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Ein noch nicht ganz erwachsenes, chaotisches und kreatives Hippie-Mädchen schreibt hier alles auf, was ihr gerade durch den Kopf geht :)

Dienstag, 16. Januar 2018

The modern days #61




> Man möge sich den Beach Club folgendermaßen vorstellen: Ballermann trifft auf Paris Hilton. Ob das übertrieben war? Ich glaube kaum!

Die Wände dieses… Etablissements… waren in grellem Pink gestrichen, gespickt mit einzelnen, gigantischen Spiegeln die mit einer Glitzergirlande umrandet waren.
Die Möbel hingegen bestanden weniger schick aus alten Paletten – was grundsätzlich ja total in Mode ist und ganz hipster aussehen könnte, diese allerdings schrien einfach nur Sperrmüll!
Außerdem war das Neonlicht grottig und es roch nach altem Frittenfett.
Durch die spärlich geputzten Fenster konnte man einen Blick nach draußen in den Garten erhaschen. Der Beach Club hieß ja nicht umsonst Beach Club, draußen war ein 08/15 Pool aufgebaut, drum herum war Sand aufgeschüttet und ein paar Ligen, vom Winde verweht, standen umher.
Natürlich befand sich zu dieser Jahreszeit keiner mehr draußen, die Gäste saßen alle drinnen verteilt und tranken Cocktails.
Diese sollten anscheinend ziemlich gut sein, zumindest konnte ich mir den großen Andrang an der Bar, die vielen leeren Gläser und den hohen Alkoholpegel der Gäste nicht erklären.
Alex nahm meine Hand – diesmal deutlich zarter als vorhin – und steuerte mich zu einem der noch letzten freien Tische.
„Also“, begann er in einem Flüsterton, „die Kundin ist die Nichte des Besitzers der Bar. Er weiß nichts davon, deswegen muss man hier immer ein bisschen vorsichtig sein. Aber sie kennt mich bereits, sie wird kommen und es unauffällig über die Bühne bringen!“
Ich schauderte.
Ich hasste es, wenn Alex so sprach, als wäre er ein Profidealer. Ich hasste generell alles, was hiermit zu tun hatte. Ich wollte nicht vorsichtig dealen, weil ich überhaupt gar nicht dealen wollte!
Alles, was ich wollte, war mit Alex in seinem kleinen aber gemütlichen Haus vor dem Möchtegern Ofen sitzen, viel zu süße heiße Schokolade von Nic trinken und über alles außer die Funk reden.
Eine junge, äußerst hochgewachsene Dame mit göttergleichen langen Beinen stolzierte auf uns zu. Sie hatte grau gefärbte Haare, was zugegebenermaßen auch noch gut aussah, welches sie zu einem strengen Zopf gebunden hatte. Passend dazu trug sie ein silbernes, tief ausgeschnittenes Top über einem hautengen schwarzen Bleistiftrock. Definitiv zu schick für diese Laden, aber nun ja… Sie beachtete mich kein einziges Mal, fixierte lediglich Alex und gab ihm ein Küsschen rechts und eines links.
