Was findest du hier?

Ein noch nicht ganz erwachsenes, chaotisches und kreatives Hippie-Mädchen schreibt hier alles auf, was ihr gerade durch den Kopf geht :)

Mittwoch, 31. Dezember 2014

The modern days #23



> Ich runzelte die Stirn.
 „Wie meinst du das? Einem Mädchen wie mir?“, fragte ich, Alex lachte.
Er ließ seinen Kopf wieder nach hinten gegen die Wand sinken.
„Na genau das. Du fragst so viel und bist so neugierig. Daran muss man sich erst gewöhnen!“
Okay, da muss ich wohl oder übel zustimmen.
Er hatte aber auch gesagt, ich wäre die erste gewesen, die das gesehen hatte. War er bis dato mit niemandem zusammen? Okay, das klingt jetzt alles recht oberflächlich, aber anscheinend war ich das erste Mädchen, die seinen nackten Rücken angefasst hatte.
Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen, wurde aber sofort wieder ernst.
„Na gut, wenn du das sagst… Doch eine Sache verstehe ich nicht ganz – und es tut mir leid, dass ich schon wieder eine Frage habe – aber du hast doch auch noch andere Tattoos. Sind die auch alle von…“
Alexander schüttelte sofort den Kopf.
„Nein. Die Funk hat nur meinen Rücken verunstaltet. Der Rest, also die Tattoos auf meinen Armen, das wollte ich so. Ganz freiwillig. Sie haben weitaus tiefere Symboliken, als die Drohung der Funk!“
Ich berührte Alexanders Arm, schob seinen Ärmel noch ein Stück höher und begutachtete seine bemalte Haut.
Er schien angespannt unter meiner Berührung zu sein, ich ließ ihn wieder los.
„Und welche Bedeutung haben sie?“
Alex lachte.
„War ja klar, dass du das wissen willst. Aber ich zeig es dir!“
Er deutete mit dem Zeigefinger auf einen Schriftzug, der auf der Rückseite seines Oberarms begann, sich über den Ellenbogen bis hin zum Handgelenk schlängelte.
„Das ist etwas, was meine Mum früher immer gesagt hat. Ein Zitat aus einem Song, den sie geliebt hat, es erinnert mich an sie. „Everything that kills me makes me feel alive“. Sie hat alles immer sehr positiv gesehen!“
Er drehte seinen Arm und zeigte auf eine komplexere Zeichnung, die fast den kompletten Unterarm einnahm.
„Ein Traumfänger. Mein allererstes Tattoo. Daran hab ich immer meine Hoffnung fest gemacht.“
Nun wechselte er den Arm, er schob den Ärmel des linken Armes weiter nach oben und hielt ihn schräg vor sich.
„Hier, erkennst du das?“, fragte er und deutete auf einen Stern, der in Flammen zu stehen schien.
Ich zuckte mit den Schultern.
„Ähm, nicht wirklich, nein“, erwiderte ich und begutachtete seinen Oberarm.
Alex lachte.
„Das ist das Motiv gegen Dämonenbesessenheit, aus Supernatural. Der Fernsehserie. Oh Mann, das war und ist meine Lieblingsserie, aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht mehr ganz, warum ich mir das hab stechen lassen. Vermutlich war ich da nicht ganz nüchtern… Nun ja, sehen wir weiter!“
Er drehte seinen Arm wieder.
„Hier ist ein Flügel, steht für Freiheit. Und das Peace Zeichen ist wohl offensichtlich. Der Rest hier ist eigentlich nur eine Musterung, die ich cool fand!“, erklärte er, ich grinste.
Doch da fiel mir noch ein letztes Tattoo ins Auge.
„Und das hier?“
Alex schluckte.
„Ähm, das ist das Symbol für Unendlichkeit. Die Daten sind die Geburtstage von Camille, Nic und meinen Eltern… Ich will sie nie vergessen, verstehst du? Das habe ich direkt nach ihrem Unfall stechen lassen“
Alexander seufzte, schloss seine Augen und lehnte sich, wie schon gewohnt, mit dem Kopf an die Wand.
Ich biss mir auf meine Unterlippe.
Ich hatte es vermasselt. Durch meine aufdringliche Neugier hatte ich alle seine schrecklichen Erinnerungen wieder zutage gebracht. Dank mir würde dieser Mann auf meinem Bett bestimmt noch depressiv werden! Ich musste etwas tun. Ich musste ihn wieder aufheitern.
Eigentlich hatte ich meinen Abend ja für Schule eingeplant, aber wenn ich es mir so recht überlege, ist mir mein neuer Informant und Freund doch ein wenig wichtiger.
„Hey… ähm, wie wäre es, wenn wir ausgehen?“, schlug ich vor und zuckte mit den Schultern.
Alex schlug schlagartig seine Augen auf und starrte mich an.
„Ausgehen? Wir beide? So als…“
Ich schüttelte schnell den Kopf, um ihn zu unterbrechen.
„Nein, nicht als Date. Ich war bescheuert, deine Vergangenheit so mit einem Schlag wieder herauf zu beschwören. Wegen mir geht’s dir jetzt offensichtlich nicht ganz so gut. Lass mich versuchen, dich aufzuheitern. Nur als Freunde.“
Alex runzelte die Stirn. Er sah genauso misstrauisch aus wie sein kleiner Bruder, als ich seine Babysitterin gespielt hatte.
Überraschenderweise nickte er.
„Na gut. Ich, äh, habe zwar keine Ahnung, welche verkorksten Dinge du mit mir vorhast. Aber ich schätze, ich werde mich darauf einlassen!“
Ich begann zu lächeln.
„Schön. Dann gehen wir also aus!“
Du meine Güte. Was hatte ich getan?
Das letzte Mal, das ich aus war, zudem mit einem Typen, ist schon Ewigkeiten her! Ich hatte nie den Kopf dafür, ausgelassen feiern zu gehen. Seit das mit Amelia passiert ist, hat sich meine Seele dazu entschlossen, Spaß zu verbannen. Glück und Freude erlebe ich nur selten.
Vermutlich heitere ich mit diesem Abend nicht nur Alex, sondern vielleicht auch noch mich auf.
„Und an was hat das Fräulein gedacht?“, fragte Alexander und grinste mich an.
Ich kniff die Augen zusammen.
„Hatten wir uns nicht darauf geeinigt, dass du mich nicht mehr so nennen sollst?“
Ich stand auf und stellte mich vor ihn, sah ihn scharf an.
Alex zuckte mit den Schultern.
„Wie du meinst!“
Ich seufzte und lief zu meinem „Kleiderschrank“. Dann hörte ich mein Bett knarren, Alex stand ebenfalls auf und gesellte sich neben mich.
„Musst du mir so auf den Pelz rücken, während ich meine Klamotten heraus suche?“
Er lachte.
„Du hast ja noch nicht mal verraten, wo du hin willst!“
Ich drehte mich um und erschrak kurz, wie nah ich ihm dadurch gekommen war. Seine Größe wirkte Angst einflößend auf mich, wieder ging ich einen Schritt zurück. Selbstschutzmodus aktiviert.
Amüsiert sah er zu mir herunter, einzelne Strähnen fielen ihm in sein kantiges Gesicht.
Ich fand meine Fassung wieder und wagte mich an einem lächeln.
„Wir gehen auf ein Konzert!“
Alex zog überrascht die Augenbrauen nach oben und kam einen Schritt auf mich zu.
Instinktiv wollte ich wieder zurückweiche, doch mein Rücken stieß auf einen Haufen hölzerner Kleiderbügel.
„Du willst mich auf ein Konzert schleppen? Du willst dich mit mir zusammen in der Öffentlichkeit zeigen?“
Ich nickte.
„Die Band ist gut. Lass dich überraschen. Und es werden total viele Leute da sein. Leute, die uns nicht kennen. Leute, die uns nicht beachten…“
So wie alle Menschen in meiner Umgebung.
„Entspann dich. Oder willst du nicht mehr ausgehen? War ja nur ein Vorschlag, um deine Laune zu verbessern!“
Alex seufzte.
Dann schüttelte er den Kopf.
„Nein, schon okay. Lass uns auf dieses mysteriöse Konzert gehen. Aber vorher muss ich noch Nic anrufen und ihm bescheid geben. Ich bin mal kurz…“
Er zeigte zur Tür, ich nickte und er verließ für einen Moment das Zimmer. Die Tür fiel ins Schloss und ich atmete tief durch.
Zeit, mich umzuziehen.
Aber wie gesagt: Ich bin ganz aus der Übung, was das Feiern betrifft. Das spiegelte sich leider auch in meiner Kleidung wieder.
Ich betrachtete meine Klamotten wie einen Haufen trostloser Lumpen. Mama hatte mir ja schon oft unter die Nase gerieben, ich solle mein Geld nicht komplett für Musik ausgeben, sondern auch mal einen Blick in Boutiquen, etc. werfen.
Ich schnaubte. Wegen dieser Konzertidee könnte ich mich gerade selbst ohrfeigen.
Ich begutachtete jedes meiner Kleidungsstücke. Draußen hatte es zwar schon Minusgrade, aber der Club, welchen wir besuchen wollten, wird komplett überhitzt sein – das wusste ich aus Erfahrung.
Ich entschied mich folglich für ein einfaches, schwarzes T-Shirt, das am Rücken Cut-Outs in Form eines Blitzes hatte.
Dann schälte ich mich aus meinem Winterpulli und warf diesen auf den Boden.
Nur in Jeans und BH riss ich das Shirt von einem der Kleiderbügel. Durch meine Hektik fiel es natürlich zu Boden, ich bückte mich, um es wieder aufzuheben.
Meine Locken fielen mir ins Gesicht, ärgerlich strich ich sie weg und zupfte ein paar Flusen vom Shirt.
In dem Moment hörte ich meine Zimmertür wieder aufgehen und erschrak.
Alex kam wieder herein spaziert, sah dabei auf sein Handy.
„Nic kann bei einem Freund übernachten, ich habe also alle Zeit der…“
Er hob seinen Blick und seine Worte stockten.
Das Blut schoss mir in die Wangen und ich versuchte, mich so schnell wie möglich in das T-Shirt zu zwängen.
„Wow, Alice, einen Bauchnabelpiercing hätte ich dir nie zugetraut.“ <

