die Schlachten sah.
So viel Blut!
Ein paar dieser Kreaturen hatten sich einen Menschen gekrallt und hackten auf ihn ein.
Ich zuckte zusammen.
Alex sah besorgt zu mir.
„Alles klar?“, fragte er, ich schnaubte und schüttelte den Kopf.
„Ich hasse Orks!“, murmelte ich, Alex lachte.
„Mann Alice, das sind Urukai. Viel blutrünstiger als Orks!“, erklärte er belustigt.
Ich verzog den Mund.
Einer der Männer neben uns zischte und forderte Ruhe.
„Schön, dass dir das so gefällt! Ich find sie alle gruselig, egal wie sie aussehen!“, flüsterte ich beleidigt.
Alex lächelte, legte einen Arm um mich und zog mich näher an sich.
„Ach was! Die tun dir doch gar nichts. Komm her“, erwiderte er sanft und strich über meine Schulter.
Ich lächelte und kuschelte mich an seine Brust.
Unter meiner Wange spürte ich seinen gleichmäßigen Herzschlag.
Und ich weiß nicht recht, wie ich es bei diesem Schlachtlärm fertig gebracht hatte - doch ich war eingeschlafen. Erneut.
Irgendwann rüttelte jemand sanft an meiner Schulter.
„Hey, Alice. Der Film ist zu Ende, gehen wir schlafen. Also, so richtig!“
Alex war aufgestanden und reichte mir seine Hände. Ich ließ mich von ihm hochziehen.
Dann gähnte ich.
Es war gar keiner mehr da!
„Habe ich irgendwen genervt?“, fragte ich und streckte mich.
Alex schüttelte den Kopf.
„Ne, die sind nur alle schon in ihren Bettchen. Da solltest du jetzt auch dringend hin!“
Ich seufzte.
„Da werde ich mal nicht protestieren…“
Nebeneinander liefen wir zurück in Alex' altes Zimmer.
Dort angekommen ließ er sich auf die Matratze fallen und griff sich sein Handy.
„Ich lass dir den Vortritt im Badezimmer. Werde solange noch mit Nic telefonieren.“
Ich nickte und verzog mich ins Badezimmer.
Viel hatte ich nicht eingepackt.
Bedingt mittellos wusch ich mein Gesicht mit Wasser, trug ein wenig Creme auf und putzte schließlich meine Zähne.
Dann wechselte ich meine Klamotten zu Jogginghose und T-Shirt.
Gott sei dank hatte ich nicht den pinken Hello Kitty Schlafanzug eingepackt, den mir Oma geschenkt hatte.
Mamas Mutter war nicht mehr die jüngste und ihr Gehirn ließ langsam nach, klarer Fall von Demenz. Manchmal dachte sie, ich wäre neun und nicht neunzehn. Deswegen kaufte sie mir solche peinlichen Sachen.
Ich musste zwar zugeben, der Schlafanzug war mega bequem, gegenüber Alex jedoch die reinste Blamage.
Ich verließ das Bad und lief zur Matratze.
Alex sah von seinem Handy auf.
„Hast du Nic erreicht?“, fragte ich, er nickte.
„Ja, er hat von seinen Skifahrkünsten erzählt. Und den blauen Flecken, für die er seine und Lucas Finger braucht, um sie zu zählen.“
Er lächelte.
„Nun ja, aber er war auch furchtbar müde.“
Er seufzte und stand auf.
„Ich geh mich dann mal umziehen“, meinte er – wartete aber nicht darauf, im Bad schon verschwunden zu sein.
Noch zwischen Tür und Angel zog er sein Shirt aus.
Wäre dies ein Film, dann wäre das hier eine Zeitlupenaufnahme.
Ich starrte fasziniert auf den muskulösen Rücken, das Tattoo, diesen perfekten Körper.
Und dann war die Tür geschlossen.
Ich seufzte und schloss die Augen.
Verflucht! Warum ist dieser Typ so heiß?
Ich ließ mich auf die Matratze fallen und atmete tief durch. Schon fast einen Tag in der Hölle geschafft. Obwohl es alles erträglich war, solange Alex bei mir war.
Ich seufzte wieder und schüttelte den Kopf.
Was tue ich nur hier? Müde zog ich die Decke zu mir heran und atmete tief durch.
Ich hatte schon des Öfteren bei Alex übernachtet. Aber irgendwie war ich mir nun nicht mehr sicher, ob ich in seiner Anwesenheit normal schlafen konnte.
Die letzten Male, als wir zusammen - nicht miteinander - geschlafen hatten, war ich psychisch so labil, dass mir seine Nähe nur recht war, während meine Gedanken sich mit den verschiedensten Themen beschäftigten.
Jetzt allerdings war seine Nähe das einzige, worüber ich nachdenken konnte. Mein Herz schlug schneller.
Wie hatte ich es bislang nur so ruhig neben diesem Traum von einem Mann ausgehalten?
Ich schüttelte den Kopf. Wow, jetzt klang ich wirklich wie eine Neunjährige.
Die Tür des Badezimmers ging wieder auf und Alex tapste auf das Bett zu.
„Alles okay bei dir?“, fragte er, setzte sich neben mich und sah mich besorgt an. Ich nickte stirnrunzelnd.
„Ja, warum fragst du?“
Alex zuckte mit den Schultern.
„Du sahst ein bisschen verängstigt aus... Aber wenn es dir gut geht, ist alles okay!“
Ich nickte.
„Nein, es ist nur... ach, ich bin müde“, erwiderte ich, Alex lächelte mich sanft an.
„Versuch, wieder zu schlafen. Wer weiß, was der morgige Tag alles bringt?“, murmelte Alexander, drehte sich um und ließ sich in sein Kissen fallen.
„Gute Nacht“, meinte ich, zog die Decke bis hoch an mein Kinn und schloss die Augen.
So allein hatte ich mich noch nie gefühlt. <