„Hey, hast du…?“, sie redete charmant und in einem sexy Ton, der mir so gar nicht gefiel. Am liebsten würde ich ihn von der Frau wegzerren wie er mich vorhin von David!
Alex nickte.
„Hier bitte!“
Er küsste sie noch einmal links und rechts auf die Backe, umarmte sie und schob dabei vorsichtig das kleine Tütchen in ihre Hand.
Sie lächelte kokett.
„Danke Süßer. Wir sehen uns!“, murmelte sie und drückte im ebenso flüchtig Geld in die Hand.
Alex ließ die Scheine sofort in seiner Hosentasche verschwinden und seufzte auf.
Er sah mich stirnrunzelnd an.
„Alles okay?“, fragte er, auf einmal besorgt.
Ich versuchte zu lächeln, konnte aber nicht. Ich wollte hier weg!
„Mir ist schlecht. Können wir hier verschwinden?“, herrschte ich ihn an und bereute meinen Ton, wollte aber auch nichts korrigieren.
Alex nickte.
„Klar, komm…“, murmelte er und schob mich voraus.
Erst als wir zurück im Auto saßen, konnte ich wieder normal atmen.
„Was ist denn los?“, fragte Alex und starrte mich an. Ich runzelte die Stirn
„Mmh?“, machte ich, er schüttelte den Kopf.
„Du hast dich total merkwürdig da drinnen verhalten! Wie ein verschrecktes Eichhörnchen!“, erklärte er, ich schnaubte wütend auf.
„Wie bitte? Entschuldige mal, dass ich nicht ganz so relaxed bin, beim Drogen verticken!“
Alex schien mich überhaupt nicht zu verstehen.
„Glaubst du etwa mir macht das Spaß?“, fragte er, ich lachte humorlos auf.
„Ganz ehrlich? Es sieht ganz danach aus! Warst ja sehr vertraut mit deiner Süßen da drin!“, erwiderte ich.
„Alice, reg dich ab! Ich will hier genauso schnell wieder raus wie du! Aber solche Sachen gehören nunmal dazu, wenn man nicht auffallen will!“, konterte er. Ich wusste nicht mehr was ich sagen sollte, also schwieg ich wie ein trotziges Kind.
Wenn ihm das alles so leichtfällt, kann er das in Zukunft getrost ohne mich machen.
Aber was rede ich da schon von Zukunft, wenn Alex zu seinem Wort steht, dann sind wir hier wirklich bald raus!
Die Fahrt zurück zum Hotel verlief schweigend, so wie oft.
„Wir treffen uns dann heute Abend im Nebenzimmer, dann können wir versuchen, Camille wegen dem Stoff zu erreichen!“, erklärte Alex, nachdem wir geparkt hatten.
Ich allerdings kam nicht zu einer Antwort, da war er ausgestiegen und ins Gebäude gelaufen.
Ich schüttelte den Kopf.
Was für ein merkwürdiger Tag!
Aber falls Camille uns helfen könnte, den Stoff zu identifizieren, würde uns das in unseren Ermittlungen deutlich weiter helfen… <