Montag, 29. Dezember 2014

Watch out for... Just Dance!

Hallo ihr da draußen

Silvester naht und damit auch die ganzen Partys! Und was gehört zu einer guten Party? Tanzen, natürlich!  :D
Falls ihr, so wie ich, eher im kleineren Kreis und zu Hause feiert, ist Just Dance das richtige für euch!
Just Dance gibt's für die Wii, gespielt werden kann das alleine, im Tanz-Duett oder als Crew mit bis zu vier Leuten!
Die Songs sind von jedem Genre vertreten. Da gibt's Charthits, Klassiker wie "Jail House Rock" von Elvis, aber auch Filmsongs, zum Beispiel "Time Warp" aus der Rocky Horror Picture Show.
Diese verrückten und nicht allzu schweren Tänze machen total Spaß und sind auch für die Freunde unter euch geeignet, die eigentlich gar nichts vom Tanzen halten. Denn es macht einfach nur mega gute Laune!
Probiert es mal aus, ich empfehle es jedem! Ob Männlein, Weiblein, Alt oder Jung.

Falls ihr nichts mehr von mir hört, wünsche ich euch einen guten Start ins neue Jahr :)
Eure Mademoiselle

Sonntag, 28. Dezember 2014

Wie bitte - Diary

Hallo ihr da draußen,

Ich schaue gerade Shopping Queen. Und da sagt die eine Frau "das Problem ist ja, dass die Leute heutzutage alle nur noch in Turnschuhen rumlaufen und gar nicht mehr in High Heels laufen können"
Mir ist erst mal die Kinnlade runter gefallen.
Hallo?
Ist ja nicht so, als würden High Heels so ein kleeeeines bisschen die Füße "kaputt" machen und sind dafür auch richtig unbequem.
Und warum sollte jede Frau in High Heels laufen können müssen?
Es soll ja Fauen geben, die wirklich nichts anderes tragen außer hoche Schuhe. Und für schicke Anlässe ein paar Stunden die Männerwelt damit beeindrucken wird wohl auch moch möglich sein :D
Aber diese Behauptung an sich ist mir sehr suspekt.
Was meint ihr dazu?