Dienstag, 7. Juli 2015

If you wear those little red hotpants... - my mind

Hallo ihr da draußen,

entschuldigt, dass ich im Titel Jimi Blue zitiere, aber ich war (mit Betonung auf war :D) mal Fan von dem und der Song ist mir eingefallen, als ich von folgendem Vorfall hörte:
Eine Werkrealschule in BW verbietet Mädchen, zu kurze Hosen zu tragen oder eben Kleidung, die bauchfrei ist.
Zu sexy, zu aufreizend, so die Schulleitung.
Einerseits habe ich mir gedacht: Okay, also ich kann ein klitzekleines bisschen verstehen, dass die Schulleitung nicht will, dass die Mädels zu freizügig rumlaufen.
Dann allerdings verwarf ich diesen Gedanken sofort und dachte mir:
Sind ja wieder nur die Mädels! So viel zu Gleichberechtigung...
Erstens hat jeder das Recht, sich zu kleiden, wie er möchte.
Zweitens hat es draußen fast 40 Grad. Und ich erinnere mich, an meiner Schule gab es in keinem einzigen Zimmer weder Verntilator noch Klimaanlage, es ist unterträglich gewesen.
Und dann sollen wir uns in langen Klamotten zu Tode schwitzen? Ganz sicher nicht.
Was hättet ihr gemacht, wenn es solche Regelungen an eurer Schule gegeben hätte?
Macht euch selber Gedanken :)