Mittwoch, 3. Januar 2018

Watch out for... How to get away with murder

Hallo ihr da draußen,

neues Jahr, neue Zeit zum Serien suchten!
Gerade bin ich mit der dritten Staffel durch: How to get away with murder (zu deutsch: wie man mit Mord davon kommt). Zitiert nach Fernsehserien.de: Annalise Keating ist eine brilliante, charismatische und fesselnde Professorin, die den Kurs „How to Get Away with Murder“ anbietet. Doch die Studenten wissen zu Beginn nicht, dass sie das Erlernte schon bald in der Realität anwenden müssen …
Fünf Studenten, eine Professorin, ein Mord. Die Serie wirft viele Fragen auf und man muss geduldig sein, wenn man sie alle beantwortet haben möchte! Doch sie ist aller Anstrengung wert, Binge-Watching garantiert!

Schaut mal rein, Netflix and Chill;)

Eure Mademoisell

Dienstag, 2. Januar 2018

The Modern Days #60

Hallo ihr da draußen,

bevor es mit TMD weitergeht, möchte ich noch kurz allen ein frohes neues Jahr 2018 wünschen!

Eure Mademoiselle

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> „Weißt du, wie das Zeugs aussieht?“
Alex nickte.
Nachdem er ein Selfie (ja, tatsächlich) mit dem Wagen gemacht hatte und es Nic geschickt hatte, um ihn zu grüßen, waren wir noch einmal zum Lager gegangen.
„Ja. Ist ziemlich beliebt bei den Kunden.“
Alex durchstöberte die Regale und zog schließlich ein Päckchen voll von kleinen, blauen Pillen hervor.
„Viagra?“, murmelte ich schmunzelnd, Alex lachte auf.
„So ähnlich!“
Er grinste und steckte die Plastikpackung in die Innentasche seiner Jacke.
Ich atmete tief durch.
„Okay jetzt gilt folgender Plan: ich geh raus und steh Schmiere und du suchst weiter nach dem Zeug, das wahrscheinlich Amelia vergiftet hat! Wenn jemand kommt sag ich Bescheid!“, erklärte ich, Alex nickt bestimmt und wand sich wieder den Regalen zu, die vollgestopft waren mit allerlei tödlicher Substanz.
Es war mir unerklärlich, wie manche Leute sich freiwillig mit so was vollstopfen. Das kann Leben zerstören!
Kopfschüttelnd verließ ich die Kammer und stellte mich vor die Holztür. Wobei ich versuchte, nicht allzu Bodyguard mäßig auszusehen.
Tanja winkte mir, als sie zur Tür hereinkam und eilte aber in die Küche, während sie mir zu rief, dass sie einen Braten im Ofen hätte.
Ich konnte nur lachen und winkte zurück.
Plötzlich kam David aus seinem Zimmer und nahm mich sofort in Augenschein.
Ich erschrak kurz, versuchte das aber zu überspielen und lächelte ihn charmant an.
Darauf ging er natürlich sofort ein!
„Hey Sugar, ganz alleine hier?“, murmelte er und kam auf mich zu.
Begierig legte er die Hände um meine Taille, was ich mit einem Seufzen quittierte.
„Was gibt’s David?“, wollte ich wissen, er grinste. Plötzlich beugte er mich zu sich – ich stellte mich schon auf eine Ohrfeige ein – als wir ein Räuspern hinter uns hörten.
„David, Finger weg von meiner Freundin oder es knallt!“, knurrte Alex und ich wollte fast denken, er meinte es so!
David hob beschwichtigend die Arme und tat wie immer so, als hätte er nichts verbrochen
„Entschuldige bitte, aber Sugar hat mich so verdammt sexy angesehen!“, meinte er und leckte sich über die Lippen.
Mir kam ein Würgereiz hoch!
Alex machte nur ein knappes „Tz!“, drückte David von mir weg und packte mich am Arm.
Beinahe grob riss er mich von der Tür weg und schob mich in Richtung Garage.
Ich verstand die Welt nicht mehr.
„Hey, würde es dir was ausmachen, mir heute mal keinen blauen Fleck zu verpassen?“, rief ich und er lies mich so plötzlich los, dass ich beinahe nach hinten umgekippt wäre.
Er schlug sich die Hände vors Gesicht.
„Sorry Alice aber… hast du ihn wirklich sexy angeschaut?“, murmelte er bedrückt und ich runzelte die Stirn.
„Was denkst du denn? Das war doch alles nur gespielt, damit er nicht merkt, dass du da drinnen warst. Als würde ich mit diesem Kotzbrocken flirten!“, gab ich zurück und verfiel fast ins Keifen.
Alex lies erleichtert die Schultern sinken und nickte.
Ich rollte mit den Augen.
Dann trat ich wieder näher an ihn heran und flüsterte: „Hast du das Zeug?“
Alex nickte und klopfte sich auf seine Jackeninnentasche.
„Es war nicht allzu gut versteckt. Boss hat mit seiner Droge früher ziemlich angegeben… Aber damit befassen wir uns später, jetzt gehen wir erstmal zu unserem Deal!“, erklärte er und setzte sich in den für uns bereit gestellten Wagen – natürlich ans Steuer.
Als wir uns angeschnallt hatten und Alex den Impala rückwärts aus der Einfahrt bugsierte, musste ich mich beherrschen, mir mein Grinsen zu verkneifen.
Finger weg von meiner Freundin.
Mein Herz schlug wieder schneller. <

Mittwoch, 1. November 2017

The modern days #59

> Nein, er hat mich verdammt noch mal nicht geküsst.