Eure Mademoiselle

Freitag, 26. Dezember 2014

The modern days #22

> Völlig empört sah ich zu meiner Mutter.
„Mama. Du müsstest es doch am besten wissen, dass Frauen und Männer nicht gleich übereinander herfallen müssen, sondern auch miteinander befreundet sein können.“
Ich seufzte.
„Das hier ist Alexander. Wir haben es gerade geschafft, uns anzufreunden“, meinte ich, schüttelte dann den Kopf.
„Warum glaubt eigentlich jeder, dass wir was miteinander hätten?“, murmelte ich, meine Mutter fing an zu lachen.
„Schätzchen, du warst mit deinem Mund keine zwanzig Zentimeter von seinem entfernt, als du ihm so kokett über die Stirn gestrichen hast!“
Meine Kinnlade fiel herunter, Alex brach in eine Lachsalve aus.
Mama zuckte nur grinsend mit den Schultern, kam auf uns zu und streckte Alex ihre Hand hin – er musste sich beherrschen, nicht noch mehr zu lachen.
„Hallo Alexander, ich bin Simone. Alice’ unglaublich peinliche Mutter.“
Alex schmunzelte und atmete tief durch, stand dann auf und gab Mama die Hand.
„Schön Sie kennenzulernen“, entgegnete er überaus höflich.
Meine Mutter nickte lächelnd.
„Schön dich kennenzulernen, Schätzchen. Also, was auch immer ihr jetzt noch macht, viel Spaß dabei. Alice, ich geh später noch ins Krankenhaus. Muss dort spontan für jemanden einspringen, Blinddarm OP! Wir sehen uns morgen früh!“
Mit diesen Worten verabschiedete sich meine Mutter und stolzierte aus dem Zimmer heraus.
Alex grinste mich an, als ich wie in Trance aufstand, zur Tür ging und diese wieder schloss.
„Sie nennt mich Schätzchen. Wie süß von ihr!“
Ich schnaubte.
„Meine Mutter ist ein Mensch, der alle anderen Menschen am liebsten erstmal freundlich umarmen würde, ganz gleich, ob sie sie kennt, oder nicht. Sie hat zu viel Liebe parat. wenn du verstehst, was ich meine. Aber na ja, ich habe nicht viele Freunde und da du offiziell jetzt einer davon bist, freut sie sich eben, dass ich doch noch zu sozialen Kontakten fähig bin!“
Alexander nickte, setzte sich dann auf mein Bett und lehnte sich an die Wand.
„Ist schon okay. Meine Mutter war auch immer total aufgedreht, hat uns mit Liebe geradezu überschüttet. Ehrlich gesagt weiß ich jetzt nicht mal mehr, was das Wort wirklich bedeutet!“
Er schloss die Augen und ließ seinen Kopf ebenfalls an die Wand sinken.
Ich seufzte.
Das wird mir alles ein bisschen zu emotional gerade!
Ich kletterte ebenfalls auf mein Bett und setzte mich neben Alex.
Dann stupste ich ihn vorsichtig am Arm an, er öffnete seine tiefblauen Augen und sah mich an.
Zögerlich sprach ich (mal wieder) meine Neugier aus.
„Das mit deinen Eltern tut mir leid, das weißt du, oder? Aber du bist nun mal der einzige Mensch, der mir etwas über Amelia und so sagen kann. Ich muss dich einfach weiter fragen…. Was hat es mit dem Ritual auf sich? Du hast mir einmal gesagt, als du aus der Funk ausgestiegen bist, hättest du ein Ritual vollzogen. Erzähl mir davon!“
Alexander schluckte schwer.
Er atmete tief durch.
„Na ja, also der Gedanke hinter der Funk ist, dass du, wenn du einmal drin bist, nie wieder raus kannst. Nach Amelias Tod wollte ich aussteigen und das alles einfach nur vergessen. Aber die Funk lässt dich nicht so einfach gehen. Das Ritual ist recht einfach, wenn man es so bedenkt: Sie schleppen dich zu irgendeinem zwielichtigen Typen und dann bekommst du ein Tattoo!“
Ich zog die Augenbrauen nach oben.
„Ein Tattoo?“, fragte ich, unsicher, ob das wirklich der Wahrheit entsprach.
Alex nickte gequält.
„Ja, ein Tattoo. Eine Erinnerung an das, wovon du nie wieder loskommst!“
Eine Frage brannte mir auf der Zunge.
Aber Alexander hatte mir schon so viel aus seinem Leben offenbart, ich wollte ihn eigentlich nicht weiter quälen. Doch meine Neugier übertrumpfte schließlich.
„Zeigst du es mir?“, wollte ich wissen, fragte ganz leise und langsam.
Alex sah mich überrascht an.
„Das willst du wirklich?“, fragte er, ich nickte zögerlich.
Wenn schon, denn schon!
„Deine Mutter hatte recht, du gehst ganz schön ran!“, murmelte Alex grinsend.
Er nickte, wenn auch nicht sonderlich begeistert, doch er nickte.
„Na gut. Aber es ist nicht schön anzusehen, das kann ich dir versprechen!“
Dann zog er kurzerhand sein T-Shirt aus, ich hielt instinktiv die Luft an.
Er drehte sich um und präsentierte mir seinen muskulösen Rücken.
Dieser war komplett von schwarzer Tinte übersät, mich überkam eine augenblickliche Trauer gemischt mit einer Menge Mitleid.
Sein oberer Rücken war von einem Totenkopf geziert, aus dessen Augenhöhlen zwei Schlangen hervor traten. Diese schlängelten sich an seinem Rückrat entlang. Dies war Wirbel für Wirbel genau nachgezeichnet, die Knochen waren teilweise schwarz ausgemalt und sahen aus, als würden sie verfaulen.
Am unteren Rücken stand in dicken, großen Lettern geschrieben: Für unwillige neue Krieger. Die Köpfe der beiden Schlangen markierten Anfang und Ende des Satzes, von den einzelnen Buchstaben tropfte schwarzes Blut.
Ich hob meine Hand und legte sie ganz vorsichtig auf Alexanders Wirbelsäule.
Er zuckte augenblicklich zusammen.
„Nicht“
Rasch zog ich meine Hand zurück und biss mir verlegen auf die Unterlippe.
„Entschuldige“, murmelte ich.
Warum muss ich aber auch immer alles, was mich fasziniert, anfassen? Wirkt leicht krank, wenn ich das so bedenke…
Alex drehte sich wieder um und seufzte.
„Sorry, ich wollte nicht so aggressiv reagieren, aber diese ganze Tattoo-Geschichte war und ist echt hart!“
Beschämt sah ich ihn an, während er sein Shirt griff und es wieder überzog.
„Tut mir leid!“, sagte ich und zog die Knie an.
Alex krempelte die Ärmel seines Shirts wie gewohnt nach oben und sah mich danach wieder an.
Er lächelte.
„Nein, kein Problem. Du wolltest es ja wissen und ich bin selbst schuld, wenn ich das einem Mädchen wie dir zeige.“
Er seufzte erneut.
„Du bist die erste Person, abgesehen von den Leuten der Funk, die das gesehen hat. Ich hätte wohl mit dieser Reaktion rechnen müssen!“ <

Sonntag, 21. Dezember 2014

Ein kleines Lichtlein ♥ DIY

Hallo ihr da draußen,

ich dachte mir, ich muss noch mehr Abwechslung auf diesem Blog kreieren, deswegen starte ich (erneut) ein neues Postlabel, und zwar DIY Ideen.
Upcycling ist in unserer Wegwerfgesellschaft ein doch interessantes Thema. Und es gibt echt viele Do it yourself Projekte, die man innerhalb weniger Minuten gemacht hat, die cool aussehen oder einfach nur nützlich sind.
Also, viel Spaß mit meinem DIY!



Es geht hierbei um die Wiederverwertung alter Kerzenreste. Und da bald Weihnachten ist, dachte ich mir, diese schöne Idee muss ich an euch da draußen weiterleiten.