Eure Mademoiselle

Sonntag, 5. Juli 2015

Festival Guide

Hallo ihr da draußen,

keine Ahnung welchem Punkt ich diesen Post hier unterordnen soll (DIY? Watch out for?), aber ich hatte Lust, das zu verfassen.
Es ist Festival Saisson!
Und dazu mal ein paar kurze Tips für eure Packliste zum ausdrucken und abharken :)

o  Gummistiefel > Matsch macht sexy aber auch nasse Füße!
o  weitere bequeme Schuhe > ihr tanzt viel!
o  Sonnencreme und einen Hut
o  Desinfektionszeugs jeglicher Art/ Reinigungstücher > glaubt mir, das ist gold wert
o  ein kleines Vorhängeschloss fürs Zelt
o  Mülltüten > bitte Leute, der Umwelt zuliebe nicht alles aufs Gelände werfen!
o  Klopapier
o  Spülmittel und ein Geschirrhandtuch
o  Camping-Werkzeug (damit meine ich: Schere, Panzertape, Dosenöffner, Taschenmesser falls erlaubt)
o  Dicke Klamotten und Socken > manchmal können auch im Sommer die Nächte kalt werden
o  Trockenshampoo
o  Deo
o  Eine kleine Tasche/Rucksack fürs Festivalgelände
o  viel, viel Wassser > !!Achtung!! Auf den meisten Festivals sind bei den Konzerten nur Tetrapacks erlaubt. Merkt euch das, wenn ihr einkaufen geht. Viele Leute basteln sich ja eine "Tasche", in dem sie an einen Tetrapack Panzertap herum wickeln, einen Henkel (ebenfalls aus Tape) daran befestigen und fertig :D
o  das leidige Thema für die Mädels: Tampons etc.
o  jegliche Medikamente > die Pille, Kopfschmerztablette, etc
o  Kondome > auf jeden Fall mitnehmen, aber Zeltmitbewohner vorher über Pläne informieren, okay? :D
o  einen externen oder portablen Akku > zum Aufladen des Handys in unserer Smartphone abhängigen Gesellschaft

So... das war alles, was mir spontan eingefallen ist. Merkt euch eins Leute: auf einem Festival gehts einfach darum, Spaß zu haben und seine Persönlichkeit frei zu entfalten. Keinen Mensch interessiert es, wie ihr ausseht bzw gekleidet seid, also lasst das Schmuckkästchen und die High Heels am besten zuhause :D

Eure Mademoiselle

Freitag, 3. Juli 2015

It's getting hot in here, so take off all your clothes

Hallo ihr da draußen,

waaaas ist mit dem Wetter los? Freunde des Internets, ich schmilze dahin :D
Wollte nur mal kurz ein Update aus meinem Leben geben: Ich bin total fertig von der Sommerhitze und dem Stress der letzten Wochen, muss aber gleichzeitig über meine noch äußerst unsichere Zukunft nachdenken.
Ich hoffe, ich komme wieder mehr zum bloggen! Ich werde es versuchen, versprochen!

Bis dahin: genießt die Sonne, haltet euch fern von überhitzten Räumen und negativer Stimmung, macht ordentlich Party and enjoy your life!