Alex ist mir exakt genauso nah gekommen wie vorhin, bis David uns wieder unterbrochen hatte – wie vorhin.
Und zwar, indem er mir volle Kanne einen Autoschlüssel an den Arm geworfen hatte.
Wütend drehte ich mich um.
„Was zum Teufel ist nur mit dir los?", fuhr ich ihn an und hob dann den Schlüssel auf.
David kam entschuldigend grinsend auf uns zu.
Verhinderte dieser Junge absichtlich mein Glück mit Alex? Hatte er nicht seine Lektion gelernt, mit dem blauen Auge?
„Sorry, den wollte ich eigentlich nur Alex zuwerfen... nun ja, ich war noch nie gut in so was... nochmals Entschuldigung, Sugar!“, murmelte er, ich nickte.
Alex sah erst finster zu David, doch dann wandte er sich an mich und schaute mich besorgt an.
„Alles okay?“, fragte er, ich nickte.
„Mmh“
David schlich sich davon, als Alex einen kurzen Blick auf meinen Oberarm warf, um sich meiner These zu vergewissern.
Sanft fuhr er mit den Fingern darüber und nickte dann.
Mein Herz schlug immer noch wahnsinnig schnell.
Er hatte mich sexy genannt! Das werde ich nie wieder vergessen können!
„Okay. Und welchen Wagen werden wir heute nehmen?“, fragte er dann, zeigte danach auf den Schlüssel in meiner Hand und riss mich aus meinen Tagträumen.
Ich drehte den Schlüssel und grinste.
„Oh das wird dir gefallen!“
Ich nahm Alexanders Hand, verkreuzte meine Finger mit seinen und zog ihn aus dem Apartment, hin zum Treppenhaus.
Wir kamen an der Tiefgarage an und ich übergab Alex die Schlüssel.
Dann betrachtete er den Schlüssel und seine Augen weiteten sich.
„Ich dachte mir schon, dass du fahren willst!“, meinte ich grinsend, Alexander nickte.
Wie ferngesteuert lief er auf sein Traumauto zu – ein Chevrolet Impala 67er, in schwarz, der Wagen aus seiner absoluten Lieblingsserie Supernatural – und zog mich mit sich.
„Hätte nicht gedacht, dass Boss uns seinen Lieblingswagen überlässt. Aber kann mir ja nur recht sein!“, erwiderte Alex aufgeregt, ließ kurz meine Hand los und schloss den Wagen auf.
Ich grinste.
Jungs und ihre Spielzeuge!
„Hey, ähm, ich weiß du würdest jetzt am liebsten gleich einmal um die Welt fahren, aber wir haben diesen Deal und wir müssen zur Kammer, um das Zeug zu holen.“ <

Samstag, 14. Oktober 2017

Kürbisflammkuchen

Hallo ihr da draußen,

ich dachte ich melde mich kurz außerhalb der Modern Days Reihe und veröffentliche mal wieder ein Rezept.

Goldener Herbst, das heißt Kürbiszeit! Bei uns gibt es nun Literweise Kürbissuppe, wobei trotzdem noch etwas Kürbis übrig bleibt. Ein äußerst schnelles, vegetarische Rezept: Kürbisflammkuchen.

Für 2 Bleche Flammkuchen benötigt ihr:
für den Teig:
- ca 350 g Mehl
- 1 Pck Hefe/Trockenhefe
- eine ordentliche Prise Salz
- einen Esslöffel Olivenöl
- Wasser
> diese Zutaten vermischt ihr alle miteinander und gebt so viel Wasser hinzu, bis ein flexibler, nicht zu matschiger Teig entsteht. Der muss jetzt erst einmal abgedeckt an einem warmen Ort ruhen, je länger desto besser (mind. 1 Stunde).

für den Belag:
- 2 Becher Crème fraiche/Schmand/Saure Sahne (was ihr am liebsten mögt)
- Zwiebeln (wie viel ihr mögt)
- kleine Kürbisstreifen
> den Kübris (ich benutze übrigens Hokaido) könnt ihr aushöhlen, dann in ca 3 cm dicke Streifen schneiden und diese Streifen schnibbelt ihr in kleine Stifte, recht dünn, damit der Kürbis im Ofen gar wird. Die Crème fraiche vermischt ihr mit Salz, Pfeffer und sonstigen Gewürze, die ihr gerne habt. Zwiebeln werden auch in Streifen geschnitten.

Wenn der Teig schließlich aufgegangen ist, teilt ihr ihn in zwei Teile, rollt sie jeweils aus und legt sie auf ein Backbleck. Dann kommt eine ordentliche Schicht Crème fraiche oben drauf, diese verteilt ihr. Dann nach herzenslust den restlichen Belag darüber streuen.