Alles, was ihr dafür braucht:
- Kerzenreste/Wachsteile
- Docht
- Topf
- alte Tasse
- etwas zum umrühren
- ein bisschen Zeit :)


Und dann könnt ihr auch schon loslegen.
Zunächst zerbröckelt ihr euer Wachs und schmelzt es im Topf, bis es komplett flüssig und ohne Bröckchen ist.

immer schön rühren, bis alles flüssig ist

Wenn das Wachs also flüssig ist, füllt ihr es vorsichtig in eure ausrangierte Tasse mit dem Docht darin. Achtung! Der Docht muss entweder festgehalten oder festgeklebt werden, dass er nicht während dem Wachseinfüllen verrutscht, also könnt ihr euch da ein wenig helfen lassen!

Vorsicht heiß

Und wenn ihr das ein wenig abkühlen lasst, ist euer kleines Lichtlein fertig zum verschenken oder selber behalten :)
Viel Spaß beim nachmachen!

so sieht das Ganze dann fertig aus

 Eure Mademoiselle

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Oh my god, look at her butt!

Hallo ihr da draußen!

Ich liege hier gerade entspannt in meinem Bett, scrolle durch die Neuigkeiten auf Facebook und sehe dann: die Kardashians. Von hinten.
Ihr versteht, was ich meine?
Gott Leute, warum? Warum lässt man sich denn bitte sein Hinterteil aufspritzen?
Dass ich von Schönheitschirugie nichts halte, hat der ein oder andere wohl schon bemerkt.
Ganz ehrlich: nur, um Aufmerksamkeit zu bekommen, vergrößere ich doch nicht meinen Po! Wie sieht das denn aus? Wie eine Windel? Das zumindest meinte derjenige, der das Foto gepostet hatte. Amüsant aber wahr, oder?
Abends ist immer die Zeit, in der ich höchst philosophisch werde. Eine lebenswichtige Frage, die ich mir jetzt also stelle: Wie berechnet man eine Hosengröße, wenn man die Beine eines Storchs hat, aber der Po so groß wie zwei Autoreifen?

Okay Kinder, das war wirklich überspitzt und leeeeeicht sarkastisch.
Aber ein bisschen Spaß muss sein, oder nicht? :D