Eure Mademoiselle

Donnerstag, 25. Juni 2015

The modern days #40



> Das Millennium war absolut nicht mehr zu erkennen.
Was einst ein glorreiches und sehr edles Hotel gewesen ist, ist jetzt lediglich eine Bruchbude mit zusammengestückelten Möbeln.
Überall lagen leere Bierdosen herum und merkwürdig aussehende Leuten lungerten auf den Gängen, schliefen auf dem Boden oder starrten uns einfach nur an.
„Warum seid ihr hier?“, fragte Boss, dem wir einen der vielen, verschmutzten Gängen hinunter folgten.
„Bin mit der normalen Welt nicht sonderlich klar gekommen!“, meinte Alex, ich wagte nicht zu antworten.
Boss lachte amüsiert.
„Dein Tattoo existiert noch?“
Mir fuhr es eiskalt den Rücken hinunter.
Alex nickte jedoch sehr selbstbewusst – oder er tat zumindest so.
Boss grinste, ich erspähte einen Goldzahn.
„Sehr schön. Übrigens war das noch eine sehr milde Strafe. Wenn ihr also vorhabt, wieder auszubüchsen, dann wird etwas viel Schlimmeres passieren. Und auf das Mädchen werde ich so was von keine Rücksicht nehmen!“
Er grinste wieder und blieb an einer Tür stehen.
„Aber bis da hin: Willkommen zurück Krieger, genießt den Aufenthalt. Alex, du kennst dich ja aus!“, erklärte Boss und grinste.
Ich stutzte.
„Warten sie, bekomme ich kein eigenes Zimmer?“
Boss sah mich amüsiert an.
„Dummes Gör, als hätten wir hier für jedes kleine Biest für dich einen extra Raum! Komm damit klar, mit Alex zusammen zu wohnen oder schlaf auf dem Gang. Aber vergeude nicht weiterhin meine Zeit!“, erklärte er kopfschüttelnd und ließ uns dann alleine.
Ich stieß den Atem aus und sah völlig angsterfüllt zu Alex.
„Ganz ruhig Alice, ich weiß was du denkst. Aber du musst keine Angst haben, wir kriegen das alles hin. Das habe ich dir versprochen!“
Ich hatte Panik, auch nur ein Wort zu sagen solange Boss noch in der Nähe war und nickte nur.
Alex nickte ebenfalls, als akzeptierte er mein Schweigen, dann öffnete er die Tür.
Ich folgte ihm in den Raum.
„Das ist mal mein Zimmer gewesen. Bezaubernd, nicht wahr?“, murmelte Alex und schmiss seine Tasche auf die Matratze, die auf dem blanken Boden lag.
Das Zimmer war recht groß, aber so gut wie leer.
Eine Matratze, ohne Bettgestell.
Eine verstaubte Heizung.
Weder Vorhänge noch Rollläden vor den Fenstern.
Eine weitere Tür, offen stehend zum Badezimmer – na wenigstens ein eigenes Badezimmer für jedes Zimmer.
Ich seufzte und wagte es, nachdem die Tür geschlossen war, wieder zu sprechen.
„Man erkennt den früheren Luxus definitiv nicht wieder“, erwiderte ich und setzte mich auf die Matratze.
Alex grinste und stellte sich vor mich.
„Tut mir wirklich leid. Aber wir machen das Beste draus, okay?“
Ich nickte.
Hoffentlich bin ich bis Weihnachten wirklich wieder hier raus!
„Wollen wir draußen schauen, was die andern so tun? Oder was essen gehen?“
Ich zuckte mit den Schultern.
„Ist mir eigentlich egal. Von mir aus gehen wir mal zu den anderen. Ich kenn ja eh keinen.“
Alex nickte, zog mich hoch und schob mich aus dem Zimmer.
Fröhlich pfeifend ging er dann voraus und lotste mich zur großen Halle, dem „Wohnzimmer“ der Funk.
„Okay, also die Tür da führt zu einer Treppe, die wiederum zu den Garagen führt. Die Tür rechts daneben geht zu einem Raum mit Tischkicker und einem Poker Tisch. Aber die Leute spielen da generell nur Strippoker, also überleg es dir gut, wenn du mitmachst!“
Ich brummte.
„Die Tür ganz links führt dann zur Küche mit Esszimmer. Und gleich hier um die Ecke ist eine Leinwand, sagen wir das Heimkino, mit Sofaecke. David – ein etwas durchgedrehter Typ – ist der Herr über die Fernbedienung, deswegen läuft da meistens nur das, was er gut findet.“
Alex grinste mich an.