Wer mag, kann das ganze noch mit Käse überbacken, alles individuell gestaltbar.

Den Ofen stellt ihr auf 200 Grad Ober/Unterhitze, dann braucht der Flammkuchen in etwa 20 Minuten, achtet immer darauf, wie gebräunt er ist.

Zugegebenermaßen haben wir den Flammkuchen aufgefuttert, bevor ich ein Bild machen konnte. Also einfach ausprobieren und schmecken lassen!

Eure Mademoiselle

Mittwoch, 4. Oktober 2017

The Modern Days #58



> Ich spürte, wie jemand meine Decke von mir zog und runzelte die Stirn.
„Alice, wach auf“, hörte ich eine tiefe Stimme flüstern.
Ich murrte und schüttelte den Kopf.
Ich vernahm ein Lachen.
„Alice, du weißt, dass Boss dich innerhalb von wenigen Sekunden hier rausziehen lässt, wenn du nicht spätestens in zehn Minuten mit mir da draußen stehst!“
Völlig desorientiert öffnete ich die Augen.
Alex saß vor der Matratze und lächelte mich an.
Alex, in seiner schwarzen Jeans und dem weißen Shirt.
Alex, mit seinem bezaubernden Lächeln und den irre blauen Augen.
„Wie geht's dir?“, fragte er liebevoll, ich streckte mich und strich mir ein paar Locken hinter die Ohren.
„Dank dir konnte ich wieder schlafen.“
Ich gähnte.
„Und genau deswegen will ich auch definitiv nicht aufstehen!“, meinte ich, zog die Decke zurück und vergrub mich unter ihr.
Daraufhin hörte ich ein Lachen.
Alex zog mit voller Kraft an der Decke und warf sie an die gegenüberliegende Wand.
Dann kletterte er zu mir auf die Matratze und kniete sich über mich.
„Alice. Schlafen ist nicht!“, meinte er und grinste mich an.
Ich lachte außer Atem.
In der Tat. Mit diesem Mann über mir ist schlafen echt nicht angesagt.
Sein Shirt spannte sich über seinen Muskeln, durch den feinen Stoff konnte man die schwarzen Schatten seiner Tattoos durchscheinen sehen. Das erste Mal, das er weiß trug.
Mit meiner rechten Hand berührte ich die Stelle über seinem Herzen.
Alex' Grinsen verblasste allmählich, er sah mir einzig und allein tief in die Augen.
Er legte eine Hand an meine Wange und lächelte kurz.
„Ich bin froh, dass es dir gut geht, Alice!“, flüsterte er, ich nickte langsam.
Dann legte ich meine Hand über seine, spürte seine raue Haut unter meinen Fingerkuppen und die Wölbungen seiner Knöchel an meiner Handfläche.
„Es liegt an dir. Dank dir geht es mir gut“, sprach ich langsam und leise.
Unter meiner linken Hand spürte ich seinen Herzschlag pulsieren. Sein Herz schlug genauso schnell und stark wie meines.
Ich hatte das Gefühl, um uns herum war nur weite Stille, doch das Klopfen unserer Herzen verband uns.
Alex beugte sich zu mir herunter und legte seine Stirn gegen meine.
„Du bist auch der einzige Grund, warum es mir gut geht“, murmelte er.
Ich lächelte.
„Das ist schön...“, erwiderte ich, Alex nickte und lächelte ebenfalls.
Auf einmal hörte ich, wie sich jemand räusperte.
Ich verfluchte diese Person jetzt schon. Welcher Idiot stört uns jetzt?
Alex schloss für einen winzigen Augenblick seine wunderschönen Augen und seufzte.
„Das wird wiederholt...“, murmelte er und setzte sich auf.
Ich bekam eine sofortige Gänsehaut.
Erst sahen wir beide uns kurz sehnsüchtig an, dann drehten wir unsere Köpfe in Richtung Tür.
„Die Hochzeitsnacht ist vorbei, ihr ekelhaften Turteltäubchen. Braucht ihr noch eine Extraeinladung oder kommt ihr endlich von dieser Matratze runter?“