Gute Nacht!
Eure Mademoiselle

The modern days #21



> „Also… haben wir diese Fragerei jetzt hinter uns?“, wollte ich schließlich wissen, nachdem Alex mich eine geschlagene Stunde bequatscht hatte.
Ich musste schmunzeln.
Na ja, es hatte auch irgendwie Spaß gemacht. Sich mit jemand anderem als meinen Eltern oder den Lehrern zu unterhalten, war eine willkommene Abwechslung.
Im Ernst, jetzt, wo ich so darüber nachdachte… Ich habe nicht im Geringsten übertrieben. Ich bin ein Einzelgänger, durch und durch.
Vermutlich hatte ich mich über Alex nur so aufgeregt, weil mich die Situation – dass er mir zumindest irgendetwas über Amelia erzählen konnte – schlichtweg überfordert hat.
Ein gleichaltriges Wesen, zudem ein männliches Wesen, gab sich mehr oder minder freiwillig mit mir ab. Das ist mir echt schon lange nicht mehr passiert.
Alex saß wieder mir gegenüber auf dem Sitzsack und grinste mich an.
„Ja. Jetzt, da wir so einiges von einander wissen, können wir von nun an Freunde werden!“
Ich zog überrascht die Augenbrauen nach oben.
„Freunde?“
Krasser Scheiß. Also damit hätte ich nicht gerechnet.
Immerhin war ich vor ein paar Stunden noch ein Miststück!
Und jetzt? Freunde? Nachdem ich ihm meine Lieblingsbands gezeigt hatte?
Das kann doch wohl nicht sein ernst sein.
Alex zuckte mit den Schultern, ich schüttelte nur mit dem Kopf.
„Also entweder, der Punkrock vorhin hat dir deinen Verstand weggepustet oder du bist einfach mal verrückt geworden. Freunde? Vorhin war ich noch eine Gefahr für deinen Bruder…“, gab ich zu bedenken, Alexander seufzte und nickte.
„Na ja, also vorhin… Dafür muss ich mich ernsthaft entschuldigen. Ich war, wie soll ich sagen, ein wenig gereizt!“
Ich lachte.
„Hast du deinen Tage oder was?“, fragte ich provokant, Alex bedachte mich mit einem seiner extrem genervten Blicke.
Doch er musste wieder lachen und schüttelte den Kopf.
„Nein, eher nicht. Ich musste bis um fünf arbeiten und hab eigentlich nicht geschlafen, dann hat Nic heute Morgen echt Stress gemacht und mein Auto ist ewig nicht angesprungen! Und Frauen wie du – die meine Nerven noch mal mehr strapazieren – konnte ich heute Morgen nicht vertragen. Aber jetzt...“
Er atmete tief durch.
„…jetzt nachdem du das mit dem Quatschen vorgeschlagen hast, geht’s mir echt wieder gut. Muss ich schon sagen. Also noch mal sorry!“
Ich nickte und lächelte.
„Ja, nicht schlimm. Frauen wie ich können das verkraften. Also, dann sind wir jetzt Freunde“
Es geht ihm also besser. Bin ich denn zur Seelenklempnerin mutiert?
Ich seufzte.
Wie auch immer. Wenn er jetzt wieder freudigen Gemüts ist, können wir das Frage-Antwort-Spiel weiter spielen. Und diesmal bitte auf Amelia bezogen!
Ich wollte gerade zu einer Frage ansetzen, als mein Handy klingelte.
Ich sah auf das Display und murrte. Völlig falsches Timing!
Dennoch hob ich ab.
„Hey du!“, begrüßte ich den Mann am anderen Ende der Leitung.
„Alice, schön dass ich dich erreiche. Ähm, hör mal, wir waren ja eigentlich für nächste Woche verabredet, wenn ich mich recht entsinne, oder?“
Ich nickte.
„Ja, das waren wir. Ben… du klingst leicht mysteriös. Rück schon raus, was ist los?“, wollte ich wissen und lachte.
Ben lachte ebenfalls.
„Nichts. Es ist nur so, dass a million ways to panic heute Abend einen Auftritt hat. Da wollte ich dich fragen, ob wir uns heute schon sehen können? Ganz außerplanmäßig, ich weiß, aber ich dachte, es wäre eine gute Idee!“
Ich sah zu Alex, der runzelte die Stirn. Was war mir jetzt wichtiger? Ben oder Alex? Seufzend sah ich auf die Uhr.
„Wann ist das Konzert?“
„Ähm, so gegen acht. Also?“
Ich zögerte. Klar, so gegen acht war ich bestimmt fertig mit Alex. Aber dann stehen da auch noch die Schulaufgaben an. Ich musste nächste Woche meine letzte Präsentation, eine sogenannte GFS, halten. In Geschichte. Über den zweiten Weltkrieg. Und als Alexander so plötzlich in mein Leben geplatzt ist, konnte ich mich auf rein gar nichts anderes mehr konzentrieren. Aber die Präsentation wird mir vermutlich noch meine Note retten – Geschichte war noch nie so meins.
Das konnte ich einfach nicht mehr vernachlässigen, Konzert hin oder her!
„Es tut mir echt leid Ben, aber ich habe noch massig Zeug zu tun. Vor den Ferien gibt es noch den Weltkrieg, da muss ich erst noch durch!“
Ben lachte.
„Okay Kleine, kein Problem. Ein andres Mal klappt’s bestimmt. Aber wir sehen uns dann ja nächste Woche! Ich freu mich. Und viel Spaß bei was auch immer du noch zu tun hast!“
Ich bedankte mich bei Ben und legte dann auf.
Alex sah mich immer noch misstrauisch an.
„Ich dachte du hast keinen Freund!“, meinte er und sah auf das Handy in meiner Hand.
Ich stöhnte und grinste dann.
„Hast du ein Kurzzeitgedächtnis oder so? Ben ist mein Vater, das habe ich dir vorhin erst erzählt!“
Alex nickte und lächelte.
„Natürlich, entschuldige meine Verpeiltheit!“
Ich zuckte nur mit den Schultern, warf mein Handy auf mein Bett – so weit weg wie möglich, damit es uns nicht mehr stören konnte.
Ich wendete mich wieder Alex zu.
„Also… lass uns reden!“, meinte ich, Alex schmunzelte.
„Tun wir das nicht schon die ganze Zeit?“, fragte er, ich zuckte mit den Schultern.
„Ja… in gewisser Weise schon… Aber reden wir jetzt die wichtigen Dinge. Amelia. Die Funk. Du weißt schon“
Alex nickte und schloss für einen kurzen Moment die Augen.
Seine blonden Wimpern warfen Schatten auf seine kantigen Wangen, was echt schön aussah. Doch der Moment verstrich schnell.
Ich seufzte.
„Oh Mann… Amelia war echt weit mehr als nur meine Schwester. Sie war meine beste Freundin. Und auch wenn wir Zwillinge waren, war sie immer diejenige, die weitaus durchgedrehter war. Sie war selbstbewusst, strahlte pure Freude aus, war immer neugierig und konnte keinem Abenteuer widerstehen“
Ich atmete tief durch.
„Kein Wunder, dass sie das mit den Drogen so angezogen hat.“
Alex nickte.
„Amelia hat immer gedacht, sie würde einfach alles schaffen. Ich war fasziniert von deiner Schwester, wirklich. Als sie das erste Mal auf einer der Partys war, ist sie sofort der Funk beigetreten. Boss – das Oberhaupt der Funk, keine Ahnung, ob er noch lebt – hat gemeint, sie wäre ab sofort mein Schützling, weil wir ungefähr im gleichen Alter waren und somit gut zusammen arbeiten konnte. Ich habe mich schnell mit ihr angefreundet, sie war die beste und auch die einzige richtige Freundin, welche ich zu dieser Zeit hatte.“
Völlig gedankenverloren driftete Alex in einen Zustand des Plapperns ab. Doch ich hielt ihn nicht davon ab.
Alex schmunzelte.
„Diese Mädchen hat das pure Chaos geradezu angezogen. Sie war einfach Adrenalin pur, kein Wunder also. Manchmal hat das auch in echter Tollpatschigkeit ausgeartet, was aber irgendwie total süß war.“
Ich zog interessiert die Augenbrauen nach oben. Alex erwachte aus seiner Trance und schüttelte kurz den Kopf.
„Hey, kurzer Break: Süß im Sinne von amüsant. Ich hatte nie was mit deiner Schwester, das musst du mir glauben. Wir waren einfach nur beste Freunde. Ohne jegliche Vorzüge!“
Ich lächelte.
„Schon okay. Du musst dich nicht für irgendetwas rechtfertigen. Erzähl weiter“
Alex nickte und lehnte sich in seinem Sitzsack zurück.
„Okay, also wie gesagt, sie war total tollpatschig. Und eigentlich sind solche Leute eher ungeeignet für eine organisierte Drogenbande, doch Boss mochte sie – ein wenig zu arg für meinen Geschmack – und ließ sie bleiben. Sie hatte ganz normale Startschwierigkeiten, wie wohl jeder, aber es stellte sie heraus, dass Amelia eine der besten Dealerinnen der Gruppe geworden ist“
Ich musste schlucken.
„Das ist alles so unreal, gänzlich absurd. Wie kann eine 16-Jährige denn von einem auf den anderen Tag zur Profidrogendealerin werden, ohne dass ihre Familie etwas mitbekommt?“
Alex zuckte mit den Schultern.
„Sie war einfach da. Ist urplötzlich in der Funk aufgetaucht, als hätte sie davor kein Leben gehabt. Ich meine, ich war in der Funk, um zu vergessen. Um mich abzulenken, von dem was ich durchlebt hatte. Viele Dealer hatten solche Geschichten parat. Aber Amelia? Dieser Sonnenschein sah so aus, als wollte sie das schlichtweg zum Zeitvertreib machen. Es schien so, als wäre ihr einfach langweilig. Sie hat mir erzählt, dass sie die Schule gehasst hat und sie jetzt froh ist, keinen Fuß mehr dort rein zu setzen!“
„Hat sie jemals etwas über mich, Mama oder Ben erzählt?“, wollte ich wissen, Alex schüttelte jedoch nur den Kopf.
„Nie. Weißt du, sie kannte meine komplette Lebensgeschichte in und auswendig. Doch als ich sie mal nach ihrer Vergangenheit gefragt hatte, wollte sie nie irgendetwas verraten. Das wir mir alles recht suspekt, ich dachte, sie muss wohl etwas besonders Schlimmes erlebt haben, dass sie nicht darüber reden wollte… Aber dem war ja nicht so! Deine Schwester war ein Mysterium, Alice.“
Ich nickte langsam.
Sie war eines.
„Okay. Also dann hätten wir die Geschichte eures Kennenlernens schon mal geklärt. Und wie sah euer Alltag aus?“, fragte ich, Alex grinste.
„Naja, wie schon gesagt, Chaos pur. Unser erster gemeinsamer Deal war Freitagnachts, neben einem zwielichtigen Club. Wir haben uns mit einem Typen getroffen, der ein paar Gramm Koks haben wollte. Amelia wollte unbedingt die Übergabe machen und hat dabei, aus ihrer Tollpatschigkeit, das komplette Tütchen fallen lassen. Der Kerl uns gegenüber ist total ausgetickt, als er das gesehen hat und hat sein Taschenmesser gezückt“
Ich erschrak und riss die Augen auf, Alex schüttelte den Kopf.
„Wäre beinahe echt nicht gut für uns ausgegangen. Der Typ wollte auf Amelia los, war aber schon so stark betrunken, dass er stolperte und mit dem Messer lediglich mich traf!“
Ich zog scharf die Luft ein.
„Was ist passiert?“, fragte ich flüsternd, ich wagte es nicht, zu laut zu sprechen.
Alex lachte.
„Nichts Wildes. Nur das hier!“
Er strich sie ein paar Haare aus der Stirn und entblößte seine Narbe.
Die hatte ich doch schon am ersten Tag unseres Aufeinandertreffens bemerkt! Nun war dieses (eine) Geheimnis gelüftet.
Ich beugte mich ein klein wenig vor, strich über Alexanders Stirn und fuhr über die grobe Narbe. Ich konnte die dicke Haut darunter spüren und sah schon fast fasziniert darauf.
„Hat sich das jemals ein Arzt angeschaut?“, fragte ich und sah Alex den Kopf schütteln.
„Damals hat es ein Typ der Funk genäht. Ohne Betäubung. Einfach so, nachdem ich vom Deal wieder gekommen war…“
Ich schluckte schwer.
Wow, ganz schön krasse Story.
Plötzlich hörte ich, wie meine Zimmertür aufging. Alex sah auf, auch ich ließ meinen Blick nach vorne wandern.
Meine Mutter war herein geplatzt. Sie trug noch immer ihren weißen Ärztekittel, das Namensschild und die schrecklichen weißen Clocks.
Völlig gebannt sah sie auf meine Hand, die immer noch an Alexanders Stirn lag.
Schnell nahm ich sie weg und faltete meine Hände unauffällig.
Mama sah recht schockiert zwischen uns hin und her. Dann lächelte sie gezwungenermaßen.
„Alice… Ich hatte ja keine Ahnung, dass du einen Freund hast!“ <