„Wähle eine Tür aus und ich folge dir“, schlug er vor, ich lachte.
Dann zuckte ich wieder mit den Schultern.
„Muss ich in der Küche Angst haben, dass dort irgendwelche kuriosen Drogen gebraut werden?“, fragte ich, Alex schüttelte lachend den Kopf.
„Nein, die Küche wird von Tanja überwacht. Sie hat mal eine Ausbildung zur Köchin gemacht und Boss hat die Küche dann zu ihrem Reich erklärt. Im Gegensatz zu den restlichen Räumen herrscht da drin purer Luxus und alles ist sauber – also wirklich sauber, da wird auch nichts Abnormales gekocht, das kannst du mir glauben“
Ich seufzte.
„Na dann könnten wir ja doch was essen gehen“, schlug ich vor, Alex nickte.
„Klar. Nach dir.“
Doch ein wenig unsicher lief ich auf die Tür zu, klopfte und trat dann ein.
Und Alex hatte recht.
Empfangen wurden wir von einem angenehm hellen Licht, es lief leise Radio Musik und es roch nach Zitronen und Waffeln.
„Tanja?“, rief Alex und sah sich um.
Plötzlich tauchte ein Kopf hinter der Kücheninsel auf und sah Alex überrascht an.
„Alex! Dich habe ich ja schon ewig nicht mehr gesehen! Bleibt ihr zwei hier? Was kann ich für dich tun?“
Alex lächelte, ging auf die Frau zu und umarmte sie.
„Ja, Alice und ich bleiben eine Weile bei der Funk. Und wir dachten, du überraschst uns vielleicht mit einer deiner wunderbaren Kreationen?“, fragte er, Tanja nickte lachend.
„Nach was beliebt es euch? Ich habe Waffeln gemacht, im Kühlschrank steht noch Flammkuchen von gestern – mit Honig und Ziegenkäse, müsste ich allerdings warm machen – oder Gemüse Auflauf."
Alex zuckte mit den Schultern und sah mich an.
Ich lächelte.
„Klingt alles lecker, aber seit ich hier den süßen Geruch von gebackenem Teig vernommen habe, sagt mein Magen, er will Waffeln haben“, erklärte ich, Tanja kicherte.
„Klar, gute Wahl. Setzt euch Kinder, ich bring euch ein paar!“
Ich lächelte.
„Musst du nicht, ich kann dir helfen, was soll...“
„Nein“, widersprach mir Tanja, „setz dich und plappere mit Alex. Lass mich nur machen, ist okay!“
Ich sah zweifelnd Alex an, er nickte nur.
„Du solltest Tanja nie widersprechen. Generell nicht. Nicht mal bei solchen Lappalien. Sie ist total lieb und nett, aber von einem auf den anderen Moment auch eine Furie.“
Tanja kam lachend auf den riesigen Küchentisch zu.
„Das habe ich gehört Schätzchen. Und wenn du nicht so verflucht süß wärst, hättest du dir eine Ohrfeige eingefangen!“
Alex verzog grinsend das Gesicht.
„Nein danke, die kenne ich schon!“
Tanja und er lachten, ich fühlte mich derweil wie das fünfte Rad am Wagen. Alex schien sich hier echt wohlzufühlen – und das machte mir Angst.
„Na los Schätzchen, iss etwas! Du kippst mir sonst noch um!“, meinte Tanja, ich sah überrascht auf.
„Mmh?“, fragte ich, Tanja lachte.
„Ja, ich rede mit dir. So gedankenverloren, hm? Schätzchen, wie ist dein Name?“
Ich lächelte sanft.
„Alice“, erwiderte ich, Tanja grinste.
„Alice? Wie Alice im Wunderland? Also falls du das suchst, bist du hier definitiv richtig. Und jetzt iss ein paar Waffeln, du bist so mager!“
Ich lachte auf
„Mager? Guter Scherz. Aber das mit den Waffeln lasse ich mir ja kein zweites Mal sagen“, erwiderte ich grinsend.
Tanja lächelte zufrieden und reichte mir die Platte mit den duftenden Waffeln.
Alex nahm sich ebenfalls ein paar, wir bissen beinahe gleichzeitig hinein.
Ich stöhnte leise.
Das war göttlich!
„Tanja, du übertriffst dich mit jedem noch so unbedeutendem Gericht selber!“, murmelte er, Tanja nickte stolz.
Dann griff sie sich ebenfalls eine Waffel und probierte davon.
„Ach, die sind mir ja in der Tat sehr gut gelungen!“, murmelte Tanja und sah lobend auf die Teller vor sich.
Auf einmal klopfte es an der Tür und ein junger Mann – mir natürlich unbekannt – steckte seinen Kopf hinein.