David stand in der Tür und warf uns amüsierte Blicke zu.
Alexander sah ihn ebenso amüsiert an.
„Gib uns zwei Minuten. Anziehen und Zähneputzen wird wohl noch erlaubt sein, oder?“
David schnaubte und nickte daraufhin.
„Zwei. Und keine Minute länger.“
Er verließ das Zimmer und ich hörte mich selber erleichtert aufatmen.
Alex kletterte von mir herunter und stand auf.
Dann reichte er mir seine Hände und half mir auf. Ich hielt seine Hand ein paar Sekunden zu lange fest, doch es war ihm offensichtlich nicht unangenehm.
Nebeneinander gingen wir ins Bad, putzten schweigend unsere Zähne und redeten generell kein Sterbenswörtchen mehr. Alex verließ respektvoll das Bad, als ich mir frische Sachen anzog und wieder ins Zimmer ging.
Er nahm meine Hand, als wir zum Aufenthaltsraum liefen, ließ sie vorne jedoch los.
Ich zitterte kurz.
Die ganze Mannschaft war versammelt, Daenerys mal wieder nur in Unterwäsche, David, der sie anstarrte, Boss in seinem schwarz gepunkteten Anzug, der wieder so ekelhaft grinste.
„Willkommen willkommen“
Er räusperte sich.
„Okay, verteilen wir die Aufgaben für diesen Tag. Alex und Alice, Beachclub, David, du fährst Dany zur alten Klapse… Warum habt ihr eigentlich alle dieselben Anfangsbuchstaben? Das nervt, ehrlich! Daenerys, wie wäre es, wenn du dich ab sofort... ähm... Sansa nennst? Oder Cersei? Sind doch auch alles Namen aus dieser kosmischen Serie...“
Daenerys sah Boss mit einem ihrer Todesblicke an und zeigte ihm den Mittelfinger, danach stolzierte sie davon.
Boss verteilte weiterhin die Aufgaben, doch ich hörte gar nicht mehr zu.
Alex hatte meine Hand genommen und seine Finger mit meinen verkreuzt.
Meine Gedanken schweiften augenblicklich ab.
„Lass uns gehen und das alles hier hinter uns bringen...“, meinte er und lächelte.
Ich nickte.
„Wo... ähm... ist denn der Beachclub?“
Alex überlegte kurz.
„Ungefähr in der Nähe des Nightmare. Am Ende der Straße, ein kleiner Club mit Stadtstrand am Fluss. Extrem hässlich aber die Stammkunden da haben Frieden und können in aller Ruhe unser Zeug kaufen!“
Ich zog Alex ein wenig weiter weg von der Masse und sah ihn kritisch an.
„Kannst du... kannst du bitte nicht unser Zeug sagen? Ich will nicht, dass du dich mit diesen Freaks hier identifizierst... also, ich bitte dich darum“
Alex nickte, zog mich an sich und lächelte.
„Okay. Werd ich fortan nicht mehr“
Ich atmete erleichtert auf.
„Danke“, murmelte ich, Alex schüttelte den Kopf.
„Ich danke dir. Immerhin bist du die beste und absolut süßeste Ablenkung von dem ganzen Kram“, murmelte er, nahm sich eine meiner Haarsträhnen und zwirbelte sie zwischen seinen Fingern.
Dann sah er an mir herunter.
„Hey, du hast ja meinen Pulli an!“, stellte er fest, ich errötete.
„Das ist… also letzte Woche als ich bei dir gepennt habe und den ausgeliehen hatte… ich hab den einfach in meine Tasche gepackt, als ich von Ben gegangen bin… ich wollte ihn dir ja wieder geben, es ist nicht so, dass…“
Alex unterbrach mich.
„Behalt ihn, es sieht echt sexy aus, wenn du meine Sachen trägst!“
Mein Herzschlag beschleunigte sich schon wieder.
„Alex...“, flüsterte ich und biss mir danach unsicher auf die Unterlippe.
Er lächelte.
„Wie wäre es, wenn wir ab sofort gar nicht mehr reden?“, murmelte er und beugte sich zu mir. <