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Watch out for... Supernatural

Hallo ihr da draußen,

ich dachte, es wird mal wieder Zeit für eine neue Blogreihe. (Die Kategorie findet ihr auch wieder rechts am Rand)
Diese wird einfach zu Allem sein. Und ja, damit meine ich alles :) Die Posts der Reihe "Watch out for..." gehen dann um Trends, die ich gut oder eher nicht so gelungen finde, Serien, Filme und Bücher die ein Muss für euch sind, Musik die gerade angesagt ist, etc. Ihr versteht mich, oder?
Und heute gehts um Supernatural.
Watch out for this!
Leute, es ist die wohl beste Serie, die ich seit langem gesehen, ja wohl gesuchtet habe.
Wer auch auf Fantasy gemixt mit Science Fiction und einer guten Portion Humor steht, der ist hier genau richtig.
Um kurz die Story wieder zu geben: Die Brüder Sam und Dean Winchester jagen, und zwar alles, was so gar nicht natürlich ist. Dämonen, Vampire, Geister, Werwölfe, Wechselbälger, Formwandler, Teufel, Engel, eben einfach alles.
Zusammen mit ihrem Vater versuchen sie, den mysteriösen Mörder ihrer Mutter ausfindig zu machen und zurück in die Hölle zu schicken.
Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll, außer: SCHAUT EUCH DIESE SERIE AN!
Ihr werdet es nicht bereuen.
Ich bin gerade am Ende der sechsten Staffel (es gibt im Moment 10) und bin immer noch fasziniert von dieser grandiosen Serie :)
Aber Achtung: Sie ist ab 16/ zum Teil auch 18 und keine einzige Folge ist ohne Blutbad. Aber wenn ihr solche Horrorszenen genauso liebt wie ich, dann leiht auch sofort die erste Staffel aus und lasst euch in die übernatürlich fantastische Welt von Supernatural entführen!
Eure Mademoiselle

Dienstag, 9. Dezember 2014

The modern days #20


Hallo ihr da draußen,
oh là là, schon der zwanzigste  Part meiner Geschichte, und sie hat noch gar nicht richtig angefangen! Ich versuche, demnächst meine Teile mal ein wenig länger zu machen, sonst "kommt man ja nicht voran". Wollte ich euch nur kurz wissen lassen, und jetzt viel Spaß beim Lesen :)