„Hey, Tanja, ähm, Benjamin ist da wegen der Granitplatte!“, erklärte er, Tanja riss die Augen auf und nickte.
„Oh, ja, sehr gut! Danke Sebbie! Sag Benjamin, er soll einfach reinkommen!“, erwiderte Tanja, Sebbie (vielleicht die Abkürzung für Sebastian?) nickte und verschwand.
Daraufhin drehte sich die Köchin zu uns.
„Leute, ich muss euch, so leid es mir tut, aus meinem Reich werfen. Ihr habt’s ja gehört, ich bekomme endlich meine heiß ersehnte Granitarbeitsplatte. Die muss angepasst und eingesetzt werden, und das kann sehr laut und staubig werden. Also Alex, Schätzchen, zeig Alice das restliche Gebäude oder was weiß ich. Nur bleibt nicht hier, okay?“, sagte Tanja und kicherte.
Ich nickte nur und stand dann sofort auf, Alex tat es mir gleich.
„Wir sehen uns Tanja!“, rief er und verließ mit mir dann die Küche.
Draußen herrschte auf einmal Tumult und ich sah überrascht zu Alex.
„Ich habe auch keine Ahnung, warum alle gerade so aufgedreht sind. Aber hey, so können wir zumindest mal die ganze Crew kennenlernen. Du hast die freie Wahl: Wen soll ich dir als erstes vorstellen?“
Ich kam nicht mal zu einer Antwort, als ein weiterer junger Unbekannter auf und zu kam.
Er hatte eine Undercut Frisur, mit blauen Strähnen. Passend dazu waren seine Tunnels in den Ohren ebenfalls blau.
Er war komplett in schwarz gekleidet (wie so gut wie jeder andere hier ebenfalls, muss wohl Standard sein…), trug aber neongelbe Turnschuhe.
„Alexander McCurdy?“, rief er völlig fasziniert über die Menge hinweg.
Alex grinste und ging ein paar Schritte auf den jungen Kerl zu, ehe der ihm in die Arme fiel und ihn regelrecht durch knuddelte.
„Oha, dich habe ich echt vermisst!“, murmelte der Mann, Alex löste sich von ihm.
„Gott, David, was hast du denn genommen?“, fragte er amüsiert, David grinste.
„Nur n bisschen Gras geraucht, tut doch nichts zu Sache!“
Er sah an Alex vorbei und fokussierte mich, ich schluckte.
„Holy shit! Diese Puppe ist Zucker!“, murmelte er und kam auf mich zu.
Dann streckte er mir ganz Gentleman die Hand hin und verbeugte sich vor mir.
„Sie gestatten Milady? Ich bin David und sie, holde Maid, sehen verdammt scharf aus!“
Alex lachte und kam zurück zu mir. Er stellte sich neben mich und sah David kopfschüttelnd an.
„David, du wirst sie nicht vögeln!“
Mir fiel die Kinnlade hinunter, als David mit den Schultern zuckte.
„Hallo? Warum entscheidest du das?“
Alex schüttelte nur weiter den Kopf.
„Warum? Weil ich weiß, dass sie nur ein weiterer nutzloser Pokal in deiner Sammlung von namenlosen Frauen wäre. Außerdem bist du ein Arsch.“
David lachte.
„Na und? Sie ist und bleibt Zucker. Man muss sie einfach vernaschen!“
Ich musste wieder schlucken, nahm meinen Mut zusammen und drängte mich zwischen die zwei.
„Ich bin anwesend!“
David und Alex drehten sich zu mir um.
Ich räusperte mich.
„Könntet ihr bitte nicht über mich verhandeln wie ein Stück Fleisch auf den Markt? Ich bin ja wohl diejenige, die das entscheidet“
David grinste kokett und zog lasziv eine Augenbraue nach oben.
„Sugar, ich hoffe, du triffst die richtige Wahl. Mein Zimmer ist das erste links. Das Bett ist definitiv groß genug für uns beide!“
Ich verdrehte die Augen.
„Und von was träumst du nachts?“, wollte ich wissen, David grinste wieder hinterhältig.
Dann kam er einen Schritt auf mich zu, legte die Arme um meine Taille und verschränkte hinter meinem Rücken die Finger ineinander.
„Na ab sofort von dir, Sugar!“, murmelte er.
Alex, der sich die ganze Situation angesehen hatte, kam nun ebenfalls auf mich zu, riss Davids Hände los und zog mich an sich.
„David. Lass sie in Ruhe!“
Auf einmal wütend entzog ich meine Hand Alex' Griff.
„Jetzt hört auf, mich so dämlich zu behandeln! Keiner von euch beiden hat das Recht, mich einfach an sich zu ziehen und mit mir zu machen, was euch beliebt! Und das gilt wirklich für alle zwei!“
David grinste und nickte.
„Sugar, du hast Temperament! Wie heißt du?“, fragte er, ich seufzte.
„Alice!“
Er grinste wieder.
„Alice, nun gut. Ich lass dich in Ruhe. Zumindest, für jetzt. Aber du wirst meinen Charme eh nicht lange widerstehen können, also sehen wir uns sicherlich bald wieder…“, flötete er, winkte und machte auf dem Absatz kehrt, um in einen der Gänge zu verschwinden.
Völlig genervt sah ich Alex an.
„Kann ich mich bitte in unser Zimmer einschließen und nie wieder heraus kommen? Mir reicht es jetzt schon!“, erklärte ich verbissen.
Alex lächelte missmutig.
„Na ja, das mit dem einschließen wird dir nicht gelingen, weil es keine Schlüssel für die Schlösser gibt… Aber ich begleite dich gerne zurück ins Zimmer, wenn du das möchtest!“
Ich nickte nur.
Diese ganzen komischen Menschen wurden mir jetzt schon zu viel!
Wir machten uns also auf den Weg zurück zum Zimmer und versuchten, uns durch die Mengen an Leuten zu drängen.
Ein hochgewachsenes Mädchen mit stechend weißen Haaren und dazu vollkommen übertrieben schwarz gemalten Augenbrauen lief auf einmal an uns vorbei und sah mich aus der Ferne ausdruckslos an.
„Wer ist das?“, fragte ich flüsternd.
Alex bedeutete mir, kurz ruhig zu sein, bis das Mädchen in einem der vielen Zimmer verschwunden war.
„Das ist Daenerys“, murmelte er.
Ich runzelte die Stirn.
„Daenerys? Was ist das denn für ein Name?“, wollte ich wissen.
Alex seufzte.
„Vielleicht kennst du Game of Thrones? Das Lied von Feuer und Eis? Daenerys ist eine der Hauptpersonen da, welche drei Drachen als Kinder hat“
Ich sah völlig verwirrt zu Alex.
„Ich kapiere rein gar nichts“, meinte ich.
Alex nickte schmunzelnd.
„Das haben wir auch nicht getan, als Daenerys hier aufgetaucht ist. Keiner hier kennt ihren richtigen Namen. Sie stand eines Nachts vollkommen nackt vor der Tür des Hotels, kein Gepäck dabei, kein Ausweis, rein gar nichts. Ihre einzigen Begleiter waren ihre unzähligen Drachentattoos, die ihren kompletten Körper schmücken. Sie hat nur gesagt, sie heißt Daenerys und will hier ihr Talent beweisen. Danach hat sie nie mehr auch nur ein Wort geredet. Aber glaub mir, sie ist eine der besten Dealerinnen – wenn auch die vollkommen verrückteste!“
Ich schauderte.
Was sind das nur für Leute?
Wir liefen weiter den Gang zu den Schlafzimmern zurück.
Aus dem Wohnzimmer (wenn man das so nennen kann) drangen plötzlich lautstark Charts der 90er zu mir. Die Bloodhound Gang mit „The bad touch“
„Puts your hands down my pants, and i bet you feel nuts!
Sugar, das gilt dir!“, hörte ich David rufen und verdrehte die Augen.
Alex ignorierte ihn einfach und hielt mir die Tür auf, als wir an unserem Zimmer angekommen waren..
Ich ging in den kleinen Raum und seufzte.
„Gott Alex, es ist absolut gruselig hier drin!“, murmelte ich, als wir allein zurück in seinem Zimmer standen.
Alex lächelte.
„Tut mir leid, dass es nicht mehr das fünf Sterne Hotel von früher ist. Und tut mir leid, dass du mit all den Verrückten schon heute konfrontiert wurdest. Aber wir müssen das noch ein paar Tage durchhalten. Nur solange, bis Boss gecheckt hat, dass du keine Gefahr bist und wir eventuell noch ein paar Infos über Amelia bekommen. Dann verschwinden wir“, erklärte er, ich seufzte.
Das alles machte mich so traurig und gleichzeitig verwirrten mich die Menschen hier.
Alex nahm meine Hand.
„Ich bitte dich ganz höflich darum: darf ich dich an mich ziehen?“
Ich nickte und brachte ein Lächeln zustande.
„Weil du es bist!“ <

Mittwoch, 10. Juni 2015

Watch out for... Lynn Raven

Hallo ihr da draußen,

ich habe zwar im Moment nicht so viel Zeit für meine kreativen Hobbies und eigentlich sollte ich mich weniger mit meinen Büchern und mehr mit meinem mündlichen Abi beschäftigen, aber ich wollte euch kurz eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen vorstellen.
Ich präsentiere: Lynn Raven.
Lynn Raven ist eine absolute Göttin, was Drama betrifft! Ihre Geschichten (zumeist im Fantasy-Bereich) sind so lebendig und ausgeschmückt, dass ich ihre über 500 Seiten Bücher in aller höchstens zwei Tagen verschlungen habe.
Dazu gehört auch mein Lieblingsbuch-aller-Zeiten namens "Kuss des Kjer". Hört sich schnulzig an, ist aber viiiiiel mehr als das.
Kurzer Inhalt:  Mit einem Trick bringt Mordan, der erste Heerführer der kriegerischen Kjer, die junge Heilerin Lijanas vom Volk der Nivard in seine Gewalt. Im Auftrag seines Königs Haffren will er die Heilerin und ein zauberkräftiges Elixier, die »Tränen der weißen Schlange«, an den Hof bringen.
Lijanas aber hat nur einen Gedanken: Flucht! Doch je näher sie den als »Blutwolf« verschrienen Mordan kennenlernt, desto stärker fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und er sich ebenso zu ihr. Er setzt alles dran, sie sicher an den Hof seines Königs zu bringen. Dort erwartet sie jedoch eine tödliche Überraschung… (Quelle: Amazon)

Hört sich gut an, oder nicht?
Auch unbedingt lesenswert ist "Blutbraut" oder "Der Spiegel von Feuer und Eis".
Aber Achtung: Suchtgefahr! Ich meine, ich habe jedes der Bücher so ca. 3 oder mehr mal gelesen :D Sie sind einfach zu gut!
Lest auf jeden Fall mal rein, wenn ihr auf Fantasy/Action/Drama/Liebe steht!
Eure Mademoiselle