> Schon als wir die Tür zu unserer Wohnung betreten hatten, wusste ich, dass dieser Tag nicht wirklich produktiv werden würden.
Alex riss die ganze Zeit kleine Stückchen des Aufklebers auf der Wasserflasche ab, zerknüllte sie und warf sie in sein leeres Glas – anstatt mir meine Fragen zu beantworten.
Ich weiß nicht, das wievielte Mal das jetzt schon ist, dass ich frage, was Amelia in der Funk gemacht hatte.
Nachdem ich meinen kurzen Familieneinblick gegeben hatte, war er total abgedriftet.
Ich stöhnte, stand auf und klatschte mit der flachen Hand auf den Tisch.
Alex sah auf.
„Wütend?“, fragte er, mit einem Hauch von Ironie.
Ich schnaubte.
„Weißt du was? Das ganze funktioniert nicht!“
Alexander schmunzelte und zeriss ein weiteres Stück des Aufklebers.
„Das merkst du ja früh. Kann ich dann wieder gehen oder hast du eine Änderung bezüglich unserer Situation vor?“
Ich funkelte ihn böse an.
„Ja. Ja, das habe ich. Denn im Gegensatz zu dir weiß ich mir in solchen Situationen durchaus zu helfen. Also, das hier funktioniert nicht. Und warum nicht? Weil wir uns kein Stück kennen! Erzähl mir etwas über dich! Etwas, das nichts mit der Funk oder Amelia oder so zu tun hat.“  
Alex runzelte die Stirn.
„Was? Du willst einfach... Waffenstillstand?“, fragte er vollkommen verständnislos, ich nickte seufzend und setzte mich wieder.
„Sieh mal. Offensichtlich konntest du mich von Anfang an nicht ausstehen. Und irgendwie galt das auch für mich. Aber wir haben doch das gleiche Ziel, oder? Und zwar Informationen. Und das können wir nur erreichen, wenn wir uns mal auf einem etwas persönlicheren Level begegnen. Geht das in deinen blonden Kopf rein?“
Diesmal war es Alex, der seufzte.
„Meinetwegen.“
Ich konnte mir ein triumphierendes Grinsen nicht verkneifen. Da ist das Miststück also doch nicht so bescheuert, wie gedacht, hm?
Ich verkreuzte die Arme vor der Brust und lehnte mich im Küchenstuhl zurück.
„Gut… Wo fang ich denn an… Was sind so deinen Hobbys, Alexander McCurdy?“
Alex beäugte mich misstrauisch, dann zuckte er mit den Schultern.
„Keine Ahnung. Ich arbeite nur, kommt es mir vor. Keine wirkliche Zeit für Hobbys!“
„Ja, das hat mir dein Bruder auch schon bestätigt. Aber Niclas meinte auch, ihr geht manchmal Motorrad fahren!“
Alex kniff die Augen zusammen und verdrehte dann diese.
„Nic ist nie gesprächig. Also mit nie meine ich auch nie. Und mit dir plaudert er einfach über alles und jeden oder was?“
Ich nickte grinsend.
Scheint so, als könntest zwar du mich nicht leiden, aber Niclas tut das dafür umso mehr.
„Aber ja, wir haben manchmal Touren gemacht. Jedoch nur zwei oder drei Mal, die letzte ist auch schon ein paar Wochen her.“
Ich hob verwundert die Augenbrauen.
„Du hast ein Motorrad und ein Auto? Musst in deinem Job als Barkeeper ja ganz schön viel verdienen!“
Alex schnaubte.
„Keine Ahnung, Fräulein, ob dir das aufgefallen ist, aber ich bin keinesfalls reich! Das Motorrad hatte ich schon, als meine Eltern noch gelebt haben – was nicht bedeutet, dass es mir leisten kann, dauernd damit zu fahren – und das Auto habe ich mir ewig lang erarbeitet, um Nic ab und an zu Freunden zu fahren oder ihn von der Schule abzuholen! Außerdem ist es gebraucht, Schätzchen!“
Ich schüttelte den Kopf.
„Hör auf damit“
Alex runzelte die Stirn.
„Womit?“
Ich stöhnte.
„Schätzchen, Fräulein, wie auch immer. Kosenamen gibt man sich meines Wissens nach nur, wenn man in einer ernsthaften Beziehung steckt. Was auch immer das sein mag – wir sind das nicht, okay?“
Alex nickte                   
„Okay, akzeptiert. Aber jetzt bin ich dran mit fragen.“
„Wenn es unbedingt sein muss. Aber lass uns hoch gehen, in mein Zimmer. Da ist es wohl ein wenig gemütlicher, als hier in der Küche. Finde ich zumindest!“
Alex zuckte nur mit den Schultern und folgte mir dann ohne Worte zu verschwenden die Treppe hoch, danach die erste Tür links.
Mein Zimmer war – für meine Verhältnisse – recht normal eingerichtet. Aber was ist schon normal?
Der größte Teil war mein Bett, das gegenüber vom Eingang unter dem Fenster stand. Gegenüber dem Bett war eine Kleiderstange angebracht, die sich über die komplette Wand erstreckte und sich von einem zum anderen Balken des Fachwerkes unseres Hauses spannte. Darunter standen haufenweise Kisten vom schwedischen Möbelhaus, in dem ich alles Mögliche lagerte. Wiederum davor standen, beziehungsweise lagen, zwei Sitzsäcke.
Mein Schreibtisch stand neben dem Bett. Die Wände hinter „Kleiderschrank“ und Schreibtisch hatte ich zugepflastert mit den verschiedensten Postern und Plakaten meiner Lieblingsbands.
Ich bat Alex, sich auf einen meiner beiden Sitzsäcke zu setzen, ich ließ mich gegenüber von ihm nieder.
Er atmete tief durch.
„Gut, also… Sag mir eine Sache, die dir spontan zu dir selbst einfällt“
Ich zog grüblerisch die Augenbrauen kraus.           
„Naja... ich mag keine Früchte kombiniert mit Schokolade!“, antwortete ich schmunzelnd.
Alex runzelte die Stirn.
„Das ist das erste, was dir zu deiner Person einfällt?“
Ich zuckte mit den Schultern.
„Ja, weil es wirklich die Wahrheit ist. Zum Beispiel: Schokopudding und Himbeeren ist das grässlichste, was ich je gegessen habe!“
Alex lachte.
„Und was magst du dann? Wenn nicht Schokofrüchte?“
Ich zuckte mit den Schultern.
„Keine Ahnung. Ich stehe auf Punkrock und Malerei. Aber das kannst du ja auch schon an meinen Wänden ablesen!“
Alex seufzte.
„Komm schon. Das sind nur oberflächliche Infos. Ich will Details“
Ich zog verwirrt eine Augenbraue nach oben.
Dann nickte ich.
„Na gut. Frag mich alles, was du willst. Ich bin ein offenes Buch, zumindest für die nächsten zehn Minuten!“
Alex grinste.
„Gut. Wie alt bist du?“
Ich sah ihn belustigt an.
„Was?“
Er stöhnte.
„Sieh doch. Ich weiß rein gar nichts über dich. Und mit solchen Fragen fängt man eben Interviews an!“
Ich nickte und gab mich geschlagen.
„Na gut, na gut. Ich bin 19“
„Warum gehst du noch zur Schule, wenn du schon so alt bist? Versteh mich nicht falsch, ich bin mit meinen 20 auch nicht mehr im Abituralter, aber…“
„Das wird wohl der gleiche Grund wie deiner sein. Nachdem das mit Amelia passiert ist, war ich ein psychisches Wrack. Ich habe insgesamt mehr als ein halbes Jahr an Unterricht verpasst und musste beziehungsweise wollte wiederholen!“
Alex nickte interessiert.
„Was willst du später mal machen?“
Ich überlegte. Was er wohl machen wollte?
„Entweder Neurowissenschaften oder Kunsthistorik studieren!“
Alexander lehnte sich zurück und lachte. Ich runzelte die Stirn.
„Wow. Aber du weißt schon, dass das zwei komplett verschiedene Sachen sind?“
Ich nickte.
Natürlich war ich mir darüber im Klaren! Aber ich mochte nun mal die Kunst, genauso wie ich Biologie mochte.
„Ein bisschen Zeit für eine Entscheidung habe ich ja noch…“
Alex ließ seinen Blick durch mein Zimmer gleiten.
„Hast du auch ein Zimmer bei deinem Vater?“
Ich nickte.
„Ja. Ich bin nicht oft bei ihm, das nächste Mal aber ziemlich bald. Die Woche vor Weihnachten“
Alex stand auf und lief auf meine Posterwand zu. Dort musterte er ein paar der Bilder von den verschiedensten Bands.
„Schon mal auf einem Festival gewesen?“
Ich nickte erneut.
„Im Sommer, Rock am Ring.“
Wann hört diese belanglose Fragerei denn auf?
Alex wanderte quer durch mein Zimmer und sah sich die Poster an. Ich schloss die Augen. Diese Person ist so nervig!
„Und hast du einen Freund?“
Seine Stimme direkt hinter mir.
Doch ein wenig erschrocken schlug ich die Augen auf und drehte meinen Kopf nach hinten.
Alexander saß auf meinem Bett und grinste mich an.
Dann schüttelte ich völlig perplex den Kopf.
„Äh nein. Seit das mit Amelia passiert ist, habe ich mich sozusagen vom Rest der Welt abgeschottet. Meine Beziehungen zu anderen Menschen gehen über ein tägliches Hallo sagen nicht hinaus. Und das letzte Mal, dass ich auch nur ansatzweise etwas mit einem Kerl hatte…“
Alex zog interessiert eine Augenbraue nach oben.
„…geht dich ja auch gar nichts an. Warum willst du das überhaupt wissen?“
Er zuckte mit den Schultern.
„Man darf ja wohl noch fragen dürfen. Das offene Buch, weißt du nicht mehr?“
Genervt nickte ich.
Ich sollte wohl besser lernen, in manchen Situationen einfach mal die Klappe zu halten. <

Samstag, 6. Dezember 2014

Lügen haben lange Beine - my mind

Hallo ihr da draußen,

Lügen haben lange Beine. So oder so ähnlich hat der Essay einer Freundin mal angefangen.
Ratet mal, warum es da ging?
Zusammengefasst: um unsere kuriose Gesellschaft. Kurios inwiefiern?
Kurios, weil wir kontrolliert werden, von dem, was uns die Medien präsentieren.
Denn diese Ideale -diesmal bezogen auf die Modewelt - können doch einfach nicht normal sein, oder?
Ich war vor kurzer Zeit shoppen. Da gehe ich in den Laden (Marke völlig unwichtig) und sehe eine Schaufensterpuppe. Das Oberteil dieser Puppe war am Rücken mit Nadeln zusammen gesteckt, weil es sonst der Puppe nicht gepasst hätte.
Was, zum Teufel, soll denn das?
Puppen mit Size Zero?
Kein Wunder, dass so viele junge, naive Menschen-vor allem Mädchen-der Magersucht verfallen, wenn uns so ein Bild präsentiert wird.
Leute, es ist doch nicht normal, dass sich sogar manche Frauen sich ihre Rippen teilweise ausnehmen lassen, nur um eine perfekte Wespentaille zu haben. Nach welchem Motto leben die denn? Scheiß egal, wohin meine Knochen und Organe rutschen, hauptsache ich sehe aus wir irgendeine retuschierte, nachbearbeitete Gestalt in einer Klatschzeitschrift.
Die Presse hat es auf alles und jeden abgesehen. Traurig, dass wir uns danach richten!
Ich sage: Your body, your rules. Don't let society fuck you up!
Eure Mademoiselle

Mittwoch, 3. Dezember 2014

The modern days #19



> Wir redeten nicht.
Nicht ein Wort.
Während der kompletten Fahrt zu mir nach Hause verloren weder Alexander noch ich ein Sterbenswörtchen.
Aus den Lautsprechern des Autoradios wummerte Alligatoah. Willst du sie haben, dann brauchst du Narben.
Ich schüttelte den Kopf und rubbelte mir fröstelnd über die Arme.
Weder draußen noch hier drinnen hatte es mehr als zehn Grad.
Die Fahrt war grauenhaft.
Miststück.
Mich so zu nennen, war echt hart! Also für mich – nicht für ihn. Ich musste zugeben, ich hatte manchmal eine zu große Klappe. Und mit den Konsequenzen muss ich jetzt wohl oder übel leben.
Na endlich! Wohnung in Sicht!
Die Stimmung war so angespannt, dass ich einfach nur froh war, das Auto wieder zu verlassen.
Alex’ Miene könnte auch meinen Tod bedeuten, so finster sah er aus.
Ich verschwendete keinen Blick an ihn, sondern lief einfach die Einfahrt hoch, in der Hoffnung, er würde nicht gleich wieder flüchten.
Vorne an der Tür angekommen, schloss ich diese auf und knipste das Licht an.
Wohlige Wärme empfing mich und ich atmete tief durch.
Jetzt galt es, Alex' miese Stimmung zu vertreiben.
Er betrat unsere Wohnung und sah sich misstrauisch um.
Ich zog ihn an seinem Ärmel ein paar Schritte weiter, sodass ich die Tür hinter ihm schließen konnte.
„Keine Sorge, meine Mutter ist nicht da. Workaholic! Vor acht Uhr heute Abend kommt sie sicher nicht nach Hause“, meinte ich und zog meine Jacke aus.
Alex tat es mir gleich.
Ich nahm sie rasch aus seiner Hand und hing sie gemeinsam mit meinem Parka an die Harken in der Gardarobe.
„Und dein Vater?“, fragte Alex, während ich ihm bedeutete, mir in die Küche zu folgen.
Ach, der werte Herr hat beschlossen, wieder mit mir zu reden.
„Wohnt nicht hier“, antwortete ich und zog einen Stuhl vor. „Setz dich.“
Alexander nickte.
Ich zog einen Küchenschrank auf, nahm zwei Gläser heraus und stellte sie auf den Tisch.
Hoffentlich reden wir jetzt nicht nur über meine Eltern. Kein Thema, das von Interesse ist.
„Sind deine Eltern getrennt?“
Ich musste auflachen, als ich auch eine Wasserflasche auf den Tisch stellte. Ich schüttelte den Kopf.
„Genau genommen waren sie nie zusammen.“
Ich setzte mich gegenüber von Alexander an den Küchentisch. Er runzelte verständnislos die Stirn.
„Und warum amüsiert dich das so? Ich fürchte, ich verstehe nicht ganz…“
Ich lächelte.
„Okay, hier mal ein kurzer Einblick in meine Familiengeschichte.“
Ich lehnte mich zurück und seufzte.
„Meine Mutter war damals, vor langer Zeit, eher jemand von der komplizierten Sorte. Für eine Durchschnittsmutter ist sie nämlich zu alt. Das ganze kommt daher, dass sie eigentlich lesbisch ist. Meine Mum war ein Freigeist und hat sich nie besonders viel daraus gemacht, was die anderen von ihr dachten. Sie hatte viele Freundinnen und ihre letzte Lebensgefährtin war ziemlich lange mit ihr zusammen. Doch meine Mutter ist schließlich irgendwann dem wohl natürlichen Drang verfallen, Kinder zu bekommen. Karin, ihre Lebensgefährten, konnte ihr einerseits nicht bieten, was sie wollte. Sie konnte aber andererseits auch nicht verstehen, warum sie jetzt auf einmal Kinder haben wollte. Die beiden machten Schluss, Mama schlief mit ihrem damals besten Freund und hat dann mit ihren 36 Jahren noch Zwillinge bekommen. Mich und Amelia. Mama hat uns beide nach berühmten Feministinnen benannt, falls dir das noch nicht aufgefallen ist. Ich wurde nach Alice Schwarzer benannt und meine Schwester nach Amelia Earhart. Wie auch immer - der Kontakt zu meinem leiblichen Vater ist auch nie abgebrochen, alle paar Wochen sehen wir uns mal. Er heißt Ben, wohnt am anderen Ende der Stadt in einem stylischen Penthouse. Er ist total cool drauf und auf die Tatsache, dass er zwei Töchter mit einer lesbischen Frau hatte, war er immer irgendwie stolz. Er meint, es gelingt nicht jedem Mann eine Frau vom anderen Ufer ins Bett zu kriegen!“
Ich lachte und starrte auf das leere Glas vor mir.
„Na ja, lange Rede, kurzer Sinn. Lass uns über irgendwas anderes reden!“